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Mia Möller trifft... Klaus Schindling, Bürgermeisterkandidat der CDU

Ich treffe Klaus Schindling am Marktplatz in Hattersheim. Er wartet direkt vor dem CDU-Wahlkampfplakat auf mich. Ein großes Team ist darauf abgebildet. Klaus Schindling strahlt mich an, begrüßt mich offen und freundlich und schaut auf das Plakat. „Eine tolle Truppe ist das“ sagt er. Klaus Schindling ist ein Mensch, der es ehrlich meint. Kein eitler Typ, der in unserem Gespräch jedes Wort auf die Goldwaage legt, weil er weiß, es ist Wahlkampf. Er wirkt authentisch. Wir setzen uns in ein Cafe und unterhalten uns fast zwei Stunden über die verschiedensten Themen.

Kinderbetreuung im Fokus

Ein wichtiges Projekt für ihn ist die Kinderbetreuung. „Die Kinder sind die Gesellschaft von morgen“, sagt er. Für ihn ist die Kinderbetreuung eine wichtige Aufgabe für Gesellschaft und Politik. „Denn wir leben in einer Generation, in der oft beide Elternteile berufstätig sind. Umso wichtiger ist es, dass wir den Kindern eine fundierte Betreuung ermöglichen, damit sie eine Kindheit mit Erfahrungen und einer Erziehung genießen können, die sie letztlich zu zufriedenen, selbstständigen Erwachsenen werden lässt.“ Klaus Schindling hat selbst zwei Kinder, 15 und 18 Jahre alt. Seine Tochter fand seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt zunächst nicht wirklich toll. „Oh Gott, Papa, das wird peinlich!“ war ihre erste Aussage. Sein Sohn war von Anfang an mit Feuer und Flamme dabei, er ist mit seinen 15 Jahren selbst schon politisch interessiert. „Es dauerte nicht lange, dann zog meine Tochter auch nach“, lacht Schindling. „Und jetzt sind die Beiden meine größten Unterstützer. Sie kleben Plakate, gehen zu den Veranstaltungen mit, machen Pläne am Computer. Sie bringen sich beide toll ein. Und das bestärkt mich darin, auch in der Politik unser Augenmerk auf die Förderung unserer Kinder zu legen.“ Für ihn ist diese Aussage keine politische Platitude, weil man denken könnte, das Thema Kinderbetreuung müsse besetzt werden, sondern ein ehrliches Anliegen.

Wichtig: auch mal eine Auszeit

Obwohl Klaus Schindling mit seinem Job als Geschäftsführer einer Entsorgungsfirma und dem Wahlkampf zeitlich sehr eingebunden ist, sind ihm Auszeiten mit seiner Familie wichtig. Auch als Bürgermeister würde er sich einen Urlaub im Jahr gönnen. „Ich möchte zwar da sein für die Bürger wo immer es geht. Aber um meinen Ansprüchen auch gerecht werden zu können, brauche auch ich Auszeiten und Ruhe. Das brauche ich, um den Rest des Jahres voll für meinen Job und die Bürger da sein zu können.“ Am liebsten verbringt er seine freie Zeit auf Rügen, wo er ein Ferienhaus hat. Hier macht er lange Spaziergänge mit seinem Hund Luis und geht mit den Kindern angeln. Die Ruhe und Abgeschiedenheit auf dem Wasser helfen ihm, abzuschalten und runterzukommen.

Im Moment ist an Urlaub natürlich nicht zu denken. Klaus Schindling steckt mitten im Wahlkampf und muss Job und Politik unter einen Hut bringen. „Glücklicherweise habe ich in meiner Firma tolle Leute, die sich um die Angelegenheiten kümmern. Das hält mir den Rücken frei.“ Sollte er gewählt werden, wird er seinen Job aber in jedem Fall aufgeben und sich voll dem Bürgermeisteramt widmen. Sein Job ist dafür eine gute Grundlage: als Mitinhaber und Geschäftsführer hat er Erfahrung mit Personalführung. Er möchte seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht „an der kurzen Leine“ führen sondern ihnen Freiheit geben und ihre Motivation stärken.

