
Lokal-Anzeiger Nr. 35 vom 3. September 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Für das „Rosengartenfest“ vor dem Rathaus wurde am Samstagmorgen eifrig gewerkelt. Bänke, Tische und Buden aufgestellt sowie Lichterketten gespannt. Sollen wir ein Zelt aufschlagen oder nicht? Das war die Frage, als man zum wolkenverhangenen Himmel blickte. Die Mannen um Heinz Röthel entschieden sich dafür, zum Wettergott Vertrauen zu haben und ließen das Zelt eingepackt. Diese Entscheidung schien sich am Abend als falsch zu erweisen, denn exakt um 20 Uhr gab’s einen Platzregen, der das Fest jedoch nur kurzzeitig unterbrach. Gleich danach hellte sich der Abendhimmel auf und die Besucher, die sich bei der Kröckers-Heide und beim Bingel-Jean untergestellt hatten, kamen zurück. Für das leibliche Wohl war Metzgermeister Willi Meckel zuständig, Heinz Schad sorgte dafür, dass der Bierhahn nie versiegte. Eine Würfelbude sorgte für Spannung, denn es gab Preise der Bischofsheimer Volksbank und der Kreissparkasse zu gewinnen. Bis in den frühen Morgen wurde gefeiert. Mit einem Frühschoppen, bei dem der „Liederkranz“ mit Stimmungs- und Volksliedern beitrug, wurde das Rosengartenfest fortgesetzt und beendet.
BISCHOFSHEIM. Anlässlich seines 90-jährigen Bestehens hat sich der Ortsgewerbeverein etwas Besonderes einfallen lassen: Am 7. September 1985 werden viele Mitgliedsfirmen bei einem „Tag der offenen Tür“ mit zahlreichen Aktivitäten in ihren Geschäfts- und Betriebsräumen aufwarten. Auch beim Lokal-Anzeiger in der Straße Am Mainweg werden in gewissen Zeitabständen einige unserer Maschinen laufen. Unter anderem wird die erste Ausgabe der Bischofsheimer Zeitung aus dem Jahr 1930 originalgetreu nachgedruckt, gefalzt und in unserem Haus an die Besucherinnen und Besucher verteilt.
GUSTAVSBURG. Am 15. August 1985 wurde dem MAN-Betriebsrat mitgeteilt, dass die Stahlbaufertigung und der Stahlbrückenbau zum Ende des Jahres geschlossen werden und somit ein Personalüberhang von 147 Mitarbeitern besteht. Hinzu kommen noch 40 Beschäftigte von zuarbeitenden Abteilungen (Küche, Werksverkehr, Instandhaltung usw.). Dieser „rigorose Arbeitsplatzabbau“, so die IG-Metall-Vertrauensleute, habe leider schon Tradition im Werk Gustavsburg. Das Maß sei voll – der Arbeitsplatzvernichtung müsse Einhalt geboten werden. Die Schuldigen in den Chefetagen, die die Misere verursacht hätten, müssten zur Verantwortung herangezogen werden.
Vor 40 Jahren warzu lesen:
BISCHOFSHEIM. Im hiesigen Vorbahnhof – Nähe Posten 10 – ereignete sich ein schwerer Unfall. Aus einem Militärzug, der umgespannt werden sollte, stiegen zwei amerikanische Soldaten aus und wollten ihre Zigaretten aus einem auf einem offenen Waggon verladenen Panzer holen. Beim Öffnen geriet die Einstiegsluke an die Fahrleitung mit 15.000 Volt Spannung. Die beiden 20-jährigen US-Soldaten wurden dadurch schwer verletzt – insbesondere der, der am nächsten stand. Sie wurden mit schwersten Verbrennungen innerhalb weniger Minuten ins Rüsselsheimer Krankenhaus eingeliefert und von dort ins Wiesbadener Militärhospital gebracht. Nach eingehenden Untersuchungen der Sicherheitsabstände konnte der Militärzug mit zweistündiger Verspätung seine Fahrt fortsetzen.
BISCHOFSHEIM. Der Ortsjugendring, der seit 1962 Ausrichter der Bischemer Kerb war, hat beschlossen, alle unter seiner Regie stattfindenden Kerweveranstaltungen im Jahr 1970 abzublasen. Das finanzielle Risiko (Saalmiete usw.) ist den Verantwortlichen zu groß und auch von über 100 angeschriebenen Jugendlichen des Jahrgangs 1951/52 hatten sich nur sieben zur Mitwirkung als Kerweborsch bereit gefunden. Der OJR sah sich deshalb gezwungen, den Vertrag mit der Kapelle zu kündigen. Wie vom RVB, dem Pächter des Saalbaues, mitgeteilt wird, werden Kerweveranstaltungen in vollem Umfang vom Verein im renovierten Saal durchgeführt.
Vor 50 Jahren warzu lesen:
BISCHOFSHEIM. Zum Auftakt in der II. Amateurliga Darmstadt besiegte die SV 07 die „Olympia“ aus Lampertheim mit 3:0. Nach einer Vorlage von Thalheimer erzielte Häbe den 1. Treffer, Adolf Walther gelang mit einem wahren Sonntagsschuss aus 30 Metern das 2:0 und Nüchen das 3:0. Beide Tore zum 2:1-Sieg der Reserve erzielte Hans Schmenger. – Das nächste Punktspiel fand bei den Amateuren des SV Darmstadt 98 statt und wurde hoch mit 1:6 (0:5) verloren. Den Ehrentreffer erzielte Erwin Kluge.
Vor 75 Jahren warzu lesen:
BISCHOFSHEIM. Mit drei Bussen hatten über 100 Sänger und Mitglieder des Gesangvereins „Liederkranz“ eine Fahrt nach München angetreten. Fast alle dortigen Zeitungen hatten das Kommen der Bischofsheimer angekündigt. Ungeheurer Jubel herrschte beim Rheinischen Abend im oberen Saal des Hofbräuhauses, als etwa 3000 Personen beim Singen des Mainzer Liedes, auf Tischen und Stühlen stehend, nach rheinischer Art schunkelten.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 34 vom 26. August 2010
Vor 25 Jahren schrieb derLokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Wenn am 25. August 1985 die Glocken der katholischen Pfarrgemeinde zur Vesper rufen, werden die beiden Marienschwestern Josefa und Odilia in der hiesigen Kirche verabschiedet werden. Über 35 Jahre war Schwester Josefa als Krankenschwester – anfangs noch mit dem Fahrrad, bei Wind und Wetter – in unserer Gemeinde unterwegs. Es gab Jahre, da lag die Zahl der Krankenbesuche bei 5000! Nun geht die Gute, der „Engel von Bischofsheim“, in den wohlverdienten Ruhestand – zurück ins Kloster der Marienschwestern in Mainz. Überraschend kam zudem die Abberufung von Schwester Odilia, die ab 1. September 1985 das Amt der Assistentin im Mutterhaus übernehmen wird. Keine leichte Aufgabe – doch Schwester Odilia, die 20 Jahre im Pfarrbüro tätig war, wird es schon schaffen!
BISCHOFSHEIM. Das wohl jüngste Mitglied in seiner Vereinsgeschichte wurde in diesen Tagen vom Athleten-Club 06 aufgenommen. Am 15. August 1985, 0.40 Uhr, wurde im Mainzer St.-Vincenz- und Elisabethen-Hospital Marcus Marvin Mayer geboren, und seit genau dieser Zeit ist der junge Erdenbürger bereits AC-06-Mitglied. Der Aufnahmeschein trägt die Unterschrift des Erziehungsberechtigten und den Stempel der Klinik. Kein Wunder, denn Vater Harald Mayer, heutiger Trainer der AC-Ringer und 1973 Deutscher Jugend-Doppelmeister, ließ es sich nicht nehmen, seinen Sprößling sofort nach der Geburt in „seinem“ Verein anzumelden. Bleibt zu hoffen, dass Marcus Marvin das Erbe seines Vaters antritt und im AC 06 viele Erfolge haben wird.
GINSHEIM. Vom 24. bis 27. August 1985 wird die Ginsemer Kerb mit umfangreichem Programm und einer bestens gelungenen Zeitung der Kerweborsch gefeiert. Unterhalb der evangelischen Kirche wurde auf den Parkplätzen am Altrhein von den Schaustellern der Vergnügungspark aufgebaut. Es gibt dort eine Schiffschaukel, ein Pferdekarussell, einen Kinder-Pressluft-Flieger, ein Moon-Walk-Luftkissen, einen Schießstand, einen Wurfstand und eine ganze Anzahl Verkaufsstände mit Süßigkeiten und Geschenkartikeln. Auch die Wirte haben in „Keller und Küche“ bestens für die diesjährige Kerb vorgesorgt.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Zwei bedeutsame Ereignisse in der Vereinsgeschichte des Radfahrer-Vereins erlebten am 22. August 1970 die Besucher einer gutverlaufenen Veranstaltung im Bischofsheimer Saalbau in der Taunusstraße. Erstens: Die Ehrung der vier jungen Sportler Gerhard Lipp, Dieter Conrath, Dietmar Meinlschmidt und Joachim Weber, die in Wickrath bei Mönchengladbach die Deutsche Jugendmeisterschaft im Vierer-Kunstfahren erringen konnten, und zweitens: Zu bewundern war das neue Gewand des Saalbaues, das die RVB-Mitglieder in Eigenarbeit gestaltet haben. Ein sichtlich stolzer Vereinsvorsitzender, Friedel Weber, konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen und daran erinnern, dass der RVB den Titel „Deutscher Meister im Kunstreigenfahren“ bereits 16-mal nach Bischofsheim geholt hat.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
GINSHEIM/BISCHOFSHEIM. Als ein Rüpel besonderer Art entpuppte sich ein Kerwebesucher aus Bischofsheim, der ohne ersichtlichen Grund auf dem Ginsemer Kerweplatz plötzlich über einen ebenfalls aus Bischofsheim stammenden Bäckergesellen herfiel. Er hatte denselben bereits schon mehrmals angepöbelt. Er stieß ihn schließlich mehrfach mit dem Kopf gegen einen Baum, so dass der junge Mann Erste Hilfe in Anspruch nehmen musste und mit einer Gehirnerschütterung und weiteren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.
GINSHEIM. Statt einer ordentlichen Arbeit nachzugehen, glaubte ein junger Ginsemer sein Leben durch „Nichtstun“ gestalten zu können. Da sein Lebenswandel auch zu sonstigen Klagen Anlass gab, führte sein weiterer Weg in einer Erziehungsanstalt, in die er von der Polizei eingewiesen wurde. Für einen jungen Mann wohl der schlechtere Weg!
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Am letzten Donnerstag hatten wir seltenen Besuch: Der uns untreu gewordene Klapperstorch saß ungefähr eine Stunde lang auf dem Dach des Faselstalles in der Weisenauer Gasse und betrachtete sein verlassenes Nest auf dem Rathaus (Heute: Heimatmuseum – die Redaktion). Dann flog er weiter in Richtung Süden. Ob er im nächsten Jahr wieder zu uns kommen will?
GINSHEIM. Neben zwei am Altrhein schlafenden Paddlern explodierte ein Spirituskocher. Der brennende Spiritus ergoss sich über die jungen Männer, die mit schweren Brandwunden ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 33 vom 19. August 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Herrliche Ferientage konnte die Gruppe der Mädchen der Christ-Königs-Gemeinde, die unter der bewährten Leitung von Schwester Odilia im Jugendheim „Schwalbennestle“ in Lauffen bei Rottweil zwei Wochen fröhliche Einkehr hielt, erleben. Jürgen Maus – Vater einer Teilnehmerin – nahm die Gelegenheit wahr, dem dortigen Pfarrer und der Gemeinde Lauffen für die 13-malige Gastfreundschaft ein „Herzliches Dankeschön“ zu sagen.
GINSHEIM. Der große Bagger am Altrheinufer soll nach Auskunft von Bürgermeister Gottlieb Brunner als Andenken und Denkmal an einen ehemaligen Wirtschaftszweig der Gemeinde Ginsheim erhalten bleiben. Der Verbleib des Baggers ist jedoch noch keineswegs gesichert, da die Gemeindeverwaltung derzeit noch die Kosten prüft, die dessen Erhaltung verursachen werden. Auch versicherungstechnische Probleme müssten noch zu lösen sein.
GUSTAVSBURG. Wegen versuchten Totschlags sitzt ein 27-jähriger Mann derzeit in Untersuchungshaft. Er war am 9. August 1985 um 3.30 Uhr in das Schlafzimmer einer 19-Jährigen in der Emil-von-Behring-Straße eingedrungen. Mit einem Kabel würgte er sie bis zur Bewusstlosigkeit. Nach Angaben der Polizei hat die junge Frau, die im Erdgeschoss des zweistöckigen Wohnhauses mit ihrer Mutter lebt, das Eindringen des Täters nicht bemerkt. Erst als ihr der Hals zugedrückt wurde, habe sie um Hilfe gerufen. Da die Zimmertür von innen zugehalten wurde, konnte die herbeigeeilte Mutter sie nicht öffnen. Einem zu Hilfe gerufenen Hausbewohner gelang es dann, die Tür aufzudrücken. Der sich noch im Zimmer befindliche Täter verletzte die Mutter der jungen Frau durch einen Messerstich in den Arm und flüchtete. Er ist ein Bekannter der Familie der beiden Geschädigten und konnte in seiner Kostheimer Wohnung festgenommen.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Nicht nur für den Bischofsheimer Radfahrerverein wird der 22. August 1970 ein bedeutungsvolles Ereignis sein. Mit dem RVB, der nach dem Ausscheiden des Athleten-Clubs 06 aus der damaligen „Interessengemeinschaft Saalbau“ seit Anfang dieses Jahres alleiniger Pächter des Saalbaues der Fa. Gebr. Astheimer in der Taunusstraße/Ecke Bahnhofstraße ist, können sich die Ortsvereine und die gesamte Einwohnerschaft freuen, dass nunmehr wieder die hiesige Groß-Veranstaltungsstätte in neuem Gewand zur Verfügung steht. In mühevoller, selbstloser Kleinarbeit haben Mitglieder des RVB in den letzten Wochen und Monaten den Saal völlig renoviert, dazu wesentlich verbesserte Einrichtungen geschaffen, die zukünftig einen weitaus ansprechenderen Verlauf der Veranstaltungen bringen dürften. Die Einweihung ist am 22. August. Die gesamte Bevölkerung ist eingeladen.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Eine erschütternde Kunde eilte am 17. August 1960 durch unsere Gemeinde: Der im Alter von 65 Jahren stehende Lehrer und Konrektor der hiesigen Volksschule, Georg Müller, wurde gemeinsam mit seiner Ehefrau auf dem Küchenboden seiner Wohnung tot aufgefunden. Nachbarn hatten Gasgeruch festgestellt und die Polizei verständigt. Den Feststellungen zufolge, muss das Ehepaar Müller nachts den Tod gesucht haben. Das Tatmotiv ist völlig unbekannt.
MAINSPITZE. Wenn der Wind über die Haferstoppeln weht, beginnt insbesondere für die Buben die Drachenzeit. Es ist auch eine schöne Zeit der Jugenderinnerungen. Zu beachten ist jedoch vor allen Dingen, dass die Nähe von Hochspannungsleitungen gemieden wird, zu denen das nun elektrifizierte Gelände an Bahnkörpern hinzu gekommen ist. Eltern haben bekanntlich dafür zu haften, wenn ihre Kinder mit ihren Drachen Schäden an Freileitungen verursachen.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Der Turnverein 1883 beteiligt sich an dem großen Turnerfest in Saarbrücken. Ab Mainz fahren mehrere Sonderzüge. Es können nicht nur Turner, sondern alle Volksgenossen, diese verbilligten Züge benutzen.
GINSHEIM/BISCHOFSHEIM. Die Ginsemer Kerb wurde am Sonntag in echter Fröhlichkeit gefeiert. Sie hatte weit mehr Bischemer Gäste angelockt als der Rüsselsheimer Markt, der auf den gleichen Tag fiel.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 32 vom 12. August 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Unser Mitbürger Michael Franz hat den ehemaligen Med. Badebetrieb Ruppert in der hiesigen Georg-Fischer-Straße wieder eröffnet. Folgendes wird verabreicht: Klassische Massage, Bindegewebs-Massage, Reflexzonen-Behandlung, Heißluft, Fangopackungen, Eisbehandlungen, Unterwassermassage, med. Bäder, Streckung der Halswirbelsäule, Bewegungsübungen (kg), Nachbehandlung von Unfallfolgen und Sportverletzungen sowie med. Fußpflege. (Heute haben Michael und Marlies Franz ihre Praxis für alternative Medizin, und ihr Shendo Shiatsu-Institut in der Rüsselsheimer Straße 22 in der Böcklersiedlung – die Redaktion.)
BISCHOFSHEIM. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Filmrings der Volkshochschule Mainspitze erlebte der 1971 gedrehte Heimatfilm „Wenn Feldschütze Gerrat Urlaub macht“ im Capitol-Kino (Heute: Billard-Bistro Royal – die Redaktion) seine Wiederaufführung. Anwesend waren nicht nur Regisseur und Hauptdarsteller, die eigens aus dem Fundus der Filmgruppe die Feldschütz-Uniform herausgekramt hatten, sondern auch der Darsteller des Kommissars und der Restaurator des Super-8-Films stellten sich dem zahlreich erschienen Publikum vor: Thomas Frickel, Wolfgang Schneider, Dietmar Zinck und Karl Luch. Das Filmring-Jubiläumsprogramm wird am 4. September 1985 fortgesetzt.
GINSHEIM-GUSTAVSBURG. Auf eine 25-jährige Tätigkeit im Öffentlichen Dienst konnte jetzt der Leiter des Bauamtes der Gemeinde, Technischer Oberamtsrat Heiner Scholian zurückblicken. Unter seiner Oberleitung wurde vor allem die Ortskanalisation Ginsheim-Gustavsburgs durchgeführt und gleichzeitig die Tiefbauabteilung der Gemeindeverwaltung – praktisch aus dem Nichts – aufgebaut. Bereits sein 40-jähriges Dienstjubiläum konnte der Hauptabteilungsleiter der Gemeindeverwaltung, Oberamtsrat Anton Münch, feiern. Beiden gratulierte Bürgermeister Gottlieb Brunner sehr herzlich.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Die Fußball-Junioren der SV 07 gewannen das Entscheidungsspiel gegen Wiesbaden-Sonnenberg durch Tore von Franz-Günter „Hacker“ Schulz mit 2:1 und wurden somit in Kastel Hessenmeister. Folgende Spieler kamen zum Einsatz: Treffinger, Lürtzing, Schneider, Baitz, Lachmann, K.-H.-Emig, M. Powilat, J. Dotzel, Sprungk, Krämer, Sieradski und Schulz.
BISCHOFSHEIM. Unserem Mitbürger Ludwig Lautenschläger aus der Ginsheimer Straße gelang beim Angeln ein stattlicher Fang. Er zog aus dem „Silbersee“ einen Aal von etwas mehr als einem Meter Länge!
Vor 50 Jahren war zu lesen:
MAINSPITZE. Gegenwärtig besteht wieder eine riesige Nachfrage nach möblierten Zimmern. Besonders sind es jetzt ausländische Arbeiter, insbesondere Italiener, Spanier und Griechen, die bei Opel, MAN und VDM oder bei der Bundesbahn in Arbeit stehen und dringend Unterkünfte suchen. Diese Leute sind in der Regel schon mit einem einfach-möblierten Zimmer zufrieden, so dass Einwohner, die ein solches Zimmerchen freimachen können, Gelegenheit haben, einen hübschen Nebenverdienst zu finden.
GINSHEIM/BISCHOFSHEIM. Eine 18-jährige Ginsheimerin wurde bei einem Verkehrsunfall so schwer verletzt, dass der Tod noch am Unfallort eintrat. Ein junger Mann aus Bischofsheim wollte sie mit dem Motorroller um 1.30 Uhr in ihren Wohnort Ginsheim bringen, als ihm eine Mücke ins Auge flog und er die Herrschaft über das Steuer seines Rollers verlor. Das Mädchen, das sich auf dem Sozius befand, flog mit dem Kopf gegen einen auf dem Bürgersteig stehenden Baum und wurde dadurch tödlich verletzt. Der junge Bischofsheimer, der nicht im Besitz eines Führerscheins ist und Verletzungen davontrug, wurde ins Rüsselsheimer Krankenhaus eingeliefert.
GINSHEIM. Ist das ein wetterwendischer Sommer! Statt dass er – schon wegen der Urlaubszeit – strahlenden Sonnenschein beschert, lässt er es, mit kurzen Unterbrechungen, Bindfäden regnen. Verwaist liegt deshalb auch der kilometerlange Badestrand an den Rheinauen. Dort, wo sonst Tausende sich ein Stelldichein gaben und sich in die Wogen von Vater Rhein stürzten, herrscht absolute Stille und nur ab und zu ist das Tuten der vorüberfahrenden Schiffe zu vernehmen. Sollte etwa der Herbst schon jetzt, am Augustanfang, seinen Einzug halten?
