Schaumiger Abschied im Abenteuerland

Spiel, Spaß und Kreativität – Ferienspiele ließen Langeweile keine Chance / Rundum gelungene „Atlantis-Ausgabe“

Traditionsgemäß beendete am Samstag ein rosaroter Schaumteppich die Ferienspiele. Hunderte Kinder genossen das Toben im Schaum.

 

KERAMAG-FALKENBERG (drh) – Rosarote Schaumberge waberten am Samstagmittag zum Abschluss der Ferienspiele den Hügel hinab. Hunderte Kinder tobten auf dem Abenteuerspielplatz im Schaum, setzten sich Schaumkronen auf den Kopf oder tauchten gar im rosa Meer. „Mama, das ist voll cool“, strahlten die Kids, die bei ihren Eltern als Schaummonster auf weniger Gegenliebe stießen und somit wieder zurück ins nasse Vergnügen geschickt wurden. Über eine halbe Stunde dauerte das Spektakel der Freiwilligen Feuerwehr und so verwandelte sich der ehemals grüne Hügel auch bald schon in ein Schlammfeld. Die Kids störte es nicht, auch wenn sich die Mütter um das Reinigen der Badehosen sorgten. Die Feuerwehr nahm mit ihrer Dusche nur eine Grobreinigung vor und spülte zumindest den Schaum von den kleinen „Monstern“.

 

So viel Spaß macht hungrig und so kam das vom Sängerbund vorbereitete Mittagessen gerade recht, bevor es an die Verleihung der Pokale der Wettbewerbe und Turniere ging. In den zwei Wochen der Ferienspiele wurden die besten Fußball-, Tischtennis- und Beachvolleyballer ermittelt und auch die geschicktesten Dartspieler, Bogen- und Luftgewehrschützen ausgemacht. Auch der Malwettbewerb ist längst nicht mehr nur eine Sache für Mädchen.
Am Thema „Atlantis“ fanden alle Ferienspielkinder schnell Gefallen, wenngleich sich das Bauen des U-Bootes als Hüttenmaskottchen aufwendiger gestaltete als gedacht. „Wir haben vier Tage gebaut“, stöhnte Betreuer Sascha Lauffer, der insgesamt zum siebten Mal bei den Ferienspielen mitwirkte. Sascha Lauffer drehte mit 20 Kindern und den Betreuerinnen Mona Beer und Miri Knon auch den legendären Ferienspiel-Film. Ein tolles Drehbuch über eine U-Boot-Ausfahrt gab die Vorlage für Dreharbeiten im Holz-U-Boot und im Gebüsch am Bach „Das U-Boot sinkt und die Kinder träumen von dem Finden eines Schatzes in Atlantis, wachen auf und haben dann tatsächlich Goldmünzen in ihren Taschen“, fasste Mona Beer die Story zusammen; gerade der Ausflug ins Sealife-Aquarium nach Speyer habe viele Kids beeindruckt.

Wehmut und Vorfreude
Ein absoluter Renner war jedoch der Pool mit den Wasserlaufbällen. „Den gesamten Tag haben sich die Kids mit den Betreuern dort beschäftigt“, blickte Slawa Rudek zurück.
Das Rote Kreuz freute sich über ruhige Ferienspiele, gab es doch nur einen einzigen Nageltritt, den sich ein Kind zudem beim Spielen im Bach und noch nicht mal auf dem Gelände zugezogen hatte. Doch auch viele kleine Wehwehchen wollten versorgt werden. „Gerade in der Mittagspause, wenn mal etwas Langeweile aufkam, schienen wir Rotkreuzler eine nette Anlaufstelle zu sein“, schmunzelten die Hilfskräfte, die Tag für Tag mit liebevollem Zuspruch kleine Schürfwunden, Brandblasen oder Insektenstiche versorgten.
Besonders beliebt war bei den Kindern auch der Ausflug zum Schäferhundeverein. 68 Kinder nahmen teil und lernten verschiedene Hunderassen, sowie den richtigen Umgang mit den Vierbeinern kennen. „Das war echt beeindruckend“, schwärmte auch Betreuerin Mona Beer. Aber auch die vielen kleineren Aktionen, wie beispielsweise das Preisangeln des Angelsportvereins oder die Holzwerkstatt mit Paul Flörsheimer, leisteten ihren Beitrag zur gelungenen 39. Auflage der Flörsheimer Ferienspiele.
Nach dem Bad im Schaumteppich und der Pokalverleihung räumten die Kinder wehmütig ihre Hütten aus, nahmen Vorhänge und Stühle wieder mit und freuten sich auf ein Wiederkommen im nächsten Jahr.

 

 

 

 

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