Gespräche mit den Wählern machen ihm am meisten Spaß

Im Moment liegt der Fokus aber ganz klar auf Wahlkampfterminen. Viele Termine, Gespräche führen, Pläne schmieden – das ist eine Menge Holz. Dabei ist ihm der Dialog mit den Menschen sehr wichtig. „Mit den Wählern zu sprechen macht mir im Wahlkampf am meisten Spaß. Es geht darum, den Menschen als Bürgermeister Ansprechpartner für ihre Anliegen zu sein. In unserer Stadt soll es sich lohnen zu leben, die Bürgerinnen und Bürger sollen sich wohl fühlen. Und ob das auch wirklich so ist, das erfährt man nur im Gespräch, im Austausch“, sagt er. „Das ist toll, denn diese eine Buntheit und  Verschiedenheit von Sichtweisen, die ich da kennenlerne, das ist immer wieder spannend.“ Ihm ist klar, dass er nicht immer alle Wünsche der Bürgerinnen und Bürger, die in Gesprächen an ihn herangetragen werden, gerecht werden kann. Das gehört für ihn zum Job, trotzdem geht er nicht leichtfertig damit um. „Ganz ehrlich, das nehme ich dann sicher auch mit nach Hause. Das beschäftigt mich abends, lange nach meinem Feierabend. Ich kann Themen, die mich bewegen nicht einfach vor meiner Haustür stehen lassen.“ Aber auch wenn der Wahlkampf stressig ist, Klaus Schindling gelingt das Abschalten auch hier. Wenn er abends bei einer Veranstaltung im Vereinsumfeld ist, bringt ihn das runter. „Hier treffe ich neue Leute, führe tolle Gespräche, das ist überhaupt nicht anstrengend für mich“, sagt er. Das Vereinsleben ist sein Ding, er ist in zahlreichen Vereinen in Hattersheim engagiert und fühlt sich dadurch auch sehr verwurzelt in seiner Stadt. Aufgewachsen ist er in Kriftel, nach der Hochzeit mit seiner Frau im Jahr 1997 ist er nach Okriftel gezogen. „Für mich war von Anfang an klar, ich werde mich nach und nach von den Vereinen in Kriftel verabschieden und in Hattersheim aktiv werden. Das gehört für mich dazu, ich will vernetzt sein in meiner Stadt, mich heimisch fühlen, mit Menschen in Kontakt sein. Ganz abgesehen davon, dass die Vereine eine sehr wichtige Säule in der ehrenamtlichen Arbeit sind. Ohne die Vereine würden viele Dinge nicht so laufen wie sie jetzt laufen.“ Auch, wenn er nicht zum Bürgermeister gewählt werden sollte, ist für ihn klar, dass er weiter im Vereinsleben aktiv sein wird.

Hund Luis als treuer Alltagsbegleiter

Ein sehr wichtiger Bestandteil seines Lebens ist sein Hund Luis. Mit ihm geht er spazieren, wenn er Ruhe braucht. Deswegen ist das Okrifteler Wäldchen auch sein Lieblingsplatz in Hattersheim. „Dort fühlen wir uns beide wohl, Luis hat Spaß, ich komme runter, kann nachdenken und habe Ruhe. Wirklich ein schöner Ort.“ Schon jetzt kommt Luis auch mal mit ins Büro und hilft seinem Herrchen, zwischendurch kleine Pausen einzulegen. „Der liegt neben mir, ich schaue ihn an und es geht mir gut. Er ist eine wirklich treue Seele und aus meinem Leben nicht wegzudenken. Hunde erden. Lassen große Probleme ganz klein werden und zaubern einem für einen kurzen Moment ein Lächeln auf die Lippen.“

Zu seinen Herzensprojekten in Hattersheim gehört ganz klar die Vereins- und Jugendarbeit. „Ich glaube, dass wir dort viel mehr Geld reinstecken müssen als Stadt. Jeder Euro, den man den Kirchengemeinden und Vereinen gibt, investiert man in Motivation für Jugendarbeit, Seniorenarbeit und Ehrenamtliche. Das müssen wir unbedingt ausbauen.“

Zum Schluss erzählt mir Klaus Schindling noch von seiner Karnevals-Leidenschaft. Schon seit vielen Jahren ist er im CCM Okriftel aktiv, sowohl als Ehrensenator, als auch mittlerweile im Elferrat. Beim jährlichen Umzug durch Hattersheim ist er immer mit dabei – allerdings auf die Art, wie ich ihn auch in unserem Gespräch kennengelernt habe: auf Augenhöhe. „Ich fahre nie mit auf dem Wagen. Ich laufe immer unten in der Fußgruppe mit, schon vom ersten Tag an. Weil es mir einfach mehr Spaß macht, mit den Menschen direkt in Kontakt zu kommen und auf Augenhöhe zu sein. Das ist mehr mein Ding als oben auf dem Wagen zu sitzen und Kamellen zu werfen.“

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