Friedliche und harmonische Veranstaltung

Fast dreitausend Teilnehmer bei der 16. ADFC bike-night in Frankfurt

Archivbild: privat
Bernd Zürn bei der bike-night 2022. Wegen S-Bahn-Ausfällen kam der Weilbacher in diesem Jahr nicht als Ordner zum Einsatz.
Bernd Zürn bei der bike-night 2022. Wegen S-Bahn-Ausfällen kam der Weilbacher in diesem Jahr nicht als Ordner zum Einsatz.

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„Ohne Zwischenfälle“, so die Polizeimeldung, endete am Samstag, 5. September, gegen 22.15 Uhr in Frankfurt die sogenannte „bike night“ genau dort, wo sie rund zwei Stunden vorher begonnen hatte: Am Eisernen Steg. Rund 2.600 Radfahrer/innen folgten an diesem milden Spätsom-merabend dem Aufruf des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club). In diesem Jahr fand die Veranstaltung schon zum sechzehnten Mal statt. Auch dieses Mal waren wieder zahlreiche aufwän-dig und fantasievoll geschmückte und/oder beleuchtete Fahrräder aller Art dabei.

Tour führt überwiegend durch westliche Stadtteile

Diesmal ging es zunächst rund dreihundert Meter mainaufwärts bis zur ‚Alten Brücke‘. Nach der Mainüberquerung folgte der bunte und fröhliche Zug dem Fluss auf dessen linker Seite, vorbei am Uniklinikum, durch die Stadtteile Niederrad und Schwanheim. Auf der – für diese Demo halbseitig gesperrten - Schwanheimer Brücke ging es auf der Mainzer Landstraße wieder stadteinwärts bis zur Waldschulstraße. Ihr bis zur Oeserstraße folgend erreichte der Zug das Rebstockgelände und die A 648. Mit dem Rad auf einer Autobahn? Völlig legal? Mit Tausenden von Gleichgesinnten, begleitet von Polizisten auf Motorrädern mit Blaulicht? Für die "alten Hasen" unter den Teilnehmern inzwischen schon Normalität, für die Neulinge ein aufregendes Erlebnis!

Vorbei am Messegelände, über den ’Güterplatz’, durch den Hafentunnel, den Baseler Platz querend und am Theater vorbei endete die Tour nach rund 22 Kilometern am Startpunkt, dem Eisernen Steg.

Frankfurt soll "Fahrradstadt" werden!

Das Motto (und auch Ziel) der diesjährigen Veranstaltung hieß: „Wir haben Lärm und Feinstaub satt - macht Frankfurt jetzt zur Fahrradstadt!“

Die Statistik besagt, dass an jedem Werktag mehr als eine Viertelmillion PKW nach Frankfurt rollen, um rund 470.000 Personen ("Einpendler") zu ihrem Arbeitsplatz zu bringen. Dazu kommen noch einmal mehr als einhunderttausend „Auspendler“. Das erzeugt unvorstellbare Mengen an Lärm und Feinstaub. Weniger als die Hälfte der Pendler nutzen die öffentlichen Verkehrsmitteln, noch weniger das Rad. Viele haben Angst, sich mit dem Rad in Frankfurt zu bewegen. Was viele verwundert: Beim bundesweiten "Fahrradklimatest" des ADFC - dort wird die Fahrradfreundlichkeit der Städte bewertet – kam Frankfurt tatsächlich auf Platz 1! Die dabei vergebene Gesamtnote 3,5 war freilich wenig schmeichelhaft.

S-Bahn-Ausfälle verhindern Helfer-Einsatz

Natürlich bot sich der Weilbacher Bernd Zürn den Organisatoren auch in diesem Jahr wieder als Helfer an. Zugausfälle und Verspätungen auf der S1-Strecke von Flörsheim in die Innenstadt sorgten dafür, dass Zürn fast eine Stunde zu spät kam. Seine für ihn vorgesehene "Ordnerwarnweste" hatte inzwischen ein anderer der mehr als fünfzig Helfer/innen übernommen.

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