Am Dienstagnachmittag überreichte die Frauenhilfegruppe der Kelsterbacher St. Martinsgemeinde 4.500 Euro, um einen Beitrag zur Hospizarbeit zu leisten. „Uns ist es wichtig, dass wir wissen, wo unser Geld des Weihnachtsmarktes hingeht. Wir wollen stets sicher sein, dass es ohne Verluste gut angelegt ist“, erklärte die Vorsitzende der Frauenhilfe Katja Ehrlich. Seit 2002 kümmert sich die Frauenhilfegruppe um die Ausrichtung des Kelsterbacher Weihnachtsmarktes auf dem Gelände des Kindergartens und backt, bastelt, strickt und stickt Wochen zuvor, um möglichst viele Herzen zu erfreuen und einen Erlös für ein soziales Projekt zu erwirtschaften. „Noch denkt keiner von uns im Alltag an ein Hospiz, doch vielleicht brauchen wir es selber einmal“, meinten die Frauen, die von Christa Hofmann als Vorsitzende des Hospizvereins das Leben im Hospiz näher gebracht bekamen. „Bei schönem Wetter fahren wir Patienten auch mal in die Kolonnaden zum Einkauf oder ins Feld zum Spaziergang aus“, meinte Hofmann, die bei der Betreuung der Patienten nicht nur auf gut ausgebildetes Pflegepersonal, sondern auch auf über 75 ausgebildete ehrenamtlich tätige Hospizhelfer zurückgreifen kann. 35 bis 40 Hospizhelfer seien in der Arbeit im stationären Hospiz eingesetzt und wechselten sich meist mit der Betreuung von Hausbesuchen ab. Christa Hofmann lobte zudem die gute Zusammenarbeit mit Ärzten und Apotheken, die fürs Hospiz eine 24-Stunden Bereitschaft sicherstellten. „Schmerzen braucht niemand zu haben“, versicherte Hofmann.
Die Vertreterinnen der Frauengruppe freute es, dass die Stadt Kelsterbach eine Zimmerausstattung finanziert hat. „Das wussten wir gar nicht. Aber umso schöner ist es, dass wir nun auch einen Beitrag für die Hospizarbeit leisten können und an die städtische Vorlage somit anknüpfen“, zog Katja Ehrlich Resümee.

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