Vor 75 Jahren war zu lesen:
MAINSPITZE. Ein Naturereignis wurde am gestrigen Abend von vielen hiesigen Einwohnern beobachtet. Sie sahen einen Meteor von seltener Schönheit. Der Himmelskörper war etwa sieben Sekunden lang sichtbar und war ziemlich in Erdnähe. Die Flugbahn hinterließ einen Feuerschweif in stahlblauem und grünlichem Schein.
BISCHOFSHEIM. Der Bischemer Odenwaldklub beteiligte sich unter Klubführer Hübner an einer Wanderung zum Rüsselsheimer Waldhaus. Dort gab’s Eintopf und einen ulkigen Gesangswettstreit zwischen dem „Jungfrauen-Quartett“ aus Fränkisch-Krumbach, dem Quartett „Mickefett“ aus Mainz und dem Bischofsheimer Quartett „Stampesköpp“.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 31 vom 5. August 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Große Augen machte gestern der Leiter der hiesigen Hauptzweigstelle der Kreissparkasse, Hans-Dieter Schad, als er einen als unzustellbar zurückgekommenen Auslandsbrief mit folgendem Vermerk im Postfach vorfand: „Zurück an Absender. Empfänger in Türkei verstorben. Neue Anschrift unbekannt.“ – Es darf gelacht, geschmunzelt oder es kann der Kopf geschüttelt werden!
LOKAL-ANZEIGER AUSGEWÄHLT! Im Mai 1985 feierte das Werk Gustavburg der MAN sein 125-jähriges Bestehen. Jetzt widmete die Ausgabe Nr. 7/85 der Zeitschrift für die Mitarbeiter („MAN – Blick in die Werke“) diesem Ereignis eine ganze Seite. Dort ist zu lesen: „In Tausenden von Zeilen würdigten Tages-, Wirtschafts- und Fachpresse im Mai dieses Jahres Geburtstag und Bedeutung unseres Werkes Gustavsburg. Mit freundlicher Genehmigung übernehmen wir im Wortlaut die Berichterstattung aus dem LOKAL-ANZEIGER für die Orte der Mainspitze Bischofsheim – Ginsheim – Gustavsburg.“ Dass von der Pressestelle der MAN in Nürnberg aus der Vielzahl der Berichte über das MAN-Jubiläum der Bericht des „Lokal-Anzeigers“ ausgewählt wurde, darüber freut man sich natürlich sehr in unserem Verlag! GINSHEIM. Der in den letzten Jahren stetig gewachsene Kundenkreis der Genossenschaftsbank Ginsheim, insbesondere durch die Baugebiete „Unter der Ruth“, „Zwerggewann“, „Am Arnsee“ und „Nachtweid“, machte es erforderlich, die Geschäftsräume der Zweigstelle Gerhart-Hauptmann-Straße 33 zu verändern und neu zu gestalten. Direktor Werner Mendler und sein Stellvertreter bedanken sich für das Verständnis der Kunden während der Umbauphase und der Renovierung. Im September 1985 sollen die neuen Räumlichkeiten der Bevölkerung an einem „Tag der offenen Tür“ vorgestellt werden.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
MAINSPITZE. Wolkenbruchartiger Regen, begleitet von Blitz und Donner, hat im Gebiet der Mainspitze in der vorigen Woche erhebliche Schäden und Verkehrsstörungen verursacht. Bis in die Abendstunden waren die Feuerwehrmänner im Einsatz, um gegen die Wassermassen auf den Straßen und in den Kellern der Häuser vorzugehen. Besonders im alten Ortskern Bischofsheims hatten sich in den Straßen riesige Seen gebildet. In der Untergasse stand das Wasser so hoch, dass Kinder schwimmen konnten. Eine Birke stürzte auf dem Anwesen Schönwitz in der Straße Am Alten Kostheimer Weg /Ecke Am Mainweg um, zertrümmerte Gartenzäune, zerriss das Telefonkabel und krachte auf die Straße. Ein mächtiger Ast der alten Linde an der evangelischen Kirche in Bischofsheim wurde abgerissen und blockierte die Mainzer Straße. Er wurde von der Feuerwehr zersägt. Aus den umliegenden Städten und Gemeinden werden ebenfalls große Wasserschäden gemeldet. Auch bei der Fa. Opel in Rüsselsheim drang das Regenwasser durch Kanalschächte in verschiedene Werkshallen ein.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
LOKAL-ANZEIGER REISTE MIT
Ich bin vergnügt im Ferienzug gefahren,
zu hohen Bergen und zu dunklen Tannen,
um wieder einmal, wie in and’ren Jahren,
von allem Alltagsärger auszuspannen.
Das Wetter war zwar nicht besonders heiter –
es regnete – kühl war’s in Wald und Feld.
Ein Glück: Ich hatt’mir als Begleiter
auch den Lokal-Anzeiger nachbestellt!
Und auch als dann mal schön’re Tage kamen
und wir in unsern Liegestühlen ruhten
(zwei Herren außer mir und noch zwei Damen)
und von der Alm-Milch tranken, von der guten,
da feierten wir ein frohes Wiedersehen
mit uns’rem lieben, fernen Heimatort,
weil alles, was inzwischen dort geschehen,
die Zeitung hat berichtet – Wort für Wort!
Zu schnell vorüber war’n die Ferientage.
Kaum braun ist man nach Haus’gekommen
und hat, höchst ungern und nicht ohne Klage,
die altgewohnte Arbeit wieder aufgenommen.
So manchen Ferien-Vorsatz wird indessen
der Alltag sicher bald verweh’n,
wir wollen aber eines nicht vergessen:
Dem Lokal-Anzeiger unser D a n k e s c h ö n !
Ihr Leser Kurt B.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Vom Bischofsheimer Badeplatz am Main hat man am Mittwoch Gelegenheit, mit dem Kostheimer Motorschiff „Johanna“ eine Fahrt nach Frankfurt zum Zoologischen Garten anzutreten.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 30 vom 29. Juli 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM/MAINZ/SEOUL. „En Bischemer“ waren die mit Erstaunen vorgebrachten Worte des Mainzer Oberbürgermeisters Jockel Fuchs, als er in der zweiten Juliwoche 1985 im Hilton-Hotel in Seoul (Südkorea) mit dem Bischofsheimer Günther Schütz bekannt gemacht wurde. Fuchs weilte mit Vertretern des Deutschen Fernsehens in Korea, um Vorbereitungen für die Fernsehübertragungen der Olympischen Spiele 1988 zu treffen. Schütz ist derzeit für einen der größten südkoreanischen Konzerne beauftragt, ein neues Automobilwerk zu errichten. Als Mitglied einer kleinen Gruppe Deutscher und Amerikaner ist er in erster Linie als Manager für die Errichtung des Motor- und Achswerkes zuständig. Bis seine Gattin in einigen Wochen nach Seoul kommt, will er sein Haus, hoch über dem Han-Fluss mit Blick auf das schon fast fertiggestellte Stadion, bezogen haben. Wie zu erfahren war, hat Günther Schütz, der früher Gemeindevertreter in Bischofsheim war, schon mehr deutsche Politiker in Korea getroffen, als sonst in Deutschland. So wohnte Außenminister Genscher Anfang Juli 1985 im gleichen Hotel der Neun-Millionen-Stadt.
GINSHEIM-GUSTAVSBURG. Bei der letzten Aktion „Abgabe von Sonderabfällen“ am 18. Juli 1985 sind in den beiden Ortsteilen 343,7 kg Schadstoffe von Bürgern bei den Sammelstellen am Rathaus Ginsheim und beim Feuerwehrhaus Gustavsburg abgegeben worden. Hinzu kamen weitere 54 kg, die illegal bei der Altölsammelstelle am Rathaus Gustavsburg abgestellt wurden. Das sind nahezu 400 kg, im Gegensatz zu 226 kg im Juni 1985 – also eine Steigerung um 77 Prozent.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Der Bischofsheimer Volksbank ist das 2000. Mitglied in den Julitagen des Jahres 1970 beigetreten. Es ist Erwin Lösch aus der August-Bebel-Straße, dem VOBA-Direktor Georg Zwilling einen Golddukaten überreichte. – Anmerkung: Das bei der Bank vorliegende Gründungsstatut vom 3. Juni 1899 trägt die Unterschrifften von 81 Mitgliedern. Die Tatsache, dass die Bischofsheimer Volksbank nun 2000 Mitglieder hat, bestätigt erneut das große Vertrauen, das dem Institut in unserer Gemeinde entgegengebracht wird.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
RÜSSELSHEIM. Ab Montag stehen bei Opel die Räder still. Das Werk macht gemeinschaftlich Urlaub. 14 Tage lang ist Betriebsruhe – wie alljährlich Ende Juli/Anfang August. Nur ein kleiner Teil der 33.000-köpfigen Belegschaft wird zur Arbeitsstelle gehen, denn in einem solchen Riesenwerk gibt es Plätze, die auch während der Betriebsferien besetzt sein müssen. Wenn Opel Urlaub macht, wirkt Bischofsheim fast wie ausgestorben, denn allenthalben ist man im In- und Ausland mit Reisekoffern unterwegs.
GINSHEIM-GUSTAVSBURG. Ein Ginsemer, der am Sonntag nach Gustavsburg mit dem Rad fuhr, verlor eine gute Jacke, in die ein Reiseradio eingewickelt war. Er bangte um sein Eigentum, konnte jedoch bei einer Rückfrage bei der Polizei erfahren, dass die Gegenstände von Finder Heinrich Härtling, Karl-Ulrich-Straße 28, abgegeben wurden.
GUSTAVSBURG. Aus dem Spiel wäre beinahe tödlicher Ernst geworden. Schuld hatte ein neunjähriger Bub, der seinem elfjährigen Spielgefährden plötzlich an den Hals ging und diesem die Kehle zudrückte. Der Elfjährige brach bewusstlos zusammen und konnte nur noch durch das schnelle Eingreifen eines herbeigerufenen Arztes gerettet werden.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Dem hiesigen Baumeister Jakob Ritzert (Villa Ritzert in der Straße Am Mainweg) hat der Kreis-Jägermeister bei der Jagdverpachtung in Rüsselsheim für die Oberjagd in Wald und Feld – 2600 Morgen – den Zuschlag für 470 Mark erteilt. (Ein Morgen ist ein altes Feldmaß. Es ist die Fläche eines Feldgeländes, das ein Landwirt mit einem Pferdegespann an einem Morgen pflügen konnte – die Redaktion.)
BISCHOFSHEIM. Mit vier Omnibussen unternahm der Ortsgewerbeverein einen Ausflug nach Würzburg. In Amorbach wurde im Gasthaus „Engel“ (Besitzer: Deufel) gefrühstückt. Dann ging’s weiter nach Würzburg, wo der dort wohnende Bischemer Hans Engert den Ausflüglern die Schönheiten der Stadt zeigte. Erst weit nach Mitternacht trafen die vier Omnibusse wieder in Bischofsheim ein.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 29 vom 22. Juli 2010
Vor 25 Jahren schrieb derLokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Die „Rollende Landstraße“ wird von der hiesigen Ortsgruppe des Bundes für Umwelt- und Naturschutz grundsätzlich begrüßt. Das stellt die BUND-Ortsgruppe im Rahmen eines Einspruchs zum regionalen Raumordnungsplan fest. „Mit dieser Verladestelle für LKWentsteht aber durch den Wegfall von Kleingärten ein Verlust an Natursubstanz in diesem Gemarkungsteil. Außerdem kommen Lärm und Abgasbelastungen durch die zu- und abfahrenden Lastwagen hinzu. Weiterer Geländebedarf wird auch für Zu- und Abfahrtswege entstehen“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Deshalb spricht sich die BUND-OG gegen die Ausweitung des Industriegebietes der Gemeinde in Richtung Groß-Gerau bis hin zur Kreuzlache aus. Anstelle dessen solle das Gelände weiterhin landwirtschaftlich, vorzugsweise als extensives Grünland, genutzt werden. Schließlich, so ergänzt der BUND, ist die Kreuzlache auch von hoher ökologischer Bedeutung, weshalb der BUND auch kürzlich die Ausweisung als „Geschütztes Landschaftsteil“ gemäß dem Hessischen Naturschutzgesetz beantragt hatte.
GINSHEIM. In der Nacht wurden mit roter Farbe aus einer Spraydose die Front der evangelischen Kirche, die Seitentür und das Kriegerdenkmal in unverantwortlicher Weise beschmiert. Ganz deutlich ist mit Randverzierungen zu lesen: „Mr. Bob“, „Jesus lebt, Amen“ und „Mr. 1“. Die Kirche wurde erst 1980 außen gründlich renoviert. Die Empörung ist verständlicherweise sehr groß.
BISCHOFSHEIM. Mit einem Schlachtfest hat die Gaststätte „Stadt Mainz“, Taunusstraße, wieder eröffnet. Ilse und Walter Eifinger bedanken sich im Anzeigenteil für die langjährige Treue ihrer Gäste und bitten darum, das Vertrauen auch auf die Nachfolger, Familie Wahl, zu übertragen.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. In den nächsten Tagen wird die Praxis der Zahnärztin Dr. Gertrude Kranz von der Frankfurter Straße 20 in die Räume des ehemaligen Lebensmittelgeschäftes Anton Will, Mainzer Straße 1/Ecke Dammstraße (Heute: Pizzeria Gino – die Redaktion) verlegt.
BISCHOFSHEIM. Auf der ehemaligen Viehweide, Nähe Böcklersiedllung, Flur IV, hat die Gemeinde einen sogennanten „Bolzplatz“ herrichten lassen. Fußball- und handballbegeisterte Kinder haben somit Gelegenheit, das runde Leder in verkleinerten Toren „unterzubringen“. Nach Fertigstellung dieses Platzes ist es numehr auf allen Kinderspielplätzen im Ortsbereich untersagt, Ballspiele auszutragen.
BISCHOFSHEIM. Nach Fertigstellung der neu geschaffenen Verwaltungsräume in der ehemaligen Spelzengaß-Schule sind dort seit einigen Tagen das Einwohnermeldeamt, das Passund Wahlamt, das Bauamt und die Friedhofsverwaltung untergebracht.
GUSTAVSBURG. Am 24. Juli 1970 wird die Fa. Elektroinstallation Heinz Hübner ihre neuen Arbeits- und Büroräume, Am Flurgraben 17, offiziell in Betrieb nehmen. Das seit fünf Jahren bestehende Unternehmen war bisher auf sehr beengtem Raum in der Freiherr-vom-Stein-Straße untergebracht.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
JETZTISTES HÖCHSTE ZEIT
Wer widerwillig geht am Tag
zu seinem Arbeitsplatz
und findet diesen noch als Plag’
und alles für die Katz’,
wer sieht im Dasein keinen Sinn,
glaubt es wär’ein Jammertal,
wenn alle Stunden schleichen hin
und werden ihm zur Qual,
wer nicht mehr ist, so wie er war,
für den wird jetzt – das ist doch klar –
der Urlaub höchste Zeit!
Der packt am besten seine Sachen,
haut ab, wohin es ihm gefällt,
in vierzehn Tagen wird er lachen,
denn schöner ist für ihn die Welt!
BISCHOFSHEIM. Volkmar Schmidberger hat sein Examen als Hochbau-Ingenieur mit der Note „gut“ bestanden. – Karlheinz Sieben hat vor der Prüfungskommission in Darmstadt seine Meisterprüfung als Damen- und Herren-Friseur mit Erfolg abgelegt.
GUSTAVSBURG. Wie die Polizei mitteilt, werden am 8. August 1960 sämtliche Fahrräder versteigert, die in der Zeit vor dem 1. August 1959 als gefunden abgeliefert und nicht wieder abgeholt wurden.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Nachdem die Mannschaft des RVB neunmal hintereinander die Deutsche Meisterschaft im Saalradsport erringen konnte, kam sie jetzt in Erfurt nur auf den 2. Platz. Der sieggewohnte Kunstfahrer Walther hatte im Einer-Fahrer nicht weniger als 13 Konkurrenten und belegte lediglich den 4. Rang. Fahrwart Karl Krichbaum sprach von einem „schwarzen Tag für Bischofsheim“, da man diesmal vom Pech verfolgt war.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 28 vom 16. Juli 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Am 15. Juli 1985 wird die hiesige Bahnhofsgaststätte wieder eröffnet werden. Neue Pächterin ist Brigitte Rheinfrank.
BISCHOFSHEIM/GINSHEIM. Am Staatlichen Rabanus-Maurus-Gymnasium in Mainz (altsprachliches Gymnasium) haben aus unserem Verbreitungsgebiet die Abiturprüfung zur allgemeinen Hochschulreife bestanden: Andreas Wagner aus Bischofsheim und Ralph Ottstadt aus Ginsheim.
MAINSPITZE. Das erste Spielfest der Gesamtschule Mainspitze war ein voller Erfolg. Es wird bestimmt nicht die erste und letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein. Zusammen mit der Klasse 10 d hatte die Schulelternbeiratsvorsitzende Dorothee Giani alles hervorragend für das leibliche Wohl der zahlreichen Akteure der verschiedensten Wettbewerbe organisiert.
GINSHEIM-GUSTAVSBURG. Oberamtsrat Karl-Heinz Platte von der hiesigen Gemeindeverwaltung gehört als Sozialdemokrat schon viele Jahre dem Kreistag an. Am 8. Juli 1985 wurde er als ehrenamtlicher Kreisbeigeordneter in den Kreisausschuss berufen. Er nimmt die Stelle von Baldur Schmitt ein, der Erster Kreisbeigeordneter und somit Stellvertreter von Landrat Willi Blodt wurde.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Mitte Juli 1970 sind 100 Jahre vergangen, als der Krieg 1870/71 begann.
39 Bischofsheimer waren dabei, vier kehrten nicht mehr zurück, Johannes Astheimer wurde das Eiserne Kreuz verliehen. (Unter der Rubrik „Was ältere Leute erzählen“ wird ab der kommenden Ausgabe des Lokal-Anzeigers über die damaligen Kriegsereignisse und die Beteiligten aus Bischofsheim, das 1870 etwa 1300 Einwohner zählte, berichtet werden - der Verlag.)
I n e i g e n e n e r S a c h e
Wir bitten höflichst davon Kenntnis zu nehmen, dass wir aus betriebstechnischen Gründen erstmals Betriebsferien machen. Vom 27. Juli bis 15. August 1 9 7 0 ruht jegliche Arbeit im Büro, in der Buch- und Offsetdruckerei, in der Hand- und Maschinensetzerei, in der Buchbinderei, im Versand und im Verlag des Lokal-Anzeigers. Wir bitten um Verständnis für diese notwendige Maßnahme.
ADAM H O R S T
Druckerei und Verlag des Lokal-Anzeigers
BISCHOFSHEIM. Letzte Woche ging das Anwesen der Fa. Richard Trapp (NSU-Trapp), Spelzengasse 2, käuflich in den Besitz der Fischgroßhandlung Heinrich Nothnagel über. Bekanntlich wurde die im hinteren Teil des Geländes liegende ausgedehnte Lagerhalle im Jahr 1969 ein Raub der Flammen, so dass für die Zwecke des nunmehrigen Besitzers Heinrich Nothnagel größere Umbauarbeiten erforderlich werden.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Am letzten Freitag gelang es drei passionierten Bischemer Anglern, im Rhein bei Gernsheim zwei Hechte an die Angeln zu bekommen. Und was für Kerle! Während der eine der drei Petrijünger mit einem 72 cm langen und 9,5 Pfund schweren „Fischlein“ noch schnell fertig wurde, zappelte an dem Haken eines anderen Bischemers ein kapitaler Bursche von 90 cm Länge und einem Gewicht von 12 Pfund. Dieser machte seinem Angler derart zu schaffen, dass er Hilfe herbeiholen musste und man mit vereinten Kräften den Hecht an Land schaffte. War die Überraschung über einen solchen Fang bei den Anglern schon groß, so war die Überraschung der Sonntagsvormittags- Stammtischgesellschaft bei Gastwirt Jakob Volz in der Fronseestraße noch größer, als der Hecht in feinster Aufmachung von der Gastwirtin (Volze-Kätche) als Delikatesse auf den Tisch kam.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Unser einheimischer Musikkünstler Adam Weber hat nun seine Berufung zum Reichssender Königsberg erhalten und wird am 1. August 1935 seine Stelle dort antreten.
