Leserbrief Müllsammelaktion: Das müsste eigentlich nicht sein!

Leserbrief

Dem Aufruf der Stadtverwaltung folgend, versammelten sich am vergangenen Samstag rund 40 Bürgerinnen und Bürger am Bootshaus. Sie wollten das Flörsheimer Mainufer von dem Müll befreien, den "nette" Zeitgenossen dort hinterlassen hatten.

Erfreulich fand ich, dass sich mehrere Familien mit Kindern beteiligten. Ich bin sicher, dass das Umweltverhalten der Kleinen durch einen solchen Einsatz so positiv geprägt werden, dass sie wahrscheinlich niemals ihren Müll auf eine Art "entsorgen", dass andere ihn mühsam wieder einsammeln müssen.

Sehr geärgert habe ich mich über die vielen Zigarettenkippen. Garantiert hundert Mal, wahrscheinlich aber sogar häufiger, habe ich mich gebückt, eine Kippe aufgehoben und dabei die Raucher zum Teufel gewünscht. An einer Stelle fand ich mehrere Dutzend Glimmstengelreste. Der Verursacher war natürlich nicht da. Glück für ihn, denn auch 82-jährige Rentner können in solchen Fällen bösartig und unberechenbar werden.

Bei vielen Mitwirkenden kam am Ende der Aktion Stolz auf angesichts der respektablen Menge an eingesammelten Müll. Mich stimmte das eher traurig. Wirklich glücklich bin ich erst, wenn die Müllsäcke nach einem solchen Einsatz leer bleiben.

Mein Dank gilt allen Mitwirkenden, in erster Linie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung für die Idee zu dieser Maßnahme sowie deren Vorbereitung und Durchführung.

Bernd Zürn

Schillerstraße 1, Flörsheim

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