Leserbrief Eine große Enttäuschung bleibt

gus

Am 5. Februar 2026 ist unser Vater im Alter von 88 Jahren verstorben. Unser Vater lebte sein ganzes Leben sehr engagiert in Wicker. Er war stolz darauf, ein Wickerer zu sein. Für viele Menschen war er eine feste Größe im Ort: immer ansprechbar, immer hilfsbereit, immer da. Über Jahrzehnte hinweg hat er das Gemeindeleben aktiv mitgetragen und geprägt.

Unzählige Male sang er in der Kirche, ebenso bei Beerdigungen auf dem Friedhof, und war der katholischen Gemeinde stets eng verbunden.

Umso schmerzlicher und für uns völlig unverständlich war es, dass unser Vater beim Abschied zunächst nicht durch das Läuten der Sterbeglocke von der katholischen Gemeinde verabschiedet werden sollte. Diese Entscheidung hat uns als Familie tief getroffen und sehr traurig wie auch verärgert zurückgelassen.

Erst nach einer Nachfrage und einer ausdrücklichen Bitte wurde unser Vater fünf Tage später doch noch durch das Glockenläuten verabschiedet. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken. Dennoch bleibt eine große Enttäuschung zurück. Der Umgang mit einem treuen und jahrzehntelangen Gemeindemitglied wirft Fragen auf – gerade in einer Zeit, in der sich die Kirche darüber wundert, dass immer mehr Menschen ihr den Rücken kehren. Nach dieser für uns sehr schmerzhaften Erfahrung werden es nun leider einige mehr sein.

Im Namen der Familie:

Roger Heimbuch

Wicker

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