BISCHOFSHEIM. Seit dem 11. Juli brummt die Dreschmaschine in der Dreschhalle. Gedroschen wird Wintergerste, die in diesem Jahr nur in geringen Mengen angebaut wurde.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 27 vom 8. Juli 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Nachdem das „Friedensangebot“ der Grün-Alternativen Liste an den Gemeindevertretervorsteher Willi Nutz von der Mehrheitsfraktion der SPD und von der CDU abgelehnt wurde, will die GALB jetzt den Klageweg beschreiten, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung. Der Ausschluss von GALB-Gemeindevertreter Klaus-Peter Klingelschmitt vom 31. Mai 1985 - so die GALB - sei „rechtswidrig“ erfolgt. Er war wegen der Einschaltung eines Bandgerätes bekanntlich ausgeschlossen worden. Die Klageerhebung sei ein „Akt der Selbstverteidigung“, meinte auch Klingelschmitt. „Wenn wir jetzt nicht reagieren, wird diese SPD-Mehrheit mit ihrem Parlamentsvorsteher Nutz das Instrument des Sitzungsausschlusses, das die schärfste Waffe eines parlamentarischen `Hausherrn` ist, weiter strapazieren. Nutz und die SPD müssen in ihre Schranken gewiesen werden“, so die GALB.
GUSTAVSBURG. Die „Arbeiterkolonie um den Cramer-Klett-Platz“ ist ein Kleinod, das zur Zeit besonders schön herausgeputzt wird. Dieses Wohngebiet bietet sich geradezu an, dort eine verkehrsberuhigende Zone, also ein besonders anwohnerfreundliches Wohnumfeld, zu schaffen. Dazu gehören die Aulösung von Straßen und Gehwegen - das ist zum Teil bereits geschehen - Herstellung von Grünzonen, Möglichkeiten der Nachbarschaftsbegegnung und Kinderspiel. Dann könnte dieser Platz nach Meinung vieler zu einem Schmuckstück werden.
GINSHEIM. Im Rahmen seines 10-jährigen Vereinsjubiläums veranstaltete der Wassersportverein Nonnenau 1975 e.V. auf dem Bootsplatz sein Sommerfest, das regen Zuspruch der Camper fand. 17 Mitglieder konnten für zehnjährige Treue geehrte werden. Zu den Klängen vom „Trio Brasil“ amüsierte man sich bis in die frühen Morgenstunden.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Eine traurige Feststellung musste der Ortsjugendring auf den letzten Kerweborsch-Sitzungen machen: die aktive Beteiligung an der Mitgestaltung der Bischemer Kerb lässt von Jahr zu Jahr immer mehr zu wünschen übrig. Es sieht bedenklich aus, wenn von 130 persönlich angeschriebenen Personen nur acht zur Kerweborsch-Sitzung erscheinen. Hierzu schreibt der OJR: „Ihr Bischofsheimer wisst doch alle, dass es unser Bestreben ist, das Fest Nr. 1 - die Bischemer Kerb - Jahr für Jahr neu erstrahlen zu lassen. Auch 1970 sind wir bemüht, diesem
Grundsatz gerecht zu werden. Darum ist es wünschenswert, dass sich alle aktiv mitbeteiligen.“
BISCHOFSHEIM. Der Radfahrerverein fuhr mit acht Personenwagen und einem Transportwagen nach Rombas in Frankreich. Auf Einladung des dortigen Vereins RV„Pfeil“ werden sich die RVB-ler am internationalen Radsportfest in Rombas beteiligen, und zwar die 6er- und 4er-Kustreigen-Mannschaften (Männer), der 6er-Kunstreigen (Mädchen) und die Fahrer und Fahrerinnen des 12er-Bogenreigens mit Begleitern.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Während im letzten Jahr am 8. Juli die Mähdrescher schon feste bei der Arbeit waren, hat sich der Erntebeginn in diesem Jahr durch das kühle und sonnenarme Wetter der letzten zwei Wochen reichlich verzögert. Trotzdem wurde jetzt auch in unserer Gemarkung mit dem Schnitt der Wintergerste begonnen. Reichlicher Regen vor Beginn der Haupternte wäre den Landwirten und uns allen noch sehr willkommen. Wenn es aber die Sonne in der nächsten Woche gut meint, werden sich die Ähren nicht mehr lange im Wind wiegen. Dann werden die Mähdrescher und Mähmaschinen im Feld rattern und der Wind wird wieder über Stoppelfelder wehen.
GUSTAVSBURG. Über einen bestimmten Arbeitsplatz konnten sich zwei Arbeiter, die nach Feierabend bei einer hiesigen Firma noch eine Tätigkeit ausführten, nicht einig werden. Jeder von ihnen wollte den besser bezahlten Arbeitsplatz haben. Als sich der zuerst Gekommene zur Wehr setzte, drosch man so lange aufeinander los, bis man sich die Köpfe blutig geschlagen hatte und die Polizei geholt werden musste, um die beiden Kampfhähne auseinander zu bringen.
GINSHEIM. Wegen Nichtbeachten der Polizeistunde wurden einige Ginsheimer Wirte zur Anzeige gebracht. Ruhestörenden Lärm machten auch einige Jugendliche, die mehrere Stunden nach Mitternacht in der Anlage am Altrhein Fußball spielten und die Dammbewohner aus dem Schlaf rissen. Anzeigen waren ebenfalls die Folgen.
BISCHOFSHEIM. F R I S I A - die freie Marke mit dem fairen Preis - eröffnet am 9. Juli 1960 die Tankstelle der Firma Günter Schoettel in der Ginsheimer Straße, am Ortsausgang zur Altrheingemeinde. FRISIA beginnt derzeit mit dem Ausbau eines Tankstellennetzes.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Mit dem Ausbau der Badeanlage am Mainufer wurde endlich begonnen, so dass in den nächsten Tagen der Badebetrieb einsetzen kann.
BISCHOFSHEIM. Mit geschultertem Spaten und fröhlichem Gesang durchzogen heute etwa 1000 Männer des Arbeitsdienstes unser Bischofsheim. Die Männer des Spatens, unter denen auch einige Bischemer waren, wurden von der Bevölkerung freudig begrüßt. BISCHOFSHEIM. An sein bestehendes Herren-Friseurgeschäft wird Friseur Karl Luch, Scapa-Flow-Straße, einen Damensalon angliedern und in der kommenden Woche eröffnen.
Dieter Press
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zeichnete der Motorsportclub e,V. im ADAC Friedel Freund, Kurt Müller, Heinz Renkel und Günter Schad mit der goldenen Ehrennadel und Urkunde vom Gau Hessen e.V. aus. Alle Geehrten sind Gründer und nun schon über 25 Jahre im Vorstand tätig. Der ehemalige 1. Vorsitzende Horst Meffert wurde für seine langjährige vorbildliche Vorstandsarbeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
BISCHOFSHEIM. Nach einem vergeblichen Anlauf im vorigen Jahr haben die „Sportfreunde“ nun den Aufstieg“ in die Fußball-Kreisliga B geschafft, als sie sich als Tabellenzweiter im Relegationsspiel 2:0 gegen „Hellas“ Rüsselsheim durchsetzten. Zwei Minuten vor Spielende brach der Schiedsrichter das Spiel ab, nachdem er tätlich von einem Zuschauer angegriffen wurde. Am „grünen Tisch“ wurde der Sieg und damit der Aufstieg den „Sportfreunden“ zugesprochen. Meister wurde Erfelden.
GINSHEIM. Am 1. Juli 1985 übernimmt Ärztin Susanne Kühn-Benning in der Schulstraße 35 die Praxis von Dr. med. Eberhard Jagd.
GINSHEIM. Eine Abordnung der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr weilte zu Besuch bei der befreundeten Feuerwehr in Insum bei Bremerhaven. Nach einer Kutterfahrt von Cuxhafen aus in Richtung Helgoland bei Windstärke fünf bis sechs mussten einige der „Blauröcke“ gezwungenermaßen die Fische füttern. In Insum gab’s für die Ginsemer Gäste u.a. ein Adler- und Sauschießen. Wolfgang Molter wurde Schützenkönig beim Adlerschießen und Herbert Schäfer siegte beim Sauschießen. Die Besichtigung der Feuerwache in Bremerhaven und ein Fest auf dem Insumer Dorfplatz waren weitere Höhepunkte des Besuches im Norden.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
GINSHEIM. Eine große Trauergemeinde hat auf dem hiesigen Friedhof von Ginsheims ältester Einwohnerin, Elisabeth Freifrau von Hügel geb. Freiin von Molsberg, Abschied genommen. Sie verstarb im Alter von 98 Jahren. Ihren Lebensabend verbrachte sie auf ihrem Hofgut „Nonnenau“ auf der Rheininsel. Sie war die letzte Blutsverwandte von Johannes Gutenberg, dem Erfinder der Buchdruckerkunst. Mit ihr starb auch der Name der alten Patriziergeschlechter von Molsberg aus, der bis in das Jahr 1277 zurückreicht. Mit Baronin von Hügel ist eine Frau edelster Gesinnung, die ein Stück Ginsheimer Geschichte verkörperte, gestorben. Sie wird unvergessen bleiben.
MAINSPITZE. Bei der Zusammenkunft der Bereitschaft Mainspitze des Deutschen Roten Kreuzes (Trebur, Bauschheim, Ginsheim, Gustavsburg und Bischofsheim) wurde für den ausscheidenden Bereitschaftsleiter Eitenmüller (Ginsheim) Kamerad Emil Sprungk vom DRK Bischofsheim zum Nachfolger gewählt. Sein Stellvertreter ist Kamerad Hans Lauer, ebenfalls aus Bischofsheim.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. In Mainz finden zur Zeit laufend Musterungen unserer jungen, zukünftigen Soldaten statt, und seit einigen Tagen haben wir die ersten Rekruten in unserer Gemeinde. Aus diesem Anlass steigt am morgigen Samstagabend im Saalbau Bayer („Rieweloch“) ein Rekrutenball. Es ist eine Veranstaltung, wie wir sie seit 20 Jahren nicht mehr hier erlebt haben.
BISCHOFSHEIM. Der Gesangverein „Liederkranz“ blickt im Jahr 1935 auf sein 60-jähriges Bestehen zurück. Aus diesem Anlass wurde am 29. Juni ein Liederabend im Saalbau Fritz Schad, sowie am 30. Juni ein Volksliedersingen am Schulplatz und ein Festball im Saalbau Schad veranstaltet. Über 1000 auswärtige Sänger kamen an beiden Tagen in unsere Gemeinde.
BISCHOFSHEIM. Eine Neuheit für Bischofsheim bedeutet am heutigen Abend das in der Gastwirtschaft Brecht in der Gabelsbergerstraße beginnende Preis-Billardspiel. Der 1. Preis ist ein fabrikneues Fahrrad.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 25 vom 24. Juni 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Das fahrbare Kundendienstbüro des Fernmeldeamtes Wiesbaden wird mit einem Sondereinsatz am 28. Juni 1985 in der hiesigen Böcklersiedlung für Kabelanschlüsse werben.
BISCHOFSHEIM. Gegen 22.30 Uhr befuhr ein Pkw-Fahrer die Industriestraße, aus Rüsselsheim kommend, in Richtung Bischofsheim. Auf der Überführungsbrücke über den Bahnkörper kam er nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach das Geländer und stürzte dann 7,5 m in die Tiefe. Das Auto blieb mit seinen Insassen neben den Gleisen liegen. Die vier jungen Leute wurden verletzt ins Rüsselsheimer Stadtkrankenhaus eingeliefert.
BISCHOFSHEIM. Unsere Gemeinde hat einen neuen Fußballverein: Es wurde der F.C. Bischofsheim 1985 gegründet. „13 unbelehrbare Idealisten haben sich weder durch schlechte Erfahrungen, noch durch in Aussicht stehende Arbeit, davon abhalten lassen, ihr Hobby auch weiterhin offiziell auszuüben“, heißt es in der Pressemitteilung des neuen Clubs. 1. Vorsitzender ist Kurt Meuser, 2. Vorsitzender Werner Hüther, Geschäftsführer Bernhard Rathgeber, Schatzmeister Rolf Stollenwerk und Schriftführer Hubert Schmitt.
GINSHEIM. Der Reiterhof „Lindenhof“ von Adam Reinheimer glich am Sonntag einem Rummelplatz. Rund um den Bauernhof waren fast 300 Schaulustige gekommen, um dem nicht alltäglichen Schauspiel einer Fohlentaufe beizuwohnen.
BISCHOFSHEIM. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens hatte die Leichtathletikabteilung des Eisenbahner-Sport-Vereins (ESV) zu Straßenläufen im hiesigen Ortskern eingeladen. Der Einladung waren etwa 150 Läuferinnen und Läufer gefolgt, die alle eine Jubiläumsmedaille erhielten.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Nach den Wettkämpfen der Bundesjugendspiele standen sich auf Kurzfeld zwei Siebener-Mannschaften der Lehrer und der Klasse R 10 gegenüber. Beim 3:1-Sieg der Schüler trafen: Meyer (2) und Rosenthal; den Ehrentreffer der Lehrer erzielte Weber per Kopfball auf Flanke von Pullmann. Im Tor der Lehrer stand Pfarrer Mädel, der weitere Treffer verhinderte. Außerdem spielten im Lehrer-Team Hausmeister Schaffner, Berg, Thon, Magel, Weber und Pullmann.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Im Interesse der Sauberkeit des Ortes, die alljährlich mit Beginn der warmen Jahreszeit nachlässt, soll unter dem Motto: „Haltet die Straßen rein!“ demnächst eine Aktion starten. Die Polizei ist angewiesen, auf diesem Gebiet nach dem Rechten zu sehen. Bekanntlich ist jeder Hausbesitzer verpflichtet, jeden Mittwoch und jeden Samstag die Straße vor seinem Anwesen zu reinigen. Weiter ist das Ausschütten von Waschbrühe in die Straßengossen streng verboten, da dieses nicht nur einen unschönen Anblick bietet, sondern die Brühe in eine übelriechende Masse übergeht. Da bei uns immer noch die Kanalisation fehlt, muss jeder darauf bedacht sein, dass solche Zustände vermieden werden.
GINSHEIM. Pfingsten 1960 brachte für unsere Gemeinde wieder Massenbesuch. Von nah und fern kamen die „Kurgäste“, um im Rhein ein erfrischendes Bad zu nehmen oder sich auf den Wiesen der Rheinauen zu sonnen. Campingzelte standen kilometerweit bis zum Steindamm. Es wurde gebrutzelt, abgekocht und gegrillt. Erst ein Gewitter vertrieb die Badenden am Pfingstsonntag vom „Ginsheimer Lido“; dafür setzte am Pfingstmontag bereits in den frühen Morgenstunden wieder reger Besuch zu den Rheininseln ein.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
Um BETRIEBSSTÖRUNGEN zu vermeiden, wird auch im Jahr 1935 der Urlaub in den Opelwerken zusammen gelegt. Der Opelurlaub soll demnach in der zweiten Augusthälfte beginnen.
BISCHOFSHEIM. Glück hatte ein hiesiger
Arbeiter in Mainz. Außer seiner Rückfahrkarte hatte er nur noch 10 Pfennige in seiner Tasche. Auf der Großen Bleiche wurden Arbeitsbeschaffungs-Lose für 50 Pfennige
angeboten. Er kaufte mit seinem letzten Groschen und gemeinsam mit noch vier anderen dort herumstehenden Volksgenossen ein Los, das einen Gewinn von 100 Mark einbrachte.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 24 vom 18. Juni 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
MAINSPITZE. Zum ersten Mal in der Geschichte der Gesamtschule fand in der vergangenen Woche ein ganztägiges Spielfest statt. Ausschlaggebend hierfür war die Tatsache, dass in diesem Jahr kein Schulfest und keine Projektwoche stattfanden.
BISCHOFSHEIM. „Umweltpolitik“ in Bischofsheim, so GALB-Vertreter Klaus-Peter Klingelschmitt, könne derzeit im „Klinker-Park“ besichtigt werden. Dort habe die SPD mit ihrer „alles erschlagenden Mehrheit“ eine Beton- und Drahtlandschaft aus dem Boden gestampft, in der die ausgesetzten Frösche wie ein „lebender Anachronismus“ wirkten. „Das ist ein Armutszeugnis und eine Naturverschandelung erster Ordnung, die an das SPD-Konzept von der ‘vollautomatischen Wiese’nahtlos anknüpft.“
BISCHOFSHEIM. In unserer Gemeinde gibt es viele Familien mit Schulkindern, in denen der Vater ganztags und die Mutter vormittags berufstätig sind. Der unregelmäßige Schulbeginn und Schulschluss – vor allem in den Anfangsklassen – stellt diese Familien vor große Probleme, insbesondere wenn Großeltern zur Kinderbetreuung nicht zur Verfügung stehen. Jetzt hat eine Privatinitiative erste Informationsgespräche mit dem Ziel gestartet, eine Kinderbetreuung für schulpflichtige Kinder einzurichten. Es ist daran gedacht, für die Kinder ab 7.30 Uhr bis zum Schulbeginn und nach Schulschluss bis 13 Uhr eine sinnvolle Beschäftigungs- und Spielmöglichkeit zu bieten.
GINSHEIM. Nachdem in der letzten Woche die Kappen und Schleifen der Ginsemer Kerweborsch eingetroffen waren, trafen sich die jungen Männer am Altrheinufer, um ein gemeinsames Bild für die Kerwezeitung zu „schießen“. Es steht nun endgültig fest, dass 13 „alte Hasen“ vom letzten Jahr wieder mitmachen und fünf neue Burschen vom Jahrgang 1966/67 die Runde ergänzen werden.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
GUSTAVSBURG. Als der Schichtführer einer in unserer Gemeinde arbeitenden Firma einen Arbeiter seiner Kolonne bei der Polizei als vermisst meldete, fragten die Beamten am Wohnort des „Vermissten“ in Bayern an – und er wurde dort ermittelt. Er habe seinen Arbeitsplatz in Gustavsburg verlassen, weil er meinte, ein 23-jähriger Mann müsste in der Stunde mehr als 4,00 DM verdienen. Dass mancher Familienvater einen weitaus geringeren Lohn hat, darüber hat sich wohl der anspruchsvolle junge Mann noch keine Gedanken gemacht?!
GINSHEIM. Wie im vergangenen Jahr, hat auch jetzt wieder Dekan Wilhelm Blum einen Gottesdienst für die Camper auf der Rabeninsel abgehalten. Der aus 25 Mitgliedern bestehende Bläserchor verschönte diesen Gottesdienst in der freien Natur. Während der Badesaison sollen noch mehrere derartige Gottesdienste stattfinden, da sich zahlreiche Campingfreunde eingefunden hatten.
BISCHOFSHEIM. Am 1. Juli 1960 hat die Gaststätte Philipp Funk in der Darmstädter Straße ihre Pforte geschlossen. Diese ehemalige Gastwirtschaft Wilhelm Schad bestand seit dem 21. August 1928. Personalmangel – wie überall – ist der Grund der Schließung. Dadurch hat sich die Zahl der Bischemer Gaststätten bis auf zwölf herabgemindert.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Feldpolizeiwachtmeister Zimmer konnte wiederum zwei Männer beim Stehlen von Kirschen in unserer Gemarkung erwischen und anzeigen. Sie stammen aus Weisenau. Dort werden nun in aller Öffentlichkeit ihre Namen das „Schwarze Brett“ zieren.
BISCHOFSHEIM. Ortsvorsteher Eitel ruft die Bischofsheimer Einwohnerschaft auf, die neu entstandene Grünanlage (alter Friedhof an der Taunusstraße) zu schützen. „Duldet keine Beschädigungen der Sträucher und des Rasens! Lasst auch nicht zu, dass die Anlage ein Ablagerungsplatz für Müll und Papier wird! Die Anlage ist für die anständige Bevölkerung da!“
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 23 vom 11. Juni 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Ute Böhm erweitert ihr Gymnastikprogramm um Rock-’n’-Tanz, Rock-’n’-Roll-Gymnastik, Fitness-Gymnastik und Aerobic. Ute’s Gymnastikstudio findet man am Rangierbahnhof, zwischen Attich und Binding- Niederlassung, am Schwarzen Weg.
GINSHEIM-GUSTAVSBURG. Der jahrelange Trainingsfleiß von Udo Sohnrey vom hiesigen Kanuverein wurde am Wochenende beim dritten Ausscheidungsrennen in Mannheim endgültig belohnt. Wie in zwei Läufen zuvor, siegte er jetzt ebenfalls auf den Strecken über 500 und 1000 Meter im Einer-Canadier. Im Auftrag des Deutschen Kanuverbandes nimmt er nun Ende Juli 1985 an den Weltmeiterschaften in Rom teil.
BISCHOFSHEIM. Eine Delegation der Grün-Alternativen Liste Bischofsheim besichtigte auf Einladung der Bewohner das Haus Schillerstraße 3-5, das seit Jahren in unserer Gemeinde für negative Schlagzeilen sorgt. Die ausländischen Mieter leben dort unter „menschenunwürdigen Umständen“, erklärte GALB-Fraktionsvorsitzender Gerhard Schneider nach der Besichtigung. „Schimmelpilze und feuchte Decken, Ungeziefer und total überzogene Mieten zeugen davon, dass hier ein skrupelloser Vermieter auf dem Rücken der ausländischen Mitbürger/innen Geschäfte macht“, meinte Schneider. Wegen dieser „unmöglichen Wohnverhältnisse“ habe man eine Anfrage an den Gemeindevorstand gerichtet.
