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Die Besucher strömten in Scharen

25. Jubiläumstreffen der Kradfahrer Felzünd

FLÖRSHEIM (drh) – „Atzes Acker geht weiter!“ Diese positive Nachricht konnten die Kradfahrer am 25. Jubiläumstreffen verkünden und somit seien die Diskussionen der letzten zehn Jahre um die Nutzung des Geländes Geschichte. 

 

Im April 1987 lud der kleine, aber beständige Verein erstmals zu einem der legendär gewordenen Motorradtreffen ein. Was bis 1999 regelmäßig auf „Atzes Acker“ im Stadtteil Keramag stattfinden konnte, hatte im Jahr 2000 ein Ende. Die Naturschutzbehörden machten den Bikern einen Strich durch die Rechnung und versagten die Geländenutzung. Vogelbrutzeiten und Rückzugszonen für Tiere würden einer weiteren Geländenutzung entgegen sprechen. Die Kradfahrer wichen aus, doch das Flair von „Atzes Acker“ kam auf dem neuen Gelände nicht auf. 2001 entfiel das Motorradtreffen sogar ganz, bis ein Jahr später doch noch einmal auf einer benachbarten Wiese von „Atzes Acker“ gecampt und gerockt werden durfte. 
Die kommenden zehn Jahre aber sollten die Kradfahrer nun unentwegt um die Geländenutzung kämpfen müssen. Gerade 2011 hieß es noch: „Atzes Acker“ ist Geschichte. Die Naturschutzbehörde wollte die Kradfahrer abermals an einem anderen Standort wissen. Kein Gelände der Region aber bietet den Bikern eine solch ideale Anbindung und Logistikmöglichkeit wie „Atzes Acker“ und so ließen die Biker beim Kampf um den Erhalt des Treffplatzes nicht locker. 
2012 dann die Erlösung: „Wir haben einen Zehn-Jahres-Vertrag für die Nutzung des Geländes“, freute sich Vorsitzender Jürgen Stahlke. Sämtliche Alternativvorschläge seien ungeeignet gewesen, sodass sich die Behörde doch noch von einer Fortsetzung von „Atzes Acker“ überzeugen ließ. Einige Auflagen wie, dass das Treffen erst Mitte August stattfinden darf oder dass es nur bis 24 Uhr elektrisch verstärkte Musik geben darf, akzeptierten die Biker. „Wenn wir das Gelände verlassen, findet sich keine Zigarettenkippe mehr“, versicherten die Kradfahrer, die nach den beigelegten Diskussionen nun gelassener in die Zukunft blicken. 
Zum 25-Jährigen zeigte sich das Wetter von der besten Seite und so strömten die Besucher schon am Freitag, wo die Bon Jovi Cover Band „New Jersey“ im Festzelt spielte, in Scharen. „Das war der beste Freitag aller Treffen“, schwärmten die Biker am Samstag, wo am Abend noch der Auftritt der Heavy Metal Band „Srained“ anstand. Bis dahin kühlten sich die Biker aber gerne nochmal im Pool und mit kühlen Getränken ab. Die „Beach Area“, eine geführte Bikertour, ein Entfernungswegweiser und Freibier vom Ersten Stadtrat und Bürgermeister machten die kleinen Highlights des Jubiläumstreffens aus. Der hölzerne Wegweiser zeigte die Entfernungen zu neun befreundeten Clubs, die regelmäßig zum Motorradtreffen anreisen. 
Detlef Knöller beispielsweise kam zum 21. Mal aus Bremerhaven zum Motorradtreffen nach Flörsheim. Frank Werkmann aus Urberach und Frank Schoch aus dem Schwarzwald fehlten jeweils nur einmal in der 25-jährigen Geschichte. 
Mit 18 „Mopedfreunden“ war 1987 der Verein „Kradfahrer Felzünd“ gegründet worden und bis heute sind noch 14 der Gründer im Verein aktiv. Insgesamt bewege sich die Mitgliederzahl konstant um die 35 Personen und so bezeichnen sich die Kradfahrer selbst als eingeschworene Gemeinschaft. So blicken die Biker, auch wenn die Haarpracht im Laufe der Jahre kürzer, lichter und grauer geworden ist, voller Optimismus in die Zukunft und wollen zumindest auch ein 30. Jubiläum ins Auge nehmen. „Wir müssen nicht jedes Jahr ein riesiges Event veranstalten. Kleiner ist es auch schön, aber spätestens zum 30-Jährigen gibt’s wieder was Größeres“, verspricht Vorsitzender Jürgen Stahlke. 
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