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Den Fuß runter vom Gas

Bundesweite Aktion „Blitzer-Marathon“ soll Disziplin stärken

 

 

Die Darmstädter Landstraße in Gustavsburg verleitet als Durchgangsstraße schon mal zu zu hoher Geschwindigkeit. Auch hier wird daher bis Freitagmorgen bei der Aktion „Blitz-Marathon“geblitzt.?(gus/Foto: Steinacker)

 

 

MAINSPITZE (gus) – Nicht, dass es an anderen Tagen anders zu empfehlen wäre, aber am heutigen Donnerstag und bis in den morgigen Freitag hinein sollten die Autofahrer auf den Straßen in der Mainspitze mal ein wenig langsam machen. Die Polizei, obwohl vielerorts längst nicht mehr zuständig für die Aufgabe, wird zwischen 6 Uhr am heutigen Donnerstag und 6 Uhr am morgigen Freitag mit unzähligen Messgeräten gleichzeitig auf Deutschland kritischsten Straßen ganz unauffällig am Straßenrand stehen. Allzu eilige Fahrzeugführer werden sorgfältig fotografiert und ihr Porträt auf einem schicken Stück Papier ausgedruckt.
Nicht dem Anlegen eines Bilderalbums sondern der Disziplin der Fahrzeugführer und wohl auch der Staatskasse dient die bundesweite Aktion „Blitz-Marathon“, bei der alleine in Hessen mit Hilfe vom rund 840 Beamte der Polizei und der Ordnungsbehörden an 387 Kontrollstellen überprüfen werden, wie es um die Geschwindigkeitsdisziplin der Auto- und LKW-Fahrer bestellt ist. Bundesweit sind 14.700 Polizisten an 8600 Standorten angekündigt, zuzüglich der kommunalen Kräfte. Drei Messstellen sind an der Mainspitze geplant:
– Gustavsburg, Darmstädter Landstraße
– Bischofsheim, Am Schindberg 
– Bischofsheim, Ringstraße.
Man könnte sagen, die üblichen verdächtigen Stellen wurden hier ausgesucht. Dass die Polizei die Standorte der „Blitzer“ am Wochenbeginn vorab bekannt gab sollte verdeutlichen, dass es bei der Aktion nicht darum geht, möglichst viel Bußgelder auszusprechen und so etwas für die darbenden Etats der Kommunen zu tun. Das Thema Geschwindigkeitsdisziplin soll vielmehr wieder einmal öffentlich diskutiert werden, denn ein erheblicher Prozentsatz der Unfälle im Straßenverkehr hat eine überhöhte Geschwindigkeit als Hauptursache.
Mit dem „Blitz-Marathon“ wird eine in Nordrhein-Westfalen bereits mehrfach durchgeführte Aktion auf ganz Deutschland ausgeweitet. Dabei wurden rund vier Prozent der Fahrzeugführer zur Kasse gebeten, also etwa jeder 25., der wissentlich oder ahnungslos (Zeitungsleser wissen mehr) die Stelen passierte.
Das Nachbarland Rheinland-Pfalz, wo Polizei und Behörden an der Bevölkerungszahl gemessen mit rund 460 Blitzerstellen proportional deutlich mehr Präsenz zeigen, hatte das Innenministerium über Facebook und die Polizeihomepage die Bürger aufgefordert, ihnen einschlägige Stellen vorzuschlagen, man denen eine Messung besonders sinnvoll wäre, weil es Gefahrenstellen sind. Dem sind die Bürger auch durchaus fleißig gefolgt. Die Facebookseite der rheinland-pfälzischen Polizei kam während der Aktion auf gerade einmal etwas über 50 „Gefällt mir“-Klicks. Und ein Witzbold schlug vor, am Valenciaplatz 2 in Mainz einen Blitzer aufzustellen. Das wäre mal interessant, das ist nämlich die Adresse des Polizeipräsidiums.
Sechs Stellen seien ergänzt, die die Polizeidirektion Südhessen im Stadtgebiet Rüsselsheims benannte. Neben – natürlich – dem Kurt-Schumacher- und dem Rugbyring sind das die Schulen in der Thüringer Straße und Am Borngraben sowie die Varkausstraße und de Liebigstraße.
Zudem wird die A671 als Blitzerpunkt genannt.
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