BISCHOFSHEIM. Die hiesige FDP fordert eine Randbegrünung der nicht bebauten Seite des Hessenrings. Dadurch könnte ein Geräusch- und Staubschutz (Autobahn und Ackerland) für die Anwohner geschaffen werden, aber auch ein Refugium für Kleintiere.
BISCHOFSHEIM. Am 15. Juni 1985 wird es eine Neueröffnung geben. Es wird die „Pizzeria Gino“ im Haus Darmstädter Straße 5 sein – eine Schankstube mit Pizzas und Nudelgerichten.
BISCHOFSHEIM. Über Pfingsten weilten die „Sportfreunde“ zum zweiten Mal in Österreich, wo sie u.a. an einem internationalen Fußballturnier teilnahmen und unter zwölf Mannschaften den 3. Platz belegten. Zum Gegenbesuch wird der SVPrutz Anfang August 1985 in Bischofsheim erwartet.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Einen eigenartigen Platz für sein Nest hat sich ein Schwalbenpaar ausgesucht. Auf der Lampe im Hausflur des Sattlermeisters Jakob Schilling in der Frankfurter Straße begann es zu bauen. Schilling hat nun ein Brettchen über der Lampe angebracht, worauf die Schwälbchen dorthin übersiedelten. Nun fliegen sie eifrig ein und aus und stören sich auch nicht daran, wenn abends die Lampe ihr Licht spendet.
GINSHEIM. Lange genug hat es gedauert – jetzt ist die Laubenheimer Straße endlich fertig. Sie war jahrelang in einem fast unpassierbaren Zustand. Sie hat nun einen gründlichen Ausbau erfahren: eine rutschfeste Asphaltdecke und einen einseitigen Bürgersteig. Für die dort wohnenden Kriegsbeschädigten bedeutet der Ausbau eine große Erleichterung.
BISCHOFSHEIM. Der Schreck war riesengroß für die Eltern eines zwölfjährigen Kindes, das aus dem Fenster im ersten Stock eines Hauses in der Mozartstraße fiel. Man brachte es ins Krankenhaus, wo es untersucht und geröntgt wurde. Außer Hautabschürfungen konnten keinerlei Verletzungen festgestellt werden. Ein solches Glück können nur Kinder haben!
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Zu einem Rundflug mit dem Junkers-Flugzeug Ju 52 können sich noch Volksgenossen melden. Der Flug geht von Frankfurt aus über Rüsselsheim und Bischofsheim, dann zurück über den Taunus nach Frankfurt. Die Flugkosten betragen 5,50 Mark.
BISCHOFSHEIM. Mit dem Pfingstwetter hatte man in diesem Jahr großes Glück gehabt. Ein riesiger Durchgangsverkehr wurde jedoch dadurch in unserer Gemeinde registriert.
BISCHOFSHEIM. Das Aufstellen von erworbenen Eisenbahnwagen zu Wohnzwecken ist in Zukunft verboten.
BISCHOFSHEIM. Die Versteigerung der Grasnutzung der staatlichen Vorlandwiesen am Main und der Maindämme findet am Freitag statt.
BISCHOFSHEIM. Ein Spargelfest mit Tanz wird für kommenden Samstag in der Gaststätte „Rieweloch“ in der Bahnhofstraße angekündigt.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 21 vom 27. Mai 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Heimlich, still und leise hat die Bischofsheimer Jugendpflegerin Maria Christine Willems im Mainzer Rathaus ihrem langjährigen Verlobten Hans Ludwig Schaab das Jawort gegeben. Ganz so leise ging’s dennoch nicht ab, denn Bischofsheimer Ferienkinder waren mit Blumen vor das Mainzer Standesamt gekommen, um „Christa“ Willems-Schaab herzlich zu gratulieren. GINSHEIM-GUSTAVSBURG. Gemeindevorstand und Personalrat hatten die Gemeindebediensteten zu einem „Betriebsausflug“ nach Straßburg eingeladen. Platz genommen hatte man in zwei bequemen Reisebussen. Amtmann Claus Daschmann, ein erfahrener Reiseleiter des hiesigen Heimat- und Verkehrsvereins und der Volkshochschule, hatte eine interessante Stadtbesichtigung arrangiert, bei der natürlich das weltberühmte Straßburger Münster und die Altstadt (Le petite France) besucht wurden. Auch eine Bootsfahrt auf der Ill wurde durchgeführt und in zwei Lokalen gab’s Speis’und Trank. Alle waren begeistert!
BISCHOFSHEIM. Dem „Sommer entgegen“ tanzt der Turnverein am 1. Juni 1985 in der vereinseigenen Turnhalle. Ab 20 Uhr kann zu den flotten Rhythmen der „Harmonie-Band“ das Tanzbein geschwungen werden. Eintrittspreis für Erwachsene: 7,00 DM; Jugendliche zahlen 5,00 DM.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
GINSHEIM. Zwei Menschen wurden Opfer eines schweren Bootsunglücks, das sich am Pfingsmontag, 18. Mai 1970, auf dem Altrhein, in Höhe des Steindamms, ereignete. (Siehe Zeitzeugen-Bericht in der heutigen Ausgabe unter „Was ältere Leute erzählen …“ – die Redaktion).
BISCHOFSHEIM. Auf Einladung singt die Schola der hiesigen Christ-Königs-Gemeinde beim Festgottesdienst anlässlich des silbernen Jubiläums des Kirchenchores Offenbach-Bieber. Pfarrer Heinz Eckes, der dort von 1952 bis 1954 als Kaplan tätig war, hält die Festpredigt.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
GINSHEIM. Beim Baggern von Kies im Altrhein bei Ginsheim wurde ein noch gut erhaltener menschlicher Schädel zutage gefördert, der ein Loch aufwies. Nach Angaben des Amtes für Bodenfunde und Denkmalschutz in Darmstadt handelt es sich, nach eingehender Untersuchung, um einen ungefähr 500 Jahre alten Frauenschädel.
BISCHOFSHEIM/GINSHEIM. Etwa zehn Jugendliche aus Bischofsheim und Ginsheim verwickelten sich am Dienstagabend in der Darmstädter Straße in Bischofsheim in eine ausgedehnte Schlägerei, wobei es blutige Köpfe gab. Ein Ginsemer gab dabei einen Schuss aus einer Gaspistole ab, worauf die Prügelei noch heftiger entbrannte, so dass zum Schluss zwei Burschen vom Altrhein mit Kopfverletzungen ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mussten. Wegen groben Unfugs und Ruhestörung werden sich alle zehn Beteiligten zu verantworten haben.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
GINSHEIM. Schwarzangler üben seit einiger Zeit das Karpfenstechen im Altrhein aus. Nach den Fischereibestimmungen ist das verboten. Der Karpfen zieht sich zum Laichen in stille Gewässer zurück und ist dort eine leichte Beute der Wilddiebe, die ihn mit einem langen Stock, an dem eine Gabel befestigt ist, stechen – also fangen.
BISCHOFSHEIM. Im Gasthaus „Zum Rieweloch“, vormals Bayer (Heute: „Zur Stadt Mainz“, das von einem Frankfurter Kohlenhändler, der die Schwester des bekannten Bischofsheimers Ludwig Köller geheiratet hatte, betrieben wurde – die Redaktion), fand die Generalversammlung der Bischofsheimer Volksbank statt. Aufsichtsratsvorsitzender Wilhelm Astheimer stellte fest, dass nur 23 Mitglieder erschienen waren. Er führte den schwachen Besuch darauf zurück, dass die Mitglieder mit der Arbeit und den Leistungen der örtlichen Bank sehr zufrieden sind. Es wurde vorgeschlagen, 3% Dividende zur Verteilung zu bringen.
Dieter Press
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
MAINSPITZE. An Herzversagen ist im 66. Lebensjahr am 14. Mai 1985 Anton Roos, Gustavsburg, gestorben. Der gebürtige Kostheimer, der als Bahnbeamter krankheitsbedingt frühzeitig in den Ruhestand ging, war durch seine journalistische Tätigkeit im Gebiet der Mainspitze allgemein bekannt gewesen. Unter „aro“ und „rsg“ erschienen nahezu zwei Jahrzehnte viele Berichte, Reportagen und insbesondere unzählige Bilder in Tageszeitungen und im Lokal-Anzeiger.
MAINSPITZE. Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens veranstaltete die Volkshochschule Mainspitze einen Vorspielnachmittag in der Bischofsheimer Georg-Mangold-Schule, an dem etwa 300 Zuhörer teilnahmen. Beim anschließenden Bühnenkonzert im Bürgerhaus Bischofsheim konnten VHS-Leiter Karl-Heinz Bauer und Musikschulleiter Horst-Dieter Weber noch einmal nahezu 200 Besucher begrüßen. Im Laufe ihres zehnjährigen Bestehens hat die VHS-Musikschule rund 3000 Schülerinnen und Schüler unterrichten können. Dieses Angebot ist nur durch die großzügige finanzielle Unterstützung durch die Gemeinden Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg möglich gewesen.
BISCHOFSHEIM. Nach über 20 Jahren – er begann als Zehnjähriger bei der SV 07 – hängt Udo Kalus seine Fußballschuhe alsAktiver nun an den berühmten Nagel. Fast ohne Unterbrechung spielte er die letzten Jahre über 300 Mal in der 1. Mannschaft und war auch deren Spielführer. Außerdem ist er im Vorstand der Fußballabteilung und im Spielausschuss tätig. 1. Vorsitzender Erich Pullmann, Abteilungsleiter Reinhard Groß sowie Karl-Heinz Emig und Detlef Lang vom Spielausschuss überreichten beim letzten Heimspiel der Saison als Zeichen des Dankes einen Präsentkorb.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
OH, DIESE FLASCHEN !
Wer Fußball-Toto tippt im Leben - und tippt er noch so oft daneben, ein süßer Trost, der bleibt ihm immer, der Sonntagabend-Hoffnungsschimmer! Wenn ER dann vor der Mattscheib’sitzt, erwartungsvoll die Ohren spitzt, und hört – heut’wieder nicht dabei, es fehlen grade nur noch drei, und bloß, weil Schalke nicht gewonnen, ist ihm der zweite Rang genommen. Und hätt’die „Eintracht“ noch gesiegt, hätt’er den zweiten Rang gekriegt! Dann fasst er sich an beide Ohren: Auch Kaiserslautern hat verloren! Vorbei ist’s mit den vollen Taschen. Oh … diese Flaschen! A.H.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Die Jagdgesellschaft Bischofsheim wurde bei der Trophäenschau im Jagdschloss Kranichstein für einwandfreien Damwild-Abschuss im Revier Bischofsheimer Gemeindewald mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Der Bischofsheimer Gemeindewald ist das einzige Revier, dem für fehlerfreien Abschuss diese Medaille verliehen wurde.
MAINSPITZE. Es geht mal wieder um das Zurückschneiden der Hecken und Baumzweige, die an vielen Stellen auf die Bürgersteige und die Fahrbahnen ragen. Jedes Jahr sieht sich die Polizei veranlasst, darauf hinzuweisen, dass diese überhängenden Pflanzenteile, die verkehrsgefährdend sein können, entfernt werden müssen.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Unter den über 100.000 Volksgenossen, die am 19. Mai 1935 die Autobahnteilstrecke Frankfurt-Darmstadt umsäumten, um deren Einweihung mitzuerleben, waren auch über 1000 Bischofsheimer. Mit dem Extrazug, mit dem Fahrrad oder Auto waren sie an die Autobahn gefahren. Angefangen bei den Männern der Reichsregierung, sah man das älteste gebaute Auto, moderne schnittige Wagen, prachtvolle Omnibusse und Tausende an der Autobahn beschäftigte Arbeiter, die alle auf vorüberfahrenden Lastwagen standen und stürmisch und begeistert bejubelt wurden. Diese Autobahneinweihung war ein historisches Ereignis! GINSHEIM. In unserer Gemeinde wurden am Muttertag 48 hochbetagte Mütter geehrt und beschenkt. Alle waren über 70 Jahre alt – die älteste Mutter 89.
BISCHOFSHEIM. Aus Hagen in Westfalen sind 37 Ferienkinder in unserem Ort eingetroffen, die alle in hiesigen Familien für einige Wochen in Pflege genommen werden.
Dieter Press
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Lokal-Anzeiger Nr. 19 vom 14. Mai 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Bei den Neuwahlen in der SPD-Jahreshauptversammlung gab es folgendes Ergebis: Werner Hund wurde als Vorsitzender wiedergewählt, Georg Kunajew, seither stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender, stellte sein Amt zur Verfügung, um „einem jüngeren Genossen Platz zu machen“. Um seine Nachfolge bewarben sich der Juso-Vorsitzende Dr. Wolfgang Schneider und sein Vorgänger in diesem Amt, Thomas Will. Während auf Dr. Schneider 16 Stimmen entfielen, entschieden sich 28 Genossen für Will. Ebenfalls zum Stellvertreter wurde Günter Lang gewählt, der sich mit 29 zu 16 Stimmen wieder gegen Dr. Schneider durchsetzen konnte. Schriftführerin wurde Ursula Powilat, die Kasse führt weiter Heinz Götz, Unterkassierer bleibt Gerhard Reichmann und Bildungsobmann ist Hugo Berg. Das Amt des Pressereferenten, das Thomas Will nach seiner Wahl zum stellvertretenden SPD-Ortsvereinsvorsitzenden zur Verfügung stellte, nimmt nun Ulrich Claas ein, der sich mit 28 zu 15 Stimmen gegen Norbert Baier durchsetzte.
GINSHEIM. Mit stets neuen Wanderideen überrascht der Wanderausschuss der Turn- und Sportvereinigung die Mitglieder immer wieder. Am 1. Mai 1985 hatte man zu einer „Fahrt in den Mai“ nach Pünderich an der Mosel eingeladen und der Bus war mit 54 Wandersleuten besetzt. Und weil es so schön war, wurde diese Fahrt für den 5. Mai nochmals angeboten. Diesmal fuhren 43 TSV-Wanderer mit und waren ebenfalls begeistert.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. An Christi Himmelfahrt 1970 wurde in einem Festgottesdienst Jürgen Schwinn als neuer evangelischer Gemeindepfarrer von Dekan Bangert in sein Amt eingeführt. Es würde uns freuen, wenn sich Pfarrer Schwinn und seine Gattin, die Realschullehrerin ist, in unserer Gemeinde wohlfühlen.
BISCHOFSHEIM. Der Stenografenverein „Gabelsberger“ feierte sein 75-jähriges Bestehen mit zwei Veranstaltungen. Am 9. Mai 1970 begrüßten 1. Vorsitzender Manfred Vest und seine Vorstandskollegen im Saal Horlacher in der Untergasse die Mitglieder zu einem Jubiläumsabend mit Jubilarenehrung, am 10. Mai fand dann vormittags ein Wettschreiben mit 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den Gebieten Worms, Kirn, Bingen, Mainz und der Mainspitze statt. Das Fest klang mit Tanz und Preisverteilung aus.
GUSTAVSBURG. Mit einem Prellballturnier der Versehrtensportgruppe am 9. Mai und mit einem Fußballturnier der Ortsvereine am 10. Mai hat das diesjährige Burgfest begonnen. Es wird mit zahlreichen Veranstaltungen bis zum 18. Mai durchgeführt und endet schließlich mit einem Prunkfeuerwerk auf der Festwiese.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
MAINSPITZE. Die langanhaltende Trockenheit hat den Wasserstand von Rhein und Main, nachdem er Anfang des Jahres 1960 während der ersten Montate etwas angestiegen war, wieder erheblich absinken lassen. Beim Main ist er schon so weit zurückgegangen, dass bald wieder die Pfahlroste der einstigen Römerbrücke sichtbar werden. Was sonst nicht in langen Jahrzehnten der Fall war, lässt sich nun innerhalb kurzer Zeit gleich mehrere Male beobachten. Ein betrübliches Zeichen, und die Gustavsburger Pfahlroste werden wohl bald ebenso zitiert werden, wie die Hungerfelsen im Rhein, die, wenn sie auftauchen, von großer Wassernot künden.
BISCHOFSHEIM/GUSTAVSBURG. Im Bischofsheimer Fußballlager der SV 07 herrscht eitel Freude. Die Würfel sind gefallen – das entscheidende Spiel beim FC Germania Gustavsburg wurde am 1. Mai 1960 nach hartem Kampf zu Gusten der Bischofsheimer entschieden. Das „Tor des Tages“ zum 1:0-Sieg der Sportvereinigung 07 erzielte Erwin Kluge. Es bedeutete die Meisterschaft und den Aufstieg in die 2. Amateurliga Darmstadt, aus der man vor zwei Jahren „abgerutscht“ war. Der FC Arheilgen belegte mit nur einem Punkt weniger den 2. Platz, dicht gefolgt von Groß-Gerau und Gustavsburg.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
RÜSSELSHEIM. Im Opelwerk rollen in den nächsten Tagen die ersten „Olympia-Wagen“ vom Band. Der neue Typ mit seiner charakteristischen Form wurde auf der Berliner Automobilausstellung erstmals gezeigt und hat auch auf den Ausstellungen in Genf, Amsterdam und Barcelona großes Aufsehen und große Bewunderung erregt.
Die Eröffnung der ersten REICHSAUTOBAHN , die Strecke Frankfurt-Darmstadt, erfolgt am 19. Mai 1935. Es wird mit Massenandrang aus der ganzen Gegend gerechnet. Es verkehrt auch ein Extrazug um 10 Uhr von Bischofsheim (Fahrpreis: 60 Pfennige, hin und zurück).
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 18 vom 6. Mai 2010
Vor 25 Jahren schrieb derLokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. „Unte(r)n Maibaam lout’s se’s lustig drahn“ – unter diesem Motto stand der diesjährige Maitanz der Egerländer Gmoi im Bürgerhaus. Bevor die bekannten Egerländer Musikanten aus Vockenhausen für beste Stimmung sorgten, begrüßte Vorsitzender Wilhelm Hein auch die zahlreichen Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung. Gelungene Auftritte hatten die Singgruppe unter Leitung von Hermann Beer und die Tanzgruppe der Gmoi mit der „Egerländer Polka“, so dass die Stimmung von Stunde zu Stunde stieg.
GUSTAVSBURG. Anlässlich des 125-jährigen Bestehens des hiesigen Werkes der MAN lädt die Firma am 11. Mai 1985 zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. Zur Unterhaltung der Besucher spielt der Musikverein „Concordia“ Kostheim auf.
BISCHOFSHEIM. Drei Tage vor seinem 76. Geburtstag ist unser Mitbürger Fritz Hund, Schillerstraße 35, am 3. Mai 1985 in der Schweiz (Lenzer Heide) an Herzversagen gestorben. Dort verbrachten er, seine Gattin Emma und Jahrgangsmitglieder einen Urlaub mit der hiesigen Fa. Schrimpf-Reisen. Der gebürtige Bischofsheimer war nicht nur bei den Eisenbahnern, sondern auch in Vereinskreisen, bestens bekannt. So gehörte er der SV 07 und dem MGV Liederkranz jeweils über 60 Jahre als Mitglied an und gehörte zur Kerwegesellschaft „Edelweiß“. Viele kannten ihn auch als ehemaligen Busfahrer der Fa. Schrimpf, der aushilfsweise so manches schöne Ziel mit ihnen ansteuerte.
MAINSPITZE. Bei einer Mahn- und Gedenkveranstaltung am Abend des 8. Mai auf der „Ochsenwiese“ in Gustavsburg, zu der verschiedene Parteien, Gruppen und die evangelischen Pfarrer der Mainspitzgemeinden eingeladen hatten, gedachte man des Endes des Zweiten Weltkrieges (8. Mai 1945). „Vom deutschen Boden darf nie wieder Krieg ausgehen“, war der allgemeine Tenor.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. In der Zeit vom 18. bis 25. April 1970 fand in unserer Gemeinde zu Ehren des bei einem Luftangriff am 13. Januar 1945 ums Leben gekommenen Lehrers und Heimatforschers eine großartige Georg-Mangold-Woche mit umfangreichem und interessantem Programm statt. Alle Veranstaltungen erfreuten sich eines sehr guten Besuches, so dass die Erwartungen des Heimat- und Geschichtsvereins bei weitem übertroffen wurden. Unter anderem zeigte eine Ausstellung in anschaulicher und zugleich ansprechender Art Mangolds vielfältiges Erbe.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Das bekannte Weinhaus Krellmann und Hotel „Garni“ in der Ginsheimer Straße ist nun mit allem Inventar in den Besitz der Vereinigten Deutschen Metallwerke (VDM) – im Volksmund in der Mainspitze „Kupferwerk“ genannt – übergegangen.
