Das andere ist die Reaktion der genannten Politiker auf den anonymen Brief. Wen meinen sie mit „einigen wenigen niveaulosen Aktivisten“, die in Weilbach ohne Respekt und Anstand nur auf Verunglimpfung und Beschimpfung setzen? In Weilbach gibt es eine Gruppe von Bürgern, die sich mit Unterstützung vieler Weilbacher immer wieder aktiv für eine Verkehrsentlastung Weilbachs einsetzt, nämlich die Bürgerinitiative „Weilbach wehrt sich“. „Weilbach wehrt sich“ hat sich in den letzten Monaten heftig, aber immer sachlich gegen die Pläne von Galf und SPD zum Ausbau der Durchgangsstraßen gewehrt. Ohne dass der Name der Bürgerinitiative in dem genannten Zeitungsartikel genannt wird, wird hier von Herrn Heß und Herrn Kluin informierten Bürgern suggeriert, dass es sich um diese Gruppierung („Aktivisten“) handelt. (Dass das von Lesern tatsächlich so aufgefasst wurde, beweist u.a. ein Leserbrief im Höchster Kreisblatt, das den gleichen Artikel veröffentlichte.)
Auch auf die Gefahr hin, dass man nun mit dem hier unzutreffenden Sprichwort kommt, „Der getroffene Hund bellt“, möchte ich als Mitglied von „Weilbach wehrt sich“ und nach Rücksprache mit anderen Mitgliedern, die ich heute im Laufe des Tages erreichen konnte, klarstellen, dass wir den Brief verurteilen. Anonyme Briefe sind grundsätzlich nicht unsere Art der Auseinandersetzung. Wir stehen mit unserem Namen für das ein, was wir schreiben, und wir bemühen uns immer um Sachlichkeit.
Noch einmal: Nicht nur ich, sondern „Weilbach wehrt sich“ als Bürgerinitiative verurteilt die anonymen Briefe. Leider muss ich darauf hinweisen, dass vor dem Bürgerentscheid z.B. auch der Weilbacher Ortsvorsteher, Heinz Lauck, einen ähnlichen Brief mit übelsten Beschimpfungen und Unterstellungen erhielt, den er bei einer öffentlichen Versammlung vorlas – damals kam der Brief aus den Reihen der Umgehungsstraßengegner. Das rechtfertigt die anonymen Briefe an Herrn Heß und Herrn Kluin in keinster Weise. Solche Leute gibt es leider auf allen Seiten. Man sollte sich seitens der Galf jedoch davor hüten, als Hintermänner der Briefe an die beiden Politiker eine bestimmte Gruppe zu suggerieren. Eine Richtigstellung seitens der Galf wäre hier fairerweise angebracht.
Werner Siebel, Marxheimer Straße 18
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