Neuerliche Klimademo in Bischofsheim im deutlich kleineren Rahmen
Man will ja weiterkommen. Die zweite Bischofsheimer Beteiligung an der „Fridays for Future“-Bewegung versuchte, inhaltlich auf der ersten vom September aufzubauen und nahm deshalb einen ganz anderen Verlauf. Nicht so sehr, dass der Demozug im Rahmen des Klimaaktionstages durch die Schulstraße diesmal in die entgegengesetzte Richtung lief, war dabei das Entscheidende, sondern der Ausklang im Foyer des Bürgerhauses. Diesmal gab es auch keine grundlegenden Reden zum (besser: gegen den) Klimawandel zu hören, sondern vor allem Material zum Lesen und Gelegenheit zum Fachgespräch.
Rein am Interesse der Bevölkerung gemessen, brachte dieser zweite Bischofsheimer Klimamarsch eine deutliche Abkühlung. So überraschend die Resonanz mit rund 150 Teilnehmern bei der Premiere am letzten Sommertag war, so enttäuschend könnte man die nur gut 30 Interessenten an dieser zweiten Ausgabe an einem nasskalten Spätherbstfreitag sehen, die sich vom Treffpunkt an der Bücherei am Freitagnachmittag (29.) auf den kurzen Weg zum Bürgerhaus machten. Die GALB als Initiator der Veranstaltung hatte allerdings vorgesorgt, dass der Kern der Hartgesottenen sich nicht mit Wiederholungen langweilt und so etwas mitnimmt von dem Nachmittag.
Vor dem Bürgerhaus hatte die Firma INEK vom Sonnenwerk ein Photovoltaik-Modell aufgebaut, ein Stromauto parkte vor dem Treppenaufgang, innen gab es nur eine kurze Ansprach von GALB- und Grünen-Chef Wolfgang Bleith und dann genügend Gelegenheit, sich mit Infos zum Thema zu versorgen.
Geboten wurden etwa Tipps für den Wechsel zum (wirklich) sauberen Stromanbieter oder ein Protokoll der Initiativen der GALB in Sachen Klimaschutz in den Bischofsheimer Gremien. Diana Lee erläuterte, was es bedeutet, eine Klima-Kommune zu werden (eine der GALB-Initiativen). Das alles war zum Teil handschriftlich auf DIN-A-2-Plakaten zu lesen – die gute alte 80er-Jahre-Schule eben.
Neben der INEK stellten sich auch Mitglieder der „Solidarischen Landwirtschaft“ an einem Tisch vor und informierten über ihre Ziele – nachzulesen unter
Das Netzwerk sucht an der Mainspitze noch nach seinen ersten Standbeinen. Genügend zu tun gibt es auch in Bischofsheim also, um den ökologischen Wandel einzuleiten, letztlich muss dies aber auch auf ein breiteres Interesse stoßen, um politisches Gewicht zu bekommen. Dafür muss die GALB bei den Bischofsheimerinnen und Bischofsheimer aber wohl noch ein dickeres Brett bohren.


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