BISCHOFSHEIM. Im April 1985 waren 50 Jahre vergangen, dass auf Veranlassung des damaligen evangelischen Pfarrers Heddaeus ein Diakonieverein ins Leben gerufen wurde. Der neue Bischofsheimer Verein hatte mit dem Hessischen Diakonieverein Darmstadt einen Vertrag abgeschlossen, dass ihm eine ausgebildete Schwester zur Ausübung der Gemeindekrankenpflege zur Verfügung gestellt wird. Die Schwester erhält freie Station und einen Jahresgehalt von 425 Mark. Sie muss sich aller Eingriffe in die Tätigkeit des Arztes und der Geistlichen enthalten und darf weder von Kranken noch von Gemeindemitgliedern Geschenke von Wert annehmen. Im Krankheitsfall der Schwester wird das Gehalt 30 Tage weitergezahlt.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
RÜSSELSHEIM. Seit einigen Tagen gibt die Rüsselsheimer Polizei eine humoristische Warnung an die Autofahrer, die unvorschriftsmäßig oder auch an verbotenen Stellen parken, ab. Der Warnungszettel hat folgenden Wortlaut: „Du parkst hier falsch, verschwind’ im Nu, dann drücken wir ein Auge zu.“ (Zur Nachahmung empfohlen?! – die Redaktion.)
MAINSPITZE. Der mehrfach im Rundfunk angekündigte Nachtfrost zwischen den 6. und 10. Mai ist eingetreten. Am heutigen Morgen waren die Wasserpfützen am Untermain mit einer Eisschicht überzogen.
MAINSPITZE. Es gibt wieder das Ortsbürgergeld, das am kommenden Mittwoch zur Auszahlung kommt. Alle Ortsbürger erhalten zwar keinen so hohen Betrag mehr wie ehemals – immerhin sind es jedoch 5,26 Mark, die jeder einheimsen und mancher auch gut gebrauchen kann.
BISCHOFSHEIM. Viel Glück hatte ein hiesiger Landwirt, der mit seinem Fuhrwerk ins Feld fahren wollte. In der Mainzer Straße wurde seine auf dem Wagen liegende sperrige, eiserne Egge von einem vorbeifahrenden Lastwagen erfasst und dem Landwirt über dessen Kopf und über das Pferd geschleudert, ohne dass nennenswerter Schaden entstand.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 17 vom 29. April 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
GINSHEIM. Bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung der Turn- und Sportvereinigung verlas 2. Vorsitzender Willi Rauch den Bericht des erkrankten 1. Vorsitzenden Franz Keller. Daraus war zu entnehmen, dass dieser Ginsheimer Großverein um weitere 23 Mitglieder auf nun insgesamt 1428 angewachsen ist.
MAINSPITZE. Der Deutsche Gewerkschaftsbund begeht den 1. Mai 1985 unter dem Motto: „Unsere Stärke heißt Solidarität“. In der Bundesbahnkantine in Bischofsheim wird der Gewerkschaftssekretär der Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands, Michael Tepel, sprechen und im Gustavsburger Bürgerhaus wird der Bundestagsabgeordnete Dr. Norbert Wieczorek die Mai-Rede halten.
MAINSPITZE. „Die geschichtliche Entwicklung der Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg nach dem Zweiten Weltkrieg bleibt einer späteren Chronik vorbehalten.“ So schließt Otto Wenkes und Claus Daschmanns die nun fast zehn Jahre alte Chronik der Doppelgemeinde. Auch für Bischofsheim gibt es keinen historischen Abriss über die letzten 40 Jahre. Zwar können noch manche Älteren vom Bombenabwurf am 13. Januar 1945 oder von den ersten Amerikanern in Ginsheim, von der katastrophalen Wohnungsnot und der Ankunft der ersten Flüchtlinge und Heimatvertriebenen erzählen … aber wie lange noch? Über das Thema: „Spurensicherung in der Mainspitze“ soll nun geschrieben werden. Eingeladen ins Kulturzentrum IKLU in der Bischofsheimer Taunusstraße sind Zeitzeugen und Interessierte am 14. Mai 1985.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
MAINSPITZE/RÜSSELSHEIM. Der in der letzten Zeit im ganzen Kreis aufgetretene Automatenknacker konnte jetzt in Rüsselsheim beim Aufbrechen eines Automaten verhaftet werden. Er gab zu, auch die vor einigen Wochen in Bischofsheim und Gustavsburg gewaltsam aufgebrochenen acht Automaten ausgeraubt zu haben. Es handelt sich um einen 26-jährigen Elektroschweißer aus Flörsheim, der tagsüber seiner Arbeit nachgeht, sowie nachts mit seinem Fahrrad unterwegs ist und Automaten knackt.
BISCHOFSHEIM. Zweimal innerhalb weniger Tage musste unsere Freiwillige Feuerwehr in Aktion treten. Am Schindberg war eine größere Wiesen- und Gestrüppfläche, die in hellen Flammen stand, zu löschen und zwei Tage später stand am dortigen Waldrand ein 15 Meter hoher Baum ebenfalls in Flammen. Hier hatten Kinder den hohlen Stamm mit Stroh gefüllt und angezündet. Die Feuerwehr fällte den brennenden Baum und entfernte ihn vom Waldrand und verhinderte wohl einen Großbrand.
GINSHEIM. Telefonisch wurde die Polizei unterrichtet, dass sich am Rhein, in Nähe der Brücke, ein Mann in unbekleidetem Zustand aufhalte und sich so den Leuten zeige. Die Beamten fuhren das Gelände ab, konnten jedoch niemanden ausfindig machen. Es wird vermutet, dass es sich um die gleiche Person handelte, die sich vor einigen Tagen völlig nackt mehreren Mädchen zu nähern versuchte.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Die Vorbereitungen für die Feier zum 1. Mai 1935 sind in vollem Gange. Unter dem Vorsitz von Ortsvorsteher Eitel wurde mit den Arbeitsgruppen die Festfolge vorbereitet: Um 6 Uhr Weckruf, um 11.10 Abmarsch des Festzuges, ab 16 Uhr Tanz in den Sälen von Fritz Schad und Jakob Bayer. Im Festzug marschieren alle Teilnehmer in ihrer Arbeitskleidung und in folgender Reihenfolge: Reichsbahn, Reichspost, Ortsverwaltung, Fahrradhandel, Uhrmacher, Goldschmiede, Gärtner, Landwirte, Friseure, Wäschereien, weibliche Angestellte, Ärzte, Dentisten, Apotheker, Lehrer, Architekten, Bankbeamte, Schreiner, Wagner, Papierwarenhändler, Drogisten, Farbenhändler, Opfer der Arbeit, Kriegsbeschädigte, Schlosser, Schmiede, Maurer, Erdarbeiter, Zimmerleute, Tüncher, Spengler, Schuhmacher, Sattler, Polsterer, Schneiderinnen, Bäcker, Metzger, Tabakhändler, Gastwirte, Milchhändler und Kohlenhändler. Die Festwagen verteilen sich unter die einzelnen Berufsgruppen.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 16 vom 22. April 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Mit dem bekannten Singspiel „Der Rattenfänger von Hameln“ stellt sich der Kinderchor des Gesangvereins Germania zum ersten Mal in einem eigenen Konzert allen Bürgerinnen und Mitbürgern, sowie allen, die Freude und Interesse an Musik und Schauspiel von Kindern haben, im Bürgerhaus vor. Unter der bewährten musikalischen Leitung von Horst-Dieter Weber und der schauspielerischen Leitung von Regina Vettkötter wollen die 45 Kinder ihre Fähigkeiten einem großen Publikum unter Beweis stellen.
BISCHOFSHEIM. Am 2. Mai 1985 wird die junge Bischofsheimerin Andrea Treiss im Klinker-Einkauszentrum ein Neuform-Reformhaus eröffnen. Es ist ein Fachgeschäft für gesunde und natürliche Lebensweise.
BISCHOFSHEIM. Rundum waren im Frankfurter Flughafen zufriedene Gesichter bei der Reisegruppe der Kreissparkasse Groß-Gerau, Hauptzweigstelle Bischofsheim, zu sehen. Wohlbehalten war man nach vier Tagen Berlin-Aufenthalt wieder angekommen. Es war die erste Reise dieser Art, die von einer Hauptzweigstelle der KSK in eigener Regie organisiert wurde. „Was für eine Stadt!“ war allenthalben zu hören. „Pulsierendes Leben rund um die Uhr. Kudamm, Tauentzienstraße, Breidenbachplatz, Café Kranzler, Gedächtniskirche, KaDeWe, Europacenter – Namen, die die ganze Welt kennt.“
GINSHEIM. Bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Tisch-Tennis-Clubs war aus den verschiedenen Berichten herauszuhören, dass die Jugendarbeit des Clubs verbessert werden müsse. Vorsitzender Wilhelm Reibold sagte, dass nun die 1. Mannschaft in die Landesliga absteigen müsse, weil die Lücken, die durch den Weggang guter Spieler entstanden seien, nicht aus der eigenen Jugend geschlossen werden könnten. Der Vorstand werde sich bemühen, einen geeigneten Trainer für die Jugend zu finden, damit guter TTCNachwuchs gesichert werden könne.
GINSHEIM-GUSTAVSBURG. Der neue Gemeindevorstand setzt sich wie folgt zusammen: Bürgermeister Gottlieb Brunner, Helene Neuhaus, Karl Köhler, Otto Wenke, Erika Kirmes, Erhard Merz und Rudi Meyer.
GUSTAVSBURG. Vom DRK-Kreisverband wurde Bruno Pfeifer für 40-jährige aktive Mitarbeit – davon 30 Jahre als 1. Vorsitzender der DRKOrtsvereinigung Gustavsburg – ausgezeichnet.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Unser altehrwürdiges Rathaus, Darmstädter Straße 2, gegenüber der evangelischen Kirche, hat ein „neues Kleid“ erhalten. Dieses traditionsreiche Gebäude diente der Gemeinde Bischofsheim 296 Jahre als Rathaus und 275 Jahre als Schule. 1962 wurde es vom Landwirt Ernst Reith käuflich von der Stadt Mainz erworben. Er ließ in den letzten Wochen das total verwahrloste Gebäude instandsetzen. (Historisches über das Alte Rathaus, das heute Heimatmuseum ist, ist unter der Rubrik „Was ältere Leute erzählen...“ zu lesen – die Redaktion.)
Vor 50 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM/GINSHEIM. Der Rehwildbestand hat sich durch die vorbildliche Hege der verantwortungsvollen Waidmänner im Bischofsheimer und Ginsheimer Feldrevier sehr gut entwickelt. Viele Menschen erfreuen sich bei Spaziergängen an diesen schönen Wildtieren. Man sollte jedoch unterlassen, zu nahe an die Rehe heranzukommen, da sie, erschreckt, die Landstraßen überqueren und dadurch den Autoverkehr beeinträchtigen.
BISCHOFSHEIM. Im Behandlungszimmer eines hiesigen Zahnarztes „landete“ gestern ein Wellensittich, der zwar sprechen konnte, aber nicht sagen konnte, wo er hingehört. Bei der Polizei stellte sich heraus, dass er dem Zigarrenhändler Ludwig Köller, am Schulplatz, entflogen war. Der „Köller-Lui“ holte ihn wieder erleichtert und frohgelaunt in den heimischen Käfig zurück.
GUSTAVSBURG. Es muss ein stattlicher Strauß gewesen sein, der nachts aus einem Tulpenbeet in der Schillerstraße geflückt wurde. Um die restlichen Tulpen nicht auch noch zu verlieren, schnitt sie die Hausfrau lieber alle für sich selbst ab. Dabei fand sie einen Zehnmarkschein im Blumenbeet. War es ein Spitzbube, der den Geldschein verlor oder ein Kavalier, der seine Gattin zu später Stunde mit einem Blumenstrauß überraschen wollte und den Diebstahl prompt bezahlte?
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Eine böse Überraschung erlebten einige Bischofsheimer, die eine Radtour zum Mönchbruch in den Bischemer Wald machten. Bei der Fahrt auf dem herrlichen Waldweg fuhr einer der Radler gegen ein Pfahl, es gab einen Sturz und der Fahrradrahmen brach auseinander. Man versteckte das demolierte Rad in den Büschen, um es später abzuholen – aber da war es verschwunden.
BISCHOFSHEIM. Einem fünfjährigen Mädchen aus der Rheinstraße flog ein Hahn ins Gesicht und pickte dem Kind in eines seiner Augen, das schwer verletzt wurde. Man fürchtet nun um die Sehkraft des Auges.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 15 vom 15. April 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Mit dem Einzug der GALB in das Gemeindeparlament, so Barbara Stöhr von den Grün-Alternativen, seien die Zeiten der „Schlafwagendemokratie“ in Bischofsheim, als alle die Hände für alles gehoben hätten, nun beendet. Stöhr: „Die GALB hat für die zweite Parlamentsitzung eine Palette von Anträgen und Anfragen vorbereitet, zu denen sich die etablierten Parteien verhalten müssen.“
GUSTAVSBURG. Am Dienstag meldete sich um 13.57 Uhr bei einer MAN-Telefonistin eine weibliche anonyme Stimme mit nur einem einzigen Satz: „In einer Stunde geht eine Bombe hoch“ und legte wieder auf. Dieser Satz hatte zur Folge, dass neben Polizeibeamten der Bischofsheimer Polizeistation auch Bereitschaftspolizei und Werkschutz zum Einsatz kamen. Das Firmengelände wurde abgesperrt; eine Bombe konnte bei der Durchsuchung glücklicherweise nicht gefunden werden.
BISCHOFSHEIM. Können Sie sich noch an das alte Bankgebäude an der Darmstädter Straße erinnern? Es sind erst 15 Monate her, seit dort die Bauarbeiten für die Neugestaltung der Bischofsheimer Volksbank begonnen haben. Nun hat die hiesige Bank alle Voraussetzungen für eine weiterhin positive Entwicklung geschaffen. Betrug die Bilanzsumme beim Bezug des alten Gebäudes vor 25 Jahren noch 7 Millionen DM, so kann die Bischofsheimer Volksbank 1985 im neuen Gebäude mit einem Bilanzvolumen von über 160 Millionen DM beginnen. Die über 27.000 Kundenkonten bilden eine gesunde Basis für die Zukunft. Die Zahlen des Jahresabschlusses 1984 zeigen mit einer Steigerung der Einlagen von 10% und des Kreditvolumens um 19% gegenüber dem Vorjahr eine erneut positive Entwicklung. Es bleibt der Bischofsheimer Voba nur noch zu wünschen, dass sich das auch in Zukunft fortsetzt. Die Glückwünsche der Bischofsheimer Bevölkerung begleiten gewiss die Bank auf ihrem weiteren Weg. „Tage der offenen Tür“ sind am 20. und am 21. April 1985.
GINSHEIM-GUSTAVSBURG. Der Kanuverein veranstaltet am 27. und 28. April 1985 auf dem Altrhein seine 12. Hafenschildregatta, zu der sich 20 Vereine aus der ganzen Bundesrepublik angemeldet haben. Sattel- und Zeltplatz sind wiederum im Bansen.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
MAINSPITZE. Mit der Bildung eines kommunalpolitischen Arbeitskreises Mainspitze kommt die Zusammenarbeit der Gemeinden Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg nun in ein neues Fahrwasser. Unter anderem wurde bei der konstituierenden Sitzung der Bau einer gemeinsamen Schwimmanlage besprochen. Fest steht jetzt schon, dass dieses gemeinsame Projekt am „Silbersee“, also auf Bischofsheimer Gemarkung, gebaut werden wird. Die Bauträgerschaft wird von der Gemeinde Bischofsheim übernommen und Ginsheim-Gustavsburg beteiligt sich an der Finanzierung. Strittig ist noch, ob es ein 25-Meter-Becken oder ein 50-Meter-Becken geben soll. Kreis und Land würden sich mit 60% an der Finanzierung des kleinen Beckens beteiligen, während die größere Variante nicht bezuschusst werde, so war von Werner Hund zu hören.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
MAINSPITZE. Nun sind die ersten Schwalben wieder da! Ganz programmmäßig – in der ersten Aprilhälfte – sind sie in diesem Jahr eingetroffen und haben in großer Zahl in den Ställen der Landwirte und an den Häusern ihre Nester wieder bezogen. Ihr fröhliches Gezwitscher kündet den Frühling an.
BISCHOFSHEIM. Nach einem zwölfwöchigen Lehrgang in Wetzlar wurde der hiesige Obergefreite Hans (Hennes) Fischer zum Unteroffizier befördert. Er war der erste Bischemer, der als Freiwilliger in die Bundeswehr eingetreten ist.
GUSTAVSBURG. Der enorme Beifall, den die beiden Aufführungen von Schillers „Wilhelm Tell“ gefunden haben, veranlasst die Gustavsburger Spielschar, eine dritte Aufführung anzusetzen. Nachdem sich weit über 1000 Besucherinnen und Besucher von der Qualität des Schauspiels überzeugen konnten, wird auch die dritte Aufführung noch zahlreiches Interesse finden.
GINSHEIM. Großen Krach verursachte ein junger Ginsemer, der nach Mitternacht mit seinem Motorrad durch unsere Ortsstraßen brauste. Am Motorrad fehlte der Auspuff, dasselbe war nicht zugelassen und der Fahrer fuhr ohne Führerschein. Angeblich wollte der junge Mann sein erst kürzlich gekauftes Motorrad nur mal kurz ausprobieren. Die Polizei machte dem nächtlichen Lärm ein Ende, zog das Motorrad ein und verpasste dem jungen Ginsemer eine Anzeige.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Auf polizeiliche Anordnung wurde gestern eine Gastwirtschaft in der Spelzengasse geschlossen, weil die dort beschäftigten Kellnerinnen mit Wissen der Inhaberin mit den Gästen intimen Verkehr pflegten.
MAINSPITZE. Baumblüte und Winterlandschaft vereinigten sich in dieser Woche. Wie in ganz Deutschland, so fiel auch in unserer Gegend reichlich Schnee, der jedoch nach wenigen Stunden schon in Matsch überging und wegtaute.
BISCHOFSHEIM. Ein auswärtiger Teppichhändler ließ beim Wegfahren aus einem hiesigen Bauerngehöft das Tor offen. Ein dort herumlaufendes Fohlen entwischte auf die Straße und verursachte größere Verkehrsbehinderungen. Schließlich wurde das total verschreckte Tier in der Schlichtergasse wieder eingefangen.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 14 vom 8. April 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. In diesem Jahr ist es ein Vierteljahrhundert her, seit das Schaustellerehepaar Werner und Helene Hofmann zu Festen in Bischofsheim mit ihrem Autoskooter kommen. Beim Frühlingsfest 1985 auf dem Friedrich-Ebert-Platz wurde dieses Jubiläum gefeiert, wobei der „schwergewichtige Werner un soi Lenche“ die Hände vieler, vieler Gratulanten drücken konnten.
BISCHOFSHEIM. Im Jahr seines 110-jährigen Bestehens macht der MGVLiederkranz mit „bewährter Mannschaft“ weiter. Gewählt und bestätigt wurden: 1. Vorsitzender Ernst Möller, 1. Schriftführer Willi Eckstein, 2. Schriftführer Philipp Hilt, 1. Kassierer Manfred Hütter, 2. Kassierer Günter Zimmermann, Notenwart Horst Weller; Beisitzer sind Detlev Gärtner, Wilhelm Raab und Rudolf Weber. Für den nicht mehr kandidierenden und geehrten Sängerpräsident Philipp Pfeifer wurde der seitherige 2. Vorsitzende Herbert Brenner zu dessen Nachfolger einstimmig gewählt. 2. Vorsitzender wurde Kurt Klostermann. Als weiterer Beisitzer hielt Erich Helbach Einzug in den Vorstand; als Sängerbeirat wurden Manfred Laun und Heinz Schlegel bestätigt. Die Kasse werden Jürgen Kraft und Bernd Sauer prüfen.
GINSHEIM. 5000 bunte Ostereier, die nicht reichten, hatten die Altrheinschützen für ihr Ostereierschießen, das vom Karfreitag bis Ostersonntag auf ihren Schießständen am Birkenwäldchen ausgetragen wurde, bestellt. Auch die zehn Schokoladen-Osterhasen – jeder ein Kilo schwer –, die es für drei Zehner auf einer Scheibe gab, fanden ihre Besitzer.
GUSTAVSBURG. Als ein Phänomen bezeichnete Bürgermeister Gottlieb Brunner bei einem Empfang in der Sporthalle der Gustav-Brunner-Schule den Turnbruder Rudi Grätzer, der am 30. März 1985 90 Jahre alt geworden war und noch immer Sport treibt. Er überbrachte u.a. Präsente und Glückwünsche von Landrat Willi Blodt und vom Hessischen Ministerpräsidenten Holger Börner. TV-Vorsitzender Walter Schmidt würdigte die großen Verdienste Grätzers um den Verein.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
GINSHEIM. Ein hiesiger Landwirt hat einen an der Weisenauer Brücke beschäftigten Suchtrupp gebeten, seinen Acker, der sich an einer Stelle senkte, zu untersuchen. Man vermutete dort einen Motor eines abgestürzten amerikanischen Bombenflugzeugs. Dabei stieß man in drei Metern Tiefe, statt auf einen Motor, auf eine scharfe 5-Zentner-Bombe. Unter Beachtung der notwendigen Vorsichtsmaßnahmen wurde die Bombe von einem Wiesbadener Sprengkommando entschärft und abtransportiert.
BISCHOFSHEIM. Im Gartengelände des gemeindeeigenen Hauses am Schulplatz ist zur Zeit eine Veränderung im Gange. Mit Genehmigung der Gemeinde wird dort Sattlermeister Hans Bingel einen Verkaufsladen mit zwei Schaufenstern errichten. Diese Maßnahme wird zur Verschönerung des Schulplatzes mit Blick in die Untergasse beitragen und eine wesentliche Bereicherung darstellen.
BAUSCHHEIM. Ein Ginsheimer, der sich auf dem Weg zu seiner Arbeitsstätte in Rüsselsheim befand, entdeckte im Bauschemer Wäldchen einen Pkw, dessen Motor lief und an dem ein Schlauch vom Auspuff in das Wageninnere angebracht war. Die sofort verständigte Polizei fand im Auto einen 21-jährigen jungen Mann aus Freiburg bewusstlos vor. Er wurde unverzüglich ins Rüsselsheimer Krankenhaus gebracht. Dort konnte man jedoch nur noch seinen Tod feststellen.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Im alten Friedhof an der Taunusstraße (heute: Kindergarten – die Redaktion) schreiten die Arbeiten zur Umwandlung der alten Grabstätten in eine Parkanlage zügig voran. Die Stadtverwaltung gibt sich dort große Mühe, für Bischofsheim eine schöne Erholungsstätte zu schaffen. Täglich rollen Lastwagen, voll mit Ziersträuchern, an. Auch der Eingangsbereich erfährt eine gänzliche Umgestaltung.
RÜSSELSHEIM. In enger Fühlungnahme mit den maßgebenden Kreisen der Reichsregierung haben sich der Aufsichtsrat und der Vorstand der Adam Opel AG entschlossen, in Brandenburg eine Fabrik zu errichten. Dorthin soll in der Hauptsache der Lastwagenbau verlegt werden. Die Baulichkeiten sollen bis 1. Oktober 1935 fertiggestellt sein.
BISCHOFSHEIM. In unserem Stadtteil fand auch in diesem Jahr eine Ostereier-Sammlung statt, damit Kindern von bedürftigen Eltern eine Freude bereitet werden konnte.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 13 vom 1. April 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde der beliebte Mediziner Dr. med. Wilhelm Wahl zur letzten Ruhe gebettet. Er verstarb am 24. März 1985 im Alter von 72 Jahren.
BISCHOFSHEIM. Mit einem Rückblick auf das ?hervorragende Wahlergebnis? eröffnete Fraktionsvorsitzender Hans Fritz Gerlach die erste Sitzung der SPD-Fraktion. Trotz eines ?zeitweise unfair geführten Wahkampfes seitens der GALB? sei es der SPD gelungen, ihren Stimmenanteil zu halten und wieder mit 23 Mitgliedern in die 37 Plätze umfassende Gemeindevertretung einzuziehen. Gerlach kandidierte nicht mehr für den Fraktionsvorsitz, da ihn seine Partei als Nachfolger von Rudolf Heizenröder für den Gemeindevorstand nominiert hatte. Einstimmig wurde Wolfgang Schütz zu seinem Nachfolger gewählt. Ihm zur Seite stehen als Stellvertreter: Hugo Berg, Georg Kunajew und Ursula Powilat.
GINSHEIM-GUSTAVSBURG. Es mögen nahezu 400 Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder gewesen sein, die in unserer Gemeinde gemeinsam ans Werk gingen, um am Samstag den Unrat, der sich während der Wintermonate in Flur und Gemarkung angesammelt hatte, aufzusammeln. Der große ?Osterputz? hat sich gelohnt! Tonnenweise wurden Bäume, Äste, alte Fässer, Flaschen, Dosen, Autoreifen und sonstiges Gerümpel aufgelesen und mit Lastwagen der Gemeinde, die zum Teil von Abteilungsleitern der MAN und der Baugenossenschaft Mainspitze gefahren wurden, weggebracht. Es halfen Mitglieder fast aller Ortsvereine, der Jugendfeuerwehren, Pfadfinder und sehr viele Schülerinnen und Schüler der IGS mit Eltern und Lehrern. Mitglieder von SPD und CDU waren bei den einzelnen Gruppen zu finden und auch das Bündnis Aktiver Bürger (BAB) war mit einer eigenen Gruppe vertreten.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Einen ganz beachtlichen Erfolg konnte Züchter Volkmar Schmidberger auf der Internationalen Rassehunde-Ausstellung in Luxemburg verbuchen. Mit seinem Collie Ticolour Rüden ?Gargantua von der Kilb? errang er bei schärfster internationaler Konkurrenz den Titel ?Jugendsieger Luxemburg 1970?.
BISCHOFSHEIM. Auf recht ungewöhnliche Weise begeht unser Mitbürger Friseurmeister Bernd Engert sein zehnjähriges Berufsjubiläum. Als wohl einziger europäischer Friseur ist der 25-Jährige aktiv am Geschehen der kürzlich eröffneten Weltausstellung in Japan beteiligt und demonstriert internationale Friseurmode im ?Hair-Shop? des Beautillon, des für über drei Millionen DM errichteten Pavillons der Takara Co. LTD (Vertretung der Wella International).
BISCHOFSHEIM. Traditionsgemäß haben in dieser Woche die Schausteller auf dem Friedrich-Ebert-Platz mit dem Aufbau ihrer Attraktionen begonnen. Außer einem Auto-Skooter, einer Schiffschaukel, einem Verlosungs-, Imbiss- und Schießstand präsentiert unser Mitbürger Karl-Heinz Schneider erstmals ein neues Kinder-Sportkarussell. Erstmals wird auch Hofmanns ?Mini-Clipper? in unserer Gemeinde in Betrieb sein. Bereits ab Ostersamstag 1970 wird das Frühlingsfest eröffnet, so dass ?Klein?-Bischofsheim an drei Tagen und am Weißen Sonntag auf seine Kosten kommen wird.
GINSHEIM-GUSTAVSBURG. Bei den stattgefundenen Generalversammlungen der Sportund Kulturgemeinde Ginsheim und des Sport- und Kulturbundes Gustavsburg wurden die beiden Vorsitzenden jeweils wiedergewählt: Klaus Böhm (SKG) und Erich Eckert (SKB).
Vor 50 Jahren war zu lesen:
GINSHEIM. Die ?Ufa? dreht zur Zeit in Mainz Szenen für den Film ?Die Fastnachtsbeichte? nach dem Roman von Carl Zuckmayer. Um eine möglichst reale Landschaftsschilderung zu bekommen, hat sich der Regisseur entschlossen, einige Szenen am Ginsheimer Altrhein zu drehen, wobei auch die Ginsemer Bootcher mit einbezogen werden.
BISCHOFSHEIM. Bedingt durch das sehr warme Wetter am letzten Märzwochenende sind uns bereits der erste Spargel auf den Redaktionstisch unserer Zeitung gelegt worden. Es ist zwar noch sehr früh für dieses köstliche Gemüse, das auf dem Markt noch nicht erhältlich ist, doch lange wird es nicht mehr dauern und die Feinschmecker werden ihre Wünsche: ?Bitte, Spargel mit Schinken!? wieder äußern können.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Mit Windeseile ging gestern die Parole durch Bischofsheim, dass Adolf Hitler durch unseren Stadtteil kommen wird. Im Nu hatten die Mainzer Straße und die Neue Mainzer Straße Flaggenschmuck angelegt und in den beiden Straßen standen die Menschenmassen Kopf an Kopf gedrängt, um auf sein Kommen zu warten. Eine Stunde später kam die Kunde, dass der Führer am Schönauer Hof nach Rüsselsheim abgebogen sei und seinen Weg über die Opelbrücke über den Main genommen habe.
BISCHOFSHEIM. Im Saalbau Fritz Schad fand ein Bunter Abend des Militärvereins statt. Eine überraschende Abwechslung war es, als das 68-jährige Vereinsmitglied Christian Haas in voller Korporalsuniform seines alten Regiments, den ?17ern?, auf der Bühne erschien und auch noch einige Soldatenlieder zu Gehör brachte. ? Am gleichen Tag fand im ?Rieweloch? (Saalbau Bayer) eine Tanzveranstaltung statt.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 12 vom 25. März 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Mit einer erfreulichen Mitteilung eröffnete Vorsitzender Udo Finkenauer die Jahreshauptversammlung der Siedlergemeinschaft: die Zahl der Mitglieder stieg von 72 auf 93, so dass man optimistisch ist, in den nächsten Monaten das 100. Mitglied begrüßen zu können.
BISCHOFSHEIM. Zwei bekannte hiesige Geschäftsleute sind am 20. bzw. 21. März 1985 gestorben: Katharina Feldmann geb. Bersch (85), die früher das Papier-und Schreibwarengeschäft im Hause Schillerstraße 19 betrieb, und Ludwig Schad (67 Jahre alt), der das ehemalige Milch- und Lebensmittelgeschäft (heute: Olympia Katroula, früher Schreibwaren-Stellmann) mit seiner Gattin Christina jahrzehntelang führte. Der älteren Generation war er unter dem Namen ?Milch-Schad? ein Begriff., sein Bruder ist der ?Wasser-Schad?.
GUSTAVSBURG. Die ?neue Armut? sei bereits bittere Wahrheit geworden, betonte 1. Vorsitzender Otto Lommel bei der Jahreshauptversammlung des VdK. Die Sparmaßnahmen der Bundesregierung träfen insbesondere die Rentner und Kriegshinterbliebenen. Vergleiche man die Teuerungsraten mit den Renteneröhungen, so zeige sich eine immer größer werdende Kluft. Niemand könne heute mehr sagen, dass es den Rentnern gut gehe, denn bei einer Rente von 800 DM und hohen Mieten sei es schon mehr als ein Rechenexempel, um überhaupt über die Runden zu kommen. Diesen Argumenten habe sich bei der Protestveranstaltung des VdK auch Arbeitsminister Norbert Blüm nicht verschließen können.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Durch ihre großen sportlichen Leistungen haben die Ringer des Athletenclubs 06 in letzter Zeit von sich reden gemacht. Als Mitpächter des Bischofsheimer Saalbaues, Ecke Taunusstraße/Bahnhofstraße, veranstaltet der AC 06 am Sonntag einen Tanztee und geht damit einen neuen Weg in der Vereinsgeschichte. Das bekannte Schauorchester ?Freddi Zwerenz? wird zum Tanz und zur Unterhaltung aufspielen.
GUSTAVSBURG. In der Rudolf-Diesel-Straße ist jetzt mit dem Bau eines neuen Bankgebäudes der Genossenschaftsbank begonnen worden. Auch die Bundespost wird in dem neuen Gebäude Räumlichkeiten beziehen, während dem örtlichen Wohnungsmarkt sechs Wohneinheiten zugute kommen. Der Neubau (gegenüber der heutigen Volksbank - die Redaktion) wird mit vier Stockwerken das erste Hochhaus Gustavsburgs sein.
GINSHEIM. Beachtlichen Schaden richtete das Pferdegespann eines hiesigen Einwohners an, das von seinem Standort am Altrhein plötzlich Richtung Rheinstraße losraste. Dabei riss das Gefährt Torpfosten um und beschädigte Bäume. Die wilde Jagdging Richtung Turnhalle weiter, wo ein gerade fertig behandeltes Auto wieder zur Reparatur musste. Gestoppt wurden die Pferde erst durch ein Fahrrad, über das eines der Pferde stolperte und zu Fall kam. Glücklicherweise kamen keine Personen zu Schaden.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. In einer Versammlung im Gasthaus Kröcker machte Ortsvorsteher Eitel vor Vereinsvertretern den Vorschlag, für Bischofsheim eine Großlautsprecheranlage zu erwerben, was von allen Seiten begrüßt wurde. Mehrere Vereinsvorsitzende, die über Vollmachten verfügten, zeichneten gleich 50 Mark. Alle hoffen, dass zur großen Kundgebung am 1. Mai die Anlage in Betrieb genommen werden kann.
BERLIN. Der 16. März 1935 wird als Markstein in die Geschichte des deutschen Volkes eingehen. Die allgemeine Wehrpflicht wurde eingeführt und mit dem Aufbau der Wehrmacht soll begonnen werden.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 11 vom 18. März 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
MAINSPITZE. Bei der Kommunalwahl am 10. März 1985 wurde in den Mainspitzgemeinden wie folgt gewählt: B i s c h o f s h e i m (Wahlbeteiligung: 77,6%): SPD: 60,3%, CDU: 27,9%, FDP: 4,0%, GALB: 7,8%. Die 37 Sitze im Gemeindeparlament gliedern sich wie folgt auf: SPD: 23, CDU: 11, FDP: 0, GALB: 3 ? G i n s h e i m - G u s t a v s b u r g (Wahlbeteiligung: 74,9%): SPD: 53,9%, CDU: 37,3%, BAB: 1,8%, GLGG: 7,1%. Damit erhalten von 37 Sitzen im Gemeindeparlament die SPD 20, die CDU 14 und die GLGG 3 Sitze.
BISCHOFSHEIM. 81-jährig ist am 9. März 1985 unsere Mitbürgerin Marie Engert geb. Heil gestorben. Sie war in unserer Gemeinde insbesondere durch ihre Mitarbeit im Familienbetrieb (Schreinerei und Bestattungs-Institut Engert-Gutwin) allgemein bekannt gewesen.
GINSHEIM-GUSTAVSBURG. Im Rahmen einer Feierstunde wird Landrat Willi Blodt an folgende Mitbürgerinnen und Mitbürger Ehrenbriefe des Landes Hessen in Groß-Gerau überreichen: Käthe Bender, Wilfried Borck, Maria Dix, Irmgard Fischer, Rudolf Guthmann, Fritz Hübner, Erhard Merz, Valentin Müller, Fritz Rauch und Franz Schwarz.
BISCHOFSHEIM. Die evangelische Jugend unserer Gemeinde startet ab 16. Juli bis 1. August 1985 zum Camping nach Korsika. Die Kosten betragen 448,00 DM. Hierin enthalten sind: Busfahrt, Fähre, Zelte, Zeltplatz, Kücheneinrichtung und Versicherung.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Bei der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr konnte Kommandant Karl Groß nach der eigentlichen Tagesordnung Jakob Schmoll für 50-jährige und Heinrich Gerbig für 40-jährige Mitgliedschaft ehren. Im Anschluss daran wurden Karl Gerbig und Kassierer Wilhelm Astheimer zum Brandmeister bzw. Gruppenführer ernannt. Der 65-jährige Josef Schmidt schied aus dem aktiven Dienst aus und wurde Ehrengruppenführer. Oberfeuerwehrmänner sind nun Hermann Mielsch, Hans Schmelz, Rainer und Günter Wolf, Helmut Schneider, Rolf Bauer, Rüdiger Groß, Ottokar und Bernd Laun. Der stellvertretende Kommandant Adam Schneider hielt ein vielbeachtetes Referat über die Geschichte der Wehr.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Im Capitol-Filmtheater (heute: Bistro Royal ? die Redaktion) läuft der Film ?Die letzten Tage von Pompeji? ? ein großartiger Streifen in den herrlichsten Farben aus der Zeit der Christenverfolgung. In der Spätvorstellung wird der Film, der durch seine ungeschminkte Wahrheit bewegt und fasziniert, gezeigt: ? ? und draußen lauert die Sünde?. ? Die Adler-Lichtspiele (heute: Schlecker ? die Redaktion) haben den Film ?Die Gans von Sedan ? auf ihrem Spielplan. Es ist ein ganz und gar friedliches Lustspiel um zwei feindliche Soldaten, ein süßes Mädchen und eine fette Gans. Es ist eine Attacke wider den tierischen Ernst, voll Witz und Charme und sprühenden Einfällen ?ein Film, bei dem kein Auge trocken bleibt!
BISCHOFSHEIM. Ab 19. März bis 10. April 1960 werden in unserer Gemarkung von den Jägern zur Bekämpfung von Krähen und Elstern vergiftete Eier ausgelegt. Alle Eltern werden aufmerksam gemacht, ihre Kinder darauf hinzuweisen, diese Eier weder zu berühren noch mitzunehmen.
GUSTAVSBURG. Am 18. März 1960 kann das hiesige bekannte Feinkostgeschäft und die Drogerie Willi Schott auf ein 25-jähriges Bestehen zurückblicken. Immer bereit im Dienst der Hausfrau und stets bestrebt, die Kundschaft auf das Beste zu bedienen, hat diese Devise gute Früchte getragen und zur stetigen Aufwärtsentwicklung beigetragen. Übrigens: Das Inhaber-Ehepaar Willi Schott und Gattin Gertrude geb. Gimbel konnte am 9. März 1960 silberne Hochzeit feiern!
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Eine 15-jährige Bischofsheimerin, die in Vilbel in einem evangelischen Mädchenheim untergebracht war, unternahm dort einen Fluchtversuch. Sie sprang vom zweiten Stock aus einem Fenster in den Garten und fiel auf ein mit Flaschen eingefasstes Beet. In schwerverletztem Zustand wurde sie später in einem Chaussseegraben in der Nähe der Anstalt aufgefunden.
MAINZ. An der Kappenfahrt in Mainz nahm auch ein Bischofsheimer Autofahrer teil. Sein am Wagen angebrachtes großes Schild mit der Aufschrift: ?Heit ist Vattertag ? hoffentlich kommt die Alt net nach!? wurde vielbelacht.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 10 vom 11. März 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Beim traditionellen SPDFrühschoppen in der Turnhalle des TV 1883 waren über 100 hiesige Bürger gekommen, die Gemeindevertretervorsteher Willi Nutz, der für den erkrankten Bürgermeister Hans Dorr eingesprungen war, begrüßte. Er ging unter anderem auf die Schuldentilgung der Gemeinde ein. Obwohl in den letzten vier Jahren Investitionen für mehr als 6,5 Millionen DM getilgt worden seien, hätten keine neuen Kredite aufgenommen werden müssen. Im Gegenteil: die Verbindlichkeiten der Gemeinde Bischofsheim seien um 5 Millionen DM abgebaut worden ? und dies vor dem Hintergrund gleichbleibender Steuern und Gebühren.
GUSTAVSBURG. Der SPD-Ortsverein hatte zu einem Frühschoppen ins Bürgerhaus eingeladen. Das Interesse der Bürger war sehr gering, so dass nur SPD-Mitglieder und drei Vertreter des CDU-Gemeindeverbandes (Rudolf Guthmann, Dr. Günther Karch und Alfred Neuhaus) diskutierten. Weil sich die ?Grünen? und Vertreter des ?Bündnisses Aktiver Bürger? (BAB) nicht einfanden, sagte SPD-Vereinsvorsitzender Dieter Freund: ?Was bringen die Grünen?? und bezeichnete sie als ortsfremd und in ihren Vorstellungen unklar. Bei der BAB seien meist ehemalige Mitglieder der DKP, die sich nun als ?MAN-Partei? aufspielten und die Lage der Arbeitsplätze bei der MAN zum Wahlaufhänger gemacht hätten.
BISCHOFSHEIM. Groß war der Andrang in der Turnhalle des TV 1883, als Turnerchef und Erster Beigeordneter Jakob Mayer seinen 65. Geburtstag feierte.
MAINSPITZE/RÜSSELSHEIM/RAUNHEIM. Wie die Zentrale Ermittlungsgruppe mitteilt, sind 1984 bei den beiden Polizeidienststellen in Bischofsheim und Rüsselsheim 1159 Fahrräder und 190 motorisierte Fahrräder gemeldet worden, die in Bischofsheim, Ginsheim-Gustavsburg, Rüsselsheim und Raunheim gestohlen wurden. Bei den Fahrrädern konnten dabei 241 Diebstähle aufgeklärt werden, während die Aufklärungsquote bei den motorisieten Zweirädern bei 32 lag.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
GINSHEIM-GUSTAVSBURG. Im Rahmen eines Festaktes wurde am 27. Februar 1970 Gottlieb Brunner als neuer Bürgermeister der Doppelgemeinde in sein Amt eingeführt. Damit verbunden war die Verabschiedung seines Vorgängers und Vaters, Gustav Brunner, dem Dank und Anerkennung in reichem Maß zuteil wurden.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Bekanntlich ist der Verkauf von Frischmilch und Sahne an den Sonntagvormittagen gestattet. Es werden jedoch bei der Polizei laufend Übergriffe gemeldet, dass dabei auch Lebensmittel verkauft werden. Verboten ist auch das Verkaufen von Fleisch und Wurst über die Straße in Metzgereien und Gaststätten. Die Polizeibeamten sind angewiesen, über die Einhaltung der Vorschriften zu wachen.
