Ein Fest des Engagements

Erste Stadträtin Heike Seibert sagt Ehrenamtlichen im Integrationsbereich Danke

Foto: Stadt Hattersheim
Die Erste Stadträtin Heike Seibert brachte den Ehrenamtlichen im Integrationsbereich gegenüber ihren Dank zum Ausdruck.
Die Erste Stadträtin Heike Seibert brachte den Ehrenamtlichen im Integrationsbereich gegenüber ihren Dank zum Ausdruck.

hb

Sie unterstützen beim Erlernen der deutschen Sprache, begleiten Menschen im Alltag, helfen bei Behördengängen, schaffen Begegnungsmöglichkeiten oder stehen dort zur Seite, wo ganz praktische Unterstützung gebraucht wird: Viele Hattersheimerinnen und Hattersheimer engagieren sich seit Monaten, manche bereits seit vielen Jahren ehrenamtlich für Integration und ein gutes Miteinander in der Stadt.

Dieses Engagement einmal ganz bewusst in den Mittelpunkt zu stellen und vor allem Danke zu sagen, war das Anliegen der Ersten Stadträtin und Sozialdezernentin Heike Seibert. Sie hatte die im Integrationsbereich Engagierten am Mittwoch, 30. September, zu einem „Fest des Engagements“ eingeladen.

„Wir würdigen zu Recht regelmäßig die wichtige Arbeit unserer Integrationslotsinnen und Integrationslotsen. Daneben gibt es aber viele weitere Menschen, die sich oftmals schon seit Jahren für andere einsetzen, ohne dass ihr Engagement besonders sichtbar wird oder öffentlich Anerkennung findet. Mir war es wichtig, auch diesen Menschen endlich einmal ganz ausdrücklich Danke zu sagen“, erklärt Seibert.

„Integration lebt von Menschen, die Verantwortung füreinander übernehmen“

In ihrer Begrüßung hob die Erste Stadträtin den besonderen Wert dieses oftmals im Hintergrund geleisteten Engagements hervor:

„Integration gelingt nicht allein durch Gesetze, Förderprogramme oder Verwaltungshandeln. Sie gelingt dort, wo Menschen aufeinander zugehen, Zeit schenken, zuhören, erklären, begleiten und ganz selbstverständlich helfen. Viele von Ihnen tun genau das – manche seit vielen Jahren. Dieses Engagement ist für unsere Stadt von unschätzbarem Wert. Dafür möchte ich Ihnen von Herzen danken.“

Dabei gehe es nicht allein um die konkrete Hilfe für einzelne Menschen. Ehrenamtliches Engagement schaffe Begegnungen, baue Berührungsängste ab und trage dazu bei, dass aus einem Nebeneinander ein Miteinander werde.

KISI schafft eine feste Anlaufstelle und bringt Engagierte zusammen

Dass die unterschiedlichen Formen des Engagements heute stärker zusammengeführt und miteinander vernetzt werden können, ist auch dem Projekt KISI („Kommunale Integrationsguides zur Stärkung der Integrationserfolge“) zu verdanken.

Mit Elena Schmidt, die als städtische Integrationsguide im Referat Jugend, Senioren und Soziales tätig ist, gibt es eine feste Ansprechpartnerin innerhalb der Verwaltung, bei der die unterschiedlichen Fäden zusammenlaufen. Sie steht Ehrenamtlichen und Ratsuchenden als Ansprechpartnerin zur Verfügung, vermittelt Engagementmöglichkeiten, unterstützt bei der Vernetzung und trägt dazu bei, die vielfältigen Aktivitäten im Integrationsbereich besser sichtbar zu machen.

„Genau eine solche Anlaufstelle hat uns gefehlt“, betont Seibert. „Wir wissen, dass es in Hattersheim eine große Bereitschaft gibt, sich für andere Menschen einzusetzen. Entscheidend ist aber auch, dass Engagement und Unterstützungsbedarf zueinanderfinden und Ehrenamtliche wissen, an wen sie sich wenden können. Mit KISI haben wir dafür eine wichtige Struktur geschaffen.“

Der Abend machte zugleich deutlich, wie wertvoll diese Vernetzung ist: Einige der Engagierten kannten sich trotz ihrer teilweise langjährigen Tätigkeit bislang nicht persönlich. Das Fest bot deshalb nicht nur Gelegenheit zur Würdigung, sondern auch zum Kennenlernen, zum Erfahrungsaustausch und zur Stärkung des gemeinsamen Netzwerks.

Neue Ideen entstehen aus einem starken Netzwerk

Elena Schmidt nutzte den Abend zudem für einen Rückblick auf die vergangenen Monate und einen Ausblick auf weitere Vorhaben. Dazu gehört die Idee eines neuen „Wohn-Cafés“. Es soll perspektivisch ein niedrigschwelliges Angebot für Menschen schaffen, die bei der Wohnungssuche Unterstützung benötigen. Für die Umsetzung wird auch hier ehrenamtliches Engagement eine wichtige Rolle spielen.

Als sichtbares Zeichen der Anerkennung überreichte Erste Stadträtin Heike Seibert den anwesenden Ehrenamtlichen Urkunden und kleine Präsente. Im Anschluss blieb bei Essen und Getränken bewusst Zeit für Gespräche und persönliche Begegnungen.

„Ehrenamt braucht nicht nur Dank, sondern auch Ansprechpartner, Austausch und Unterstützung. Mir ist wichtig, dass die Menschen, die sich für andere einsetzen, wissen: Ihr Engagement wird gesehen. Und wenn Sie Unterstützung brauchen oder eine Idee haben, gibt es in unserer Verwaltung eine Stelle, an die Sie sich wenden können“, erläutert die Sozialdezernentin.

Das Projekt „Kommunale Integrationsguides zur Stärkung der Integrationserfolge (KISI)“ wird durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der Europäischen Union gefördert sowie durch das Land Hessen kofinanziert.

Ansprechpartnerin für das Ehrenamt im Integrationsbereich:

Magistrat der Stadt Hattersheim am Main

Referat Jugend, Senioren und Soziales

Elena Schmidt, Integrationsguide

Telefon 06190/970-306

E-Mail elena.schmidt[at]hattersheim[dot]de

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