Nicht gerade üppig für unsere Gemeinde, möchte man meinen. Vorwiegend ältere Semester, noch dazu. Wo waren die jungen Leute? Die sollten sich doch eher betroffen fühlen, schließlich haben sie vielleicht Familie und noch viel Lebenszeit vor sich. „Es wird schlimmer“, prophezeite die junge, kompetent auftretende Anwältin. Die, die da waren, können hoffen, zum prognostizierten „Lärmzeitpunkt“ jenseits der 60 und – soll man hoffentlich sagen? – schwerhörig zu sein.
Andererseits kann ich alle die verstehen, die nicht da waren. Ändern können wir eh nichts und die angekündigten Schallschutzmaßnahmen können frühestens im Herbst 2016 beantragt werden. Ob sie dann vom Betrag her ausreichen und sich zu diesem Zeitpunkt überhaupt jemand an die Zusage erinnert, scheint äußerst fraglich. In fünf Jahren werden sich doch Schlupflöcher finden lassen, um Zahlungsverpflichtungen zu entgehen!
Das konnte man schon im Vorfeld herausfinden. Die wahre Enttäuschung war unsere „Gemeinde-Führung“. Frau Steinbach verlas stockend ein Statement und wirkte im Übrigen so präsent, kompetent und energisch wie (Entschuldigung!) ein weichgespülter Bettvorleger. Sie wird „darauf dringen, dass man sich an die Flugrouten hält“ – na klasse. Wenn sie das genauso „eloquent“ macht wie auf der Versammlung, dann kann man nur hoffen, dass die Bischofsheimer Interessen nicht untergepflügt werden. Und das war es dann auch schon. Eine Unterschriftenliste? Fehlanzeige! Hinweise, wo man sich beschweren kann? „Wir können ja ein paar (!) Blätter auslegen.“ Hilfestellung welcher Art auch immer? Wenden Sie sich ans Regierungspräsidium!
Na ja, jedes Volk hat die Regierung, die es verdient, und wir Bischemer haben eben auch die Führung, die wir verdienen. Also schlafen wir mal „ruhig“ weiter.
Jutta Langmaack
Treburer Straße 20, Bischofsheim