BISCHOFSHEIM. Ein Kraftfahrer aus Kusel hat seinen gesamten Wochenlohn von 132 DM auf der Straße verloren. Er bangte schwer um seinen Verlust und glaubte nicht mehr an ein ?Wiedersehen? des Geldes. Doch ein Gang zur Polizei belehrte ihn eines Besseren ? er erfuhr nämlich, dass ein hiesiger Einwohner das Geld vollständig abgegeben hatte.
GINSHEIM. Die Sportangler verzichteten auf eine Neuanpachtung der fiskalischen (steuerpflichtigen) Gewässer auf zwölf Jahre. Als Begründung wurde angegeben, dass bei den stark verunreinigten und verseuchten Gewässern von Rhein und Altrhein ja doch kein nennenswerter Fischbestand mehr vorhanden ist.
GUSTAVSBURG. Bei einem Fußballspiel der B-Jugend ereignete sich ein tragischer Zwischenfall. Der 14-jährige Peter C. brach plötzlich zusammen ? ohne Ball- und Gegnerberührung. Trotz sofortigen Transportes ins Krankenhaus und Behandlung verstarb der Junge an Lähmungen des Atemzentrums.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
MAINSPITZE. Obwohl wir auf Mitte März zueilen, hat noch einmal eisige Kälte eingesetzt. In der Nacht zum 10. März 1935 sank das Thermometer auf -11 Grad.
BISCHOFSHEIM. Der Fechtverein ?Waisenschutz ? hält am kommenden Sonntag in der ?Alten Schmiede? seine Generalversammlung ab. RÜSSELSHEIM. Beim Einfahren von neuen Autos wurde auf der Opelbahn in der Nähe des Schönauer Hofes ein 40-jähriger Arbeiter von einem anderen Wagen derart angerammt, dass er mit schwersten Schädelverletzungen ins Krankenhaus kam und dort nach kurzer Zeit starb.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 9 vom 3. März 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Am 11. März 1985 kann unsere allseits bekannte Mitbürgerin Clara Engert nicht nur ihren 65. Geburtstag feiern, sondern auch auf ein 50-jähriges Berufsjubiläum zurückblicken. Was ehemals mit zwei Bedienungsplätzen im Wohnzimmer angefangen wurde, ist jetzt ein stattliches Unternehmen in der Friseurbranche mit über 20 Mitarbeitern, 27 Bedienungsplätzen, Parfümerieabteilung, Kosmetik-und Sonnenstudio. Hierauf kann Clara Engert berechtigt stolz sein, denn sie hat fürwahr ?ihr Scherflein? dazu beigetragen, dass die mit ihrem Gatten Ludwig Engert gegründete und von Sohn Bernd und Schwiegertochter Uschi weitergeführte Firma zu einem Haus mit Großstadtatmosphäre wurde.
BISCHOFSHEIM. Auf je 20 Jahre Ortspolitik können Erika Weiler, Rudolf Heizenröder, Heinz Götz und Alfred Schöniger zurückblicken. In einer Feierstunde werden sie am 5. März 1985 mit den Titeln ?Ehrengemeindevertreterin? und ?Ehrenbeigeordneter? ausgezeichnet werden.
GINSHEIM-GUSTAVSBURG. Am 4. März 1985 wird Bürgermeister Gottlieb Brunner nach einer schwierigen Operation seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen. In der Regel wird er vormittags im Rathaus Gustavsburg und nachmittags im Ginsheimer Rathaus zu sprechen sein.
GUSTAVSBURG. Der politische Frühschoppen der Gustavsburger SPD in der Bürgerhaus-Gaststätte acht Tage vor der Kommunalwahl entwickelte sich zu einem interfraktionellen Stammtisch. Außer Alfred Neuhaus, Dr. Günther Karch und Rudolf Guthmann von der CDU waren es nur Genossinnen und Genossen der SPD, die sich nochmals die Meinungen austauschten.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Einstimmig wurde in der SPD-Jahreshauptversammlung u.a. ein JUSOAntrag, der eine Umwandlung eines Beschlusses der letzten Generalversammlung betraf, angenommen. Damals hatte Helmut Jährling den dann gebilligten Antrag eingebracht, die Anrede ?Parteigenosse? zu unterlassen und, statt des persönlichen ?Du?, das im bürgerlichen Leben übliche ?Sie? zu gebrauchen. Kurt Stotz stellte dementgegen fest, dass die Anrede mit ?Parteigenosse den persönlichen Kontakt der Mitglieder unterstreiche und dadurch auch nach außen hin das Gemeinsame demonstriert werde. Stotz räumte ein, dass der Vorsitzende bei öffentlichen Veranstaltungen ?mit entsprechendem Fingerspitzengefühl? selbst die jeweilige Anrede wählen sollte.
BISCHOFSHEIM. Am 10. März 1970 werden letztmalig Fleisch- und Wurstwaren über die Theke der alteingesessenen Metzgerei Kröcker, Schulstraße 11, verkauft werden. Metzgermeister Hans-Jörg Kröcker und seine Gattin Heide haben sich dazu entschlossen, nur noch die Gaststätte, die sehr wahrscheinlich erweitert wird, und die Kegelbahn zu betreiben. Außerdem wurde dieser Tage mit den Abbrucharbeiten begonnen, damit baldigst der Neubau einer zweiten Kegelbahn im Hof erstellt werden kann.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
GINSHEIM. Ein bisher unbekannter Spitzbube hat eine besondere Vorliebe für Damenunterwäsche. Es wurden bereits mehrere solcher Wäschediebstähle gemeldet, und jedesmal waren es die ?kleinen Intimitäten?, auf die es der ?Liebhaber? abgesehen hat. Alle anderen Wäschestücke blieben hängen. Die Polizei warnt vor weiteren derartigen Diebstählen.
BISCHOFSHEIM. Zwölfmal riefen die Glocken der Christ-Königs-Kirche die hiesigen Katholiken zum Großen Gebet. Nach der neuesten bischöflichen Verordnung ist der Christ-Königs-Pfarrei der 1. März als Tag des Großen Gebetes zugeteilt worden. Von einer Pfarrei zur anderen stellt das Große Gebet eine Anbetung dar, die in der Diözese Mainz ohne Unterbrechung das ganze Jahr über gehalten wird.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
MAINSPITZE. Durch Schneefall und eingetretenes Frostwetter hat unsere Gegend wieder ihr winterliches Kleid angezogen. Die SAAR ist heimgekehrt! Unbeschreiblicher Jubel im Saarland und im ganzen Reich! Die deutschen Fahnen wehen ? ganz Deutschland feiert.
BISCHOFSHEIM Einen bösen Scherz haben sich Jugendliche am Wochenende erlaubt. In der Bahnhofstraße haben sie eine Anzahl Fensterläden ausgehängt und diese quer über die Fahrbahn gelegt. Auch die Lattenwand neben der ?Krone? (Gastwirtschaft Wiesenecker) wurde ausgehängt und umgeworfen. Was soll dieser Unfug?
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 8 vom 24. Februar 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
MAINSPITZE. Die Integrierte Gesamtschule Mainspitze nimmt zum Thema ?Freie Schulwahl ? wie folgt Stellung: Seit einiger Zeit hat sich überall in Hessen die Bürgeraktion ?Freie Schulwahl? gebildet. Dabei wird behauptet, dass durch das Förderstufenabschlussgesetz den Eltern die Möglichkeit genommen wird, ihre Kinder in ein anderes Bundesland zu schicken. Diese Behauptung wird auch von der Bürgeraktion ?Freie Schulwahl? für Ginsheim, Gustavsburg und Bischofsheim aufgestellt. Dies stimmt in dieser Form nicht, da das Förderstufenabschlussgesetz zwar Schulbezirke vorsieht, aber mit Hilfe von Gestattungsanträgen der Besuch Mainzer Schulen auch weiterhin möglich sein wird. Diese Gestattungsanträge müssen auf jeden Fall genehmigt werden. ?Es wird also niemand gezwungen, gegen seinen Willen in Ginsheim-Gustavsburg und Bischofsheim die Förderstufe zu besuchen?, heißt es abschließend in der Pressemitteilung der IGS Mainspitze.
BISCHOFSHEIM. Die ?Grauen? - nein, eine neue Fastnachtsgesellschaft ist das nicht. Gemeint sind vielmehr die ?Grauen Panther?, Mitglieder des ?Seniorenschutzbundes Graue Panther e.V.?, die auf Einladung der Grün-Alternativen Liste am 4. März 1985 im Kulturzentrum IKLU in der Taunusstraße 22 über sich und ihre Erfahrungen berichten wollen. Eingeladen hierzu sind alle Bischofsheimer/innen, vor allem jedoch alle über 60 Jahre.
DAS SCHNEEGLÖCKCHEN
Schneeglöckchen hebt das Haupt empor,
vom Winterschlaf erwacht,
sieht sich voll Neugier um und spricht:
?Wer hätte das gedacht??
Die Sonne scheint schon hell und warm
am blauen Himmelszelt.
Ich glaube, dass der Frühling naht -
in Wald und Feld.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Rhein und Main sind, wie schon so oft, wieder über ihre Ufer getreten. Bei uns in Bischofsheim stieg der Main so hoch, dass das Wasser am 25. Februar 1970 den Sommerdamm überspühlte. Inzwischen hat sich die gesamte Fläche zwischen Sommer- und Winterdamm in einen riesigen See verwandelt und mehrere Gartenhäuschen wurden vom Wasser umgedrückt. Beauftragte der Feuerwehr stellen die sogenannte Wasserwacht.
BISCHOFSHEIM. Ab 27. Februar 1970 hat die Familie Da Ros ihren Eissalon ?Venezia? in der Schulstraße wieder geöffnet. Trotz der kühlen Witterung werden die hiesigen ?Eis-Schlemmer? hierüber hocherfreut sein!
Vor 50 Jahren war zu lesen:
MAINSPITZE. Der auf der Gustavsburger Mainseite befindliche Floßhafen wird in einigen Wochen verschwunden sein. Er wird aufgefüllt, und dann wird eine Stelle am Untermain der Vergangenheit angehören, die bis vor kurzem noch der Liegeplatz der Flößer aus Franken war, die mit riesigen Holzflößen auf ihrer Fahrt zum Niederrhein dort Halt machten. Sehr oft fanden sich dann abends Besucher aus den Mainspitzgemeinden auf den Flößen ein. Die Flößer sangen ihre Lieder und die Flaschen mit ?Scharfgebranntem ? machten die Runde. Von heiteren und ernsten Erlebnissen erzählten die Männer - von allen Dingen, die sie bei ihren Fahrten main- und rheinaufwärts erlebten. - Ein Stück Romantik wird mit dem Verschwinden des Floßhafens verloren gehen!
GINSHEIM. In der Generalversammlung des Angelsportvereins vertrat man die Auffassung, dass durch die Frischwasserzufuhr aus dem Rhein der Fischbestand im Altrhein wieder besser wird und damit wieder Voraussetzungen für den hiesigen Angelsport gegeben sind.
BISCHOFSHEIM. Am Haus der Gastwirtschaft Brehm, Ecke Rheinstraße/Mainstraße (heute: ?Ulli?s Pub? - die Redaktion), wurde der Zigarettenautomat gewaltsam mit einem Stemmeisen aufgebrochen und ausgeraubt. Genau vor einem Jahr geschah diese verwerfliche Tat schon einmal.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Nachdem mit den Innenarbeiten in der evangelischen Kirche begonnen wurde, findet ab Sonntag der Gottesdienst einige Wochen im Saalbau Wiesenecker (heute: Kanzlei Schütz, Liebscher, Groß - die Redaktion) statt.
BISCHOFSHEIM. Bei der letzten Holzversteigerung konnten folgende Preise pro Raummeter erzielt werden: Kieferknüppel 4 Mark, Kieferscheitholz 5 Mark, Eichenscheite 7 Mark und Buchenknüppel 6,50 Mark.
BISCHOFSHEIM. Auf den Mainwiesen wurden dieser Tage schon zurückgekehrte Störche gesichtet, die nach Nahrung suchten.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 7 vom 18. Februar 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Georg Zwilling, langjähriger Vorsitzender und Leiter der Bischofsheimer Volksbank, vollendete am 12. Februar 1985 sein 65. Lebensjahr. 1958 war er mit der Geschäftsleitung der hiesigen Volksbank beauftragt worden. Er hat als ehemaliger Verbandsprüfer in den über 25 Jahren seiner Tätigkeit die VOBAnicht nur aus den Schwierigkeiten, in der sie sich bei Beginn seiner Tätigkeit befand, herausgeführt, sondern die Bischofsheimer Volksbank zum führenden Institut in Bischofsheim und zu der drittgrößten Kreditgenossenschaft im Kreis Groß-Gerau und damit zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor emporgebracht. Bankdirekor i.R. Georg Zwilling hat für seine großen Verdienste bereits alle vom Genossenschaftswesen zu vergebenden Ehrungen erhalten.
MAINSPITZE. Zum zweiten Mal in diesem Jahr herrscht von Skandinavien bis Italien grimmige Kälte. In der Nacht zum 12. Februar 1985 wurde in Hessen bis zu 25 Grad unter null gemessen. Bei Schnee- und Eisglätte war nicht nur der morgendliche Berufsverkehr auf den Straßen gefährdet, auch bei der Bundesbahn sorgten die arktischen Temperaturen, insbesondere im Fernverkehr, für Verspätungen. Selbst der Flugverkehr war sehr stark beeinträchtigt. Bei anhaltendem Frost, der sich nun allerdings etwas abschwächen soll, werden wohl Straßen und Fluren weiterhin schneebedeckt bleiben, zumal weiterer Schneefall nicht ausgeschlossen wird. Die Kinder in unserer sonst so schneearmen Gegend werden sich darüber freuen, während die Autofahrer wohl weitere Beeinträchtigungen hinnehmen müssen - des einen Freud, des anderen Leid!
GINSHEIM-GUSTAVSBURG. Die Politik vom ?Bündnis Aktiver Bürger? wird bestimmt von der Meinung, dass auch in der hiesigen Doppelgemeinde ein Gegengewicht zur Politik der im Gemeindeparlament vertretenen Parteien geschaffen werden muss. Die Kandidatinnen und Kandidaten des BAB sind Lothar Mönch (Werkzeugmacher bei MAN), Karl-Heinz Waltinger (Steuerfachgehilfe), Wolfgang Almeroth (Dreher bei MAN), Elfi Volz (Angestellte), Renate Karches (Postangestellte), Jutta Wernersbach (Studentin) und Hans Buchert (Kranfahrer bei MAN).
Vor 40 Jahren war zu lesen:
MAINSPITZE. Von Fastnachtsamstag bis Rosenmontag wurden in Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg elf Verkehrsunfälle registriert. Siebenmal musste ?"in die Tüte geblasen"? werden, zwei Autolenker verloren ihre Führerscheine, zwei mussten sich jeweils einer Blutprobe unterziehen.
BISCHOFSHEIM. Unser junger Mitbürger Gerhard Sautier wird im Mainzer Schloss seinen Meisterbrief als Radio- und Fernsehtechniker im Rahmen einer Feierstunde überreicht bekommen. - Herzlichen Glückwunsch dem ehemaligen Elektro-Chef? beim Ortsjugendring!
Vor 50 Jahren war zu lesen:
GUSTAVSBURG. Wieder musste ein unbelehrbarer Einwohner eine Strafanzeige entgegennehmen, nachdem ihn die Polizei erwischte, als er mit einem Flobert in der Dr.-Kitz-Straße Schießübungen veranstaltete und Personen gefährdete.
GUSTAVSBURG. 1960 wird in Gustavsburg mit dem Ausbau seiner Straßen begonnen. 350.000 DM konnten als Darlehen aufgenommen werden. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre mit sechsprozentiger Verzinsung. Tilgung und Verzinsung sollen aus den eingehenden Anliegerbeiträgen vorgenommen werden.
BISCHOFSHEIM. Wer Glück hat, gewinnt auch was! Aber nur dann, wenn er auch etwas einsetzt! Das dachte sich auch eine Bischofsheimerin aus der Wieseneckerstraße und kaufte zwei Lose der Mainzer Fastnachtslotterie und gewann mit dem einen Los prompt ein Auto. - Herzlichen Glückwunsch, verbunden mit einem dreifach donnernden Helau!
Vor 75 Jahren war zu lesen:
MAINSPITZE. Die in der letzten Nacht plötzlich einsetzende Kälte bei eisigem Ostwind stoppte glücklicherweise die befürchtete rasche Schneeschmelze und die damit unweigerlich verbunden gewesene Hochwassergefahr an Rhein und Main.
BISCHOFSHEIM. Das hiesige Schülerorchester und der Schülerchor verschönerten in Mainz eine Lehrertagung, bei der über 400 Pädagogen anwesend waren. Unter der Leitung der Lehrer Weinsheimer und Philipp Fischer holten sich die Bischofsheimer Kinder neue Lorbeeren?.
BISCHOFSHEIM. In einer humoristischen Turnstunde des TV 1883 waren ungefähr 30 Turnerinnen in Großmutterkleidern und Kapotthütchen erschienen, was einen Mordsklamauk auslöste.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 6 vom 11. Februar 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. „Vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Gesellschaft verändert sich auch die Politik. Anstehende Fragen und Probleme wurden gelöst, neue Komplexe tun sich auf und fordern nach Lösungen. Dies gilt nicht nur für landes- und bundespolitische Fragen, sondern auch – und dies verstärkt – für die Politik in der Kommune. Auch in Bischofsheim haben sich in den letzten Jahren die Anforderungen und Aufgaben verändert.“ So beginnt das einstimmig beschlossene Wahlprogramm der Bischofsheimer SPD, das sie zur Kommunalwahl am 10. März 1985 vorlegt. Es besteht aus zwei Hauptteilen: Einem Rückblick auf „sozialpolitische Politik von 1981 bis 1985“ und einem Ausblick „Vertrauen vor Ort – mit der SPD in die nächsten vier Jahre“.
MAINSPITZE. Die Fußballvereine in unserem Verbreitungsgebiet erzielten am Wochenende (Zur damaligen Zeit gab’s keine Winterpause – die Redaktion) folgende Ergebnisse: Die SV 07 siegte durch Tore von Häbe (2) und Neu mit 3:1 bei TGB Darmstadt, während die „Sportfreunde“ zu Hause 0:1 gegen Erfelden unterlagen. Der VfB Ginsheim und Germania Gustavsburg trennten sich beim Ortsderby 2:2. Die Tore der „Germanen“ erzielten Di Dato und Frädert, während für den VfB Spielertrainer Mayer und Frychel erfolgreich waren.
BISCHOFSHEIM. Unser aus dem Hause Im Attich 2 stammender Mitbürger Rainer Schmidt promovierte am 23. Februar 1985 im Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz zum Dr. jur. In seiner Dissertation, die von den Gutachtern übereinstimmend mit „magna cum laude“ (sehr gut) bewertet wurde, setzte sich der 30-Jährige mit dem Thema „Die Prozesse des Adels vor dem Stadtgericht Babenhausen (1355 - 1485)“ auseinander.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Ein Sechser im Lotto ist schon eine tolle Sache! Einer dieser Hauptgewinne fiel vorige Woche nach Bischofsheim. Ein seit vielen Jahren hier lebender Ausländer hatte seinen Schein bei der Lotto- und Toto-Annahme im Salon Zorn in der August-Bebel-Straße abgegeben. Ihm wurde dieser Tage mitgeteilt, dass er 261.983,00 DM gewonnen habe. Schade, dass es bei diesem 5. Wettbewerb keine 500.000,00 Mark gegeben hat! Dem überglücklichen Gewinner wird Deutschland wohl ewig in bester Erinnerung bleiben!
Vor 50 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Die für dieses Jahr geplante Sitzung der Sportvereinigung 07 wurde endgültig abgeblasen. Fast 50 Jahre lang hat die SV 07 alljährlich eine Sitzung veranstaltet, die den absoluten Höhepunkt der Bischemer Fastnacht bildete. Besonders in der 20er- und 30er-Jahren waren 1200 Personen auf den Sitzungen im Saalbau Schad in der Bahnhofstraße keine Seltenheit. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die Sitzungen ihre Anziehungskraft nicht eingebüßt. Große sportliche Aufgaben baulicher Art zwingen die SV 07, im Jahr 1960 auf fastnachtlichem Gebiet einmal zu pausieren.
GUSTAVSBURG. Dringende Hilfe musste die hiesige Polizei einer jungen Frau aus Karlsruhe leisten. Sie wurde während der Autofahrt von einer Fehlgeburt überrascht und drohte zu verbluten. Da wegen der vielen Grippefälle kein Arzt erreicht wurde, musste die Polizei die Frau auf schnellstem Weg ins Rüsselsheimer Krankenhaus transportieren.
GINSHEIM. Derjenige aktive Sänger, der zukünftig die Singstunden der Chorgemeinschaft am regelmäßigsten besucht, wird dafür als besondere Anerkennung zwei „Römer“ für einen guten Tropfen bei passender Gelegenheit überreicht bekommen.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
MAINSPITZE. Über Nacht wurde uns leichter Schneefall beschieden und ein eisiger Wind fegte über unsere Gegend. In nahezu allen Straßen glänzte das Glatteis. Die Hausbesitzer haben darauf zu achten, dass die Fußwege mit Asche oder sonstigen stumpfmachenden Mitteln bestreut werden.
BISCHOFSHEIM. Für die im Jahr 1935 stattfindenden Maskenbälle kostet der Eintritt 80 Pfennige; für die große Fastnachtsitzung der SV 07 haben die Besucherinnen und Besucher 60 Pfennige zu zahlen.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 5 vom 4. Februar 2010
Vor25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Die Vorstandswahlen bei der Generalversammlung des Turnvereins 1883 erfolgten jeweils ohne Gegenstimmen. Jakob Mayer wurde als 1. Vorsitzender wiedergewählt, Karl Anspach wurde neuer 2. Vorsitzender, nachdem Hans Thon krankheitsbedingt sein Amt zur Verfügung gestellt hatte. Weiter gehören dem Vorstand an: 1. Schriftführerin Käthe Bär, 1. Kassierer Horst-Georg Senft, 2. Schriftführer Günter Frank, 2. Kassierer Kurt Endert, Turn- und Sportausschussvorsitzender Robert Harff (Vertreter Dieter Laub), Wirtschaftsausschussvorsitzender Karl-Heinz Guth (Vertreter Rudolf Becker). Gewählt wurden außerdem der Beirat zum Vorstand, der Ehrenausschuss, der Vergnügungsausschuss, die Kassenprüfer sowie die Pressewartin und ein Ausschuss zur Mitgliederbetreuung.
GUSTAVSBURG. Zu Vergiftungen durch Kohlenmonoxyd von vier Famlienmitgliedern kam es in einer Wohnung in der Baurat-Hering-Straße. Ein 47-jähriger Mitbürger verstarb unmittelbar nach der Einlieferung ins Krankenhaus. Auch seine 45-jährige Ehefrau und die beiden Kinder (20 und 21 Jahre alt) wurden in lebenbedrohlichem Zustand in umliegende Krankenhäuser gebracht, wo die Mutter seit Tagen im Koma liegt. Laut Mitteilung der Kripo war es zu den Vergiftungen vermutlich durch eine Abzugsklappe eines Durchlauferhitzers gekommen, die verschlossen war. Dadurch konnten die Abgase nicht in den Schornstein abziehen. Kohlendioxyd ist deshalb so heimtückisch, da es schwerer als Luft ist, so dass es seine volle Wirkung entfalten konnte, als sich die Familie zum Mittagsschlaf hingelegt hatte.
GINSHEIM-GUSTAVSBURG. Mit der Schadstoffbelastung in unserem Gebiet befasst sich die hiesige ?Grüne Liste? und fordert, dass in beiden Ortsteilen Messstellen eingerichtet werden sollen, so dass bei Smogsituationen Alarm ausgerufen werden könne. Hauptziel muss jedoch, so die ?Grünen?, die drastische Verringerung der Schadstoffbelastung in unserem Gebiet sein, das durch seine Lage im Flusstal bioklimatisch benachteiligt und durch Inversionswetterlagen betroffen ist.
Vor 40 Jahren warzu lesen:
BISCHOFSHEIM. In der ?Alten Schmiede? läuft wieder Bier! Die Familien Erich Sommermann und Erwin Adamek bieten ab 31. Januar 1970 ihren Gästen an Speisen und Getränken alles vom Besten ? so steht?s im Anzeigenteil.
Vor 50 Jahren warzu lesen:
MAINSPITZE. Von ?Vollstreckung des grausamen Urteils? spricht man im Bereich der Mainspitze, als dieser Tage die stolzen, wunderschönen Pappeln am Ufer des Altrheins bei Ginsheim, gegenüber der Nonnenau, mit Motorsägen, Winden und Drahtseilen dem ?Tode überliefert? wurden. In einer dumpfen Amtsstube in Mainz wurde das harte Erdikt erlassen, dass ? ungeachtet des leidenschaftliches Protests des Ginsheimer Gemeinderats ? das Leben der vielen prächtigen Bäume mit einem Federstrich auslöschte. Ein herrliches Landschaftsbild wird verschandelt, die Ausflügler und Spaziergänger werden eines bezaubernden Anblicks beraubt, die Freude am altgewohnten Spazierweg wird vergällt und den Anglern der erquickende Schatten genommen. Sie liegen nun da wie tote Riesen ? die einst so stolzen Bäume, die mit ihrem feinen, ruhespenden Säuseln den Mainspitzbewohnern und den Spaziergängern aus der Umgebung so viel Freude bereiteten. Ein trostloser Anblick, den man nicht so leicht vergisst!
Vor75 Jahren warzu lesen:
BISCHOFSHEIM. In einem hiesigen Haus war alles für ein großes Schlachtfest vorbereitet. Das Wasser kochte schon im Kessel und der Metzger stand bereit, sein ?Opfer? zu empfangen. Die Wutz musste jeden Moment eintreffen. Sie wurde von einem Familienmitglied mit einem Lastwagen in Trebur, wo man sie gekauft hatte, abgeholt. Der Wagen traf ein, und als man ihn öffnete, war die Wutz nicht mehr da! Die Bestürzung war groß ? ab und zurück nach Trebur! Dort hatten inzwischen einige Bauern das Schlachtschwein, das bei voller Fahrt aus dem Lastwagen gesprungen war, eingefangen. Die unverletzte Wutz wurde erneut verladen und mit Verspätung konnte das Schlachtfest in Bischem schließlich seinen Anfang nehmen.
BISCHOFSHEIM. An einer Lichtleitung über der Straße Am Alten Kostheimer Weg war gestern am Vormittag eine Taube angefroren. Erst gegen Abend konnte sich das Tierchen von seinen ?eisernen Fesseln? befreien und davonfliegen.
Dieter Press
Lokal-Anzeiger Nr. 4 vom 28. Januar 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:Lokal-Anzeiger Nr. 3 vom 21. Januar 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Mit dem Ball der Freiwilligen Feuerwehr wurde am 12. Januar 1985 im Bürgerhaus eine Reihe von Großveranstaltungen "eingeläutet". Ortsbrandmeister Rüdiger Groß konnte in seiner kurzen Begrüßung die Beigeordneten Heinz Götz, Jakob Mayer, Heinrich Eberlei und Walter Thiel willkommen heißen, ebenso den Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Willi Nutz, die Landtagsabgeordneten Martin Schlappner und Gerald Weiß sowie die Vertreter von Banken und befreundeten Wehren. Mit der tradionellen Polonaise mit "Anführer" Heinrich Kohlmann wurde der Ball eröffnet. Bis weit nach Mitternacht sorgte die Kapelle Franzl Senger für Stimmung und Schwung. Schon morgen steigt mit dem Turnerball ein weiteres großes geselliges Ereignis im hiesigen Bürgerhaus. Mit der "Modern Sound Show Band" wurden sechs Musiker und eine Sängerin gewonnen, die wohl jedem Geschmack eines verwöhnten Publikums gerecht werden.
GINSHEIM. Seit vielen Jahren ist wieder einmal der Altrhein vom Steindamm bis nach Ginsheim zugefroren. Doch zum Schlittschuhlaufen eignet sich das Eis noch nicht., denn das Rheinwasser, das durch den Steindamm in den Altrhein fließt, ist heuer wärmer als in früheren kalten Wintern. Vor der Schwarzbachmündung frisst das Schwarzbachwasser einen schmalen Wasserstreifen in das Eis, denn es ist durch die Klärwerke stets etwas wärmer als das Altrheinwasser. Jeden Morgen kam in den vergangenen Tagen ein Eisbrecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes in den Altrhein und brach die Eisdecke bis oberhalb der Altrheinfähre auf, so dass die Fähre noch hinüber zur Nonnenau pendeln und die Schiffahrt auf dem Altrhein aufrechterhalten werden konnte.
BISCHOFSHEIM. Mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal auf dem hiesigen Friedhof gedachten am Sonntag Vertreter der Gemeinde, des VdK und des Heimat- und Geschichtsvereins der Opfer des schweren Luftangriffs vom 13. Januar 1945 auf unsere Gemeinde. Die Bomben hatten eigentlich den Eisenbahnanlagen gegolten, vernichteten jedoch viele Häuser im Ortsbereich und forderten 119 Tote aus Bischofsheim sowie drei auswärtige Soldaten, die hier im Quartier lagen, und 14 italienische Arbeiter, die Am Alten Kostheimer Weg wohnten. Unter den Toten waren auch Lehrer und Heimatforscher Georg Mangold und seine Gattin, die in ihrem Luftschutzkeller nach einem Bombentreffer verschüttet wurden. 60 Häuser wurden total, 65 schwer und 446 Häuser leicht beschädigt.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Erstmals in der Vereinsgeschichte des hiesigen Motorsportclubs nehmen Mitglieder an der international bekannten Rallye Monte Carlo teil. Es sind die Lizenzfahrer Hans und Karlheinz Fröhlich vom Rüsselsheimer Autohaus Fröhlich mit ihrem Opel-Rallye-Kadett, die am 16. Januar 1970 in Warschau an den Start gingen. Ihnen folgt der Servicewagen, der von den Bischofsheimer Vereinsmitgliedern Friedel Freund und Kurt Müller gefahren wird.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
MAINSPITZE. Wer die ganze Zeit glaubte, der Winter 1959/60 hätte uns vergessen, täuschte sich sehr. Am 9. Januar stellte sich der erste Frost dieses Winters ein und einen Tag später fiel der erste Schnee. Konnte man eine Woche vorher noch blühende Rosen in den Gärten bewundern und an den Bäumen die ersten Weidenkätzchen entdecken, so freuen wir uns jetzt über die herrliche Winterlandschaft mit den verschneiten Straßen, auf denen sich die Kinder mit ihren Schlitten tummeln. Vor dem Betreten von Eisflächen am Main, Rhein und am ?Großen Loch? in der Nähe der Böcklersiedlung muss jedoch gewarnt werden, da das Eis noch nicht dick genug ist.
GINSHEIM. Ein 67-jähriger landwirtschaftlicher Arbeiter kam in der Scheune seines Arbeitgebers auf tragische Weise ums Leben. Beim Strohholen stürzte er so unglücklich aus zwei Meter Höhe auf eine Mähmaschine, so dass der Tod auf der Stelle eintrat.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Zum Beginn der Woche hat sich in der Gastwirtschaft Jakob Volz in der Fronseestraße ein neuer Verein gegründet. Er betitelt sich "Tisch-Tennis-Verein Schwarz-Weiß", dem bereits 21 Mitglieder beigetreten sind.
BISCHOFSHEIM. Ganz Bischofsheim prangte im Fahnenschmuck und abends bewegte sich ein mächtiger Fackelzug durch die Ortsstraßen, als bekannt geworden war, dass die Saarbevölkerung mit über 90 Prozent für den Anschluss an Deutschland gestimmt hatte. Es läuteten die Glocken der beiden hiesigen Kirchen und am Schulplatz fand bei Sprechchören, Musikstücken und Darbietungen der Gesangvereine eine Siegesfeier statt.
Dieter Press
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Lokal-Anzeiger Nr. 2 vom 14. Januar 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
BISCHOFSHEIM. Es war kalt, sehr kalt am Sonntagmorgen, als sich 60 Gemeindemitglieder auf den Weg in den Taunus "genauer: nach Bleidenstadt" machten. Die Fahrt mit dem großen Bus der Fa. Schrimpf hatte einen gewichtigen Grund, schließlich ging es um die Taufe von Anna-Katharina, Sebastian und Anna. Sie sind kleine evangelische Bischofsheimer. Deren Eltern hatten für die Taufe ihrer Kinder einen besonderen Wunsch, den man ihnen in Bischofsheim nicht erfüllen kann. Sie wollten ihre Kinder vom früheren Gemeindepfarrer Hans-Dieter Bechtel taufen lassen - eigentlich in der evangelischen Kirche Bischofsheim. Doch dass dies nicht möglich ist, war Josef und Christine Weißbrich, Christine und Peter Haas sowie Birgit Menk und Rainer Schad klar, denn die beiden Gemeindepfarrer Meister und Bastian "mit Rückendeckung des evangelischen Gemeindevorstandes" lehnen "Amtshandlungen" von Pfarrer Bechtel in seiner früheren Gemeinde ab. Nun ging es also in den Taunus zur Taufe, zu der die Eltern das Taufwasser selbst mitgebracht hatten und die im Mittelpunkt des dortigen Gottesdienstes stand. Die Bleidenstädter Gemeindemitglieder gaben den kleinen Bischofsheimern Leitsterne mit guten Wünschen mit auf den Heimweg. Bei den Eltern war man nach der glücklichen Rückkehr froh, eine Taufe in "Liebe und Frieden", so das Motto des Gottesdienstes, erlebt zu haben. Bleibt die Frage, ob die Fa. Schrimpf den kleinen Taunusort bald regelmäßig anfährt?
GUSTAVSBURG. Am Heiligen Abend 1984, zum Christvesper-Familiengottesdienst, hatte der Leiter des Evangelischen Bläserchors, Friedrich Mendler, seinen letzten großen Auftritt in der hiesigen Kirche, bevor er seinen Taktstock für immer zu Gunsten des Nachwuchses aus der Hand legte. Mit einem vielbeachteten Konzert war im vorigen Jahr Mendlers 50-jähriges Jubiläum als "Meister des Taktstockes" gefeiert worden.
Vor 40 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Über den hiesigen Gaststättenschwund ist bereits mehrmals berichtet worden. Nun hat erneut eine altbekannte, traditionsreiche Gastwirtschaft ihre Pforte geschlossen: die "Alte Schmiede" an der Eimündung der Schulstraße in die Frankfurter Straße. Der seitherige Pächter, Herbert Eckstein, ist nach Bad Orb gezogen, wo die Bischofsheimerin Anneliese Fischer vor kurzem ein Hotel übernommen hat. Eckstein wird dort die "Wirtschaft" besorgen. Anfang Februar 1970 wird "gewiss zur Freude der Gäste fröhlicher Einkehr" das Gasthaus "Zur alten Schmiede" von der Besitzerfamilie Adamek-Sommermann wieder eröffnet werden.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Das Häslein, das sich bei der letzten Treibjagd retten wollte und in den Keller eines Hauses in der Mainstraße sprang, wurde vom Hausherrn zur Strecke gebracht und dem Jagdpächter übergeben. Der belohnte die Ehrlichkeit und schenkte dem Hausbesitzer den Hasen. Nach dem Erscheinen unserer diesbezüglichen Notiz im Lokal-Anzeiger wurde an den Stammtischen angeregt darüber diskutiert, wie die Rechtslage ist und wem denn eigentlich der Hase gehört, der sich in ein Haus verläuft. Wir konnten nun von unterrichteter Seite erfahren, dass jedes jagdbare Wild Eigentum des Jagdpächters ist und bleibt - auch wenn es sich in eine Hofreite verläuft.
MAINSPITZE. Vor 30 Jahren, am 1. Neujahrstag 1930, wurde Bischofsheim von Mainz eingemeindet. Die Zuhörigkeit dauerte bis zum Jahr 1945, als alle rechtsrheinischen Mainzer Vororte, darunter auch Bischofsheim, Ginsheim und Gustavsburg, bei Ende des Zweiten Weltkrieges von Mainz wieder - abgetrennt wurden.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Für die Wahlperiode 1935-36 wurden aus unserer Gemeinde folgende Schöffen und Geschworene zu den Mainzer Gerichten gewählt: Für das Schwurgericht der Provinz Rheinhessen: Ing. Heinrich Eckert, für die Strafkammer als Schöffen: Schlossermeister August Schoettel, Schreinermeister Johann Becker und für das Bezirksschöffengericht: Schreinermeister Ludwig Engert.
BISCHOFSHEIM. Nachdem vor einigen Tagen Frostwetter einsetzte, gabs jetzt auch reichlich Schneefall. Die Kinder sind beim Schlittenfahren in ihrem Element und die noch vor kurzem nach frühlingshaftem Regen in dickstem Schlamm prangernden Straßen sind eisverkrustet und wieder passierbar.
Dieter Press
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Lokal-Anzeiger Nr. 1 vom 7. Januar 2010
Vor 25 Jahren schrieb der Lokal-Anzeiger:
MAINSPITZE. Etwas Besonderes zum Heiligen Abend 1984 hatten sich CDU-Gemeindeverband Ginsheim-Gustavsburg und Junge Union Mainspitze ausgedacht. Angeführt vom Vorsitzenden Walter Wannemacher und JUVorsitzendem Andreas Reimann besuchte man einige Stellen und dankte den Mitarbeitern, die Dienst tun mussten. Freudig überrascht zeigten sich die Polizeibeamten in Bischofsheim, die Krankenschwestern in der Pflegestation des Altersheims und Diensthabende des ASB in Gustavsburg sowie des Klärwerks und der Bahnwärter. "Politik mal anders" - so will die Junge Union Mainspitze auch weiterhin arbeiten.
BISCHOFSHEIM. In die Kommunalwahl 1985 geht die GALB mit folgenden Spitzenkandidaten: 1. Gerhard Schneider (Röntgenarzt), 2. Barbara Stöhr (Studentin), 3. Klaus-Peter Klingelschmitt (Journalist), 4. Helmut Michel (Lehrer), 5. Fridoline Weickert (Sonderschullehrerin). MAINSPITZE. Für seine vieljährige ehrenamtliche und selbstlose Arbeit konnte ASB-Vorsitzender Werner Benzing, der in Hochheim wohnt, den Ehrenbrief des Landes Hessen entgegennehmen.
Vor 50 Jahren war zu lesen:
BISCHOFSHEIM. Zum Beginn des Jahres 1960 betrug die Einwohnerzahl von Bischofsheim 9497 gegenüber 9483 Anfang des Jahres 1959.
BALD GEHT`S LOS!
Wenn sich der Christbaum nackig macht,
die Neujahrsfrösch sind all' verkracht,
verschossen sind die Mondrakete,
es "Pulver" un es Geld sind flöte,
ein jedes Narrenherz erwacht -
denn bald ist wieder Fassenacht!
BISCHOFSHEIM. Auf den Tag genau wird der Heimat- und Geschichtsverein Bischofsheim am 10. Januar 1960 im Saal Wiesenecker (Heute: Kanzlei Schütz, Liebscher, Groß) sein 10-jähriges Bestehen feiern. Im Rahmen eines unterhaltenden Programms werden u.a. Prof. Dr. Arens, Mainz, die Gustavsburger Kapelle Reitz, der Bischofsheimer Zither- und Mandolinenclub und Albert Hafner (Gesang) mitwirken.
Vor 75 Jahren war zu lesen:
PROSIT NEUJAHR!
Bischofsheim ist eine "Stadt",
die auch eine Zeitung hat!
Alles, was Dich int`ressiert,
alles, was im Ort passiert,
oder sonst Dein Herz berührt,
kannst Du im Lokalblatt finden -
manchmal vorne, manchmal hinten.
Wird einmal ein Kalb geboren -
nur drei Beine, ohne Ohren -
findest Du das ganz bestimmt,
wenn darauf die Zeitung kimmt!
Oder kommt der Schornsteinfeger,
um zu fegen mit dem Feger,
weiß es bald in jedem Bau
jede Hausfrau ganz genau.
Oder is beim Schad was los,
bläst die Musik mit de Blos,
wenn man sich zum Tanze dreht -
es dann im Lokalblatt steht.
Hot de Fußballklub gewunne -
steh`n se owwe, oder unne -
oder hot en brave Kunne
mol es Portmonnee gefunne:
Ganz genau, wie das gewese,
kannste in de Zeitung lese.
Fängt widder mol de Becker-Schorsch
mit de Mädcher, mit de Borsch
dann en neie Tanzkurs o,
liest man`s in de Zeitung do.
Ganz egal, ob die Athlete,
duhn verliern in Wallersteede,
odder duhn in Meenz gewinne:
Im Lokalblatt kannst Du`s finne.
(...)
Manchmal, do passiern aach Sache, üwwer die duht mancher lache.
Macht Dir die Zeitung aach mol Kummer, denk: Bald kommt ne neue Nummer!!!
Bringe jetzt das neue Jahr: Glück und Segen jedem dar!
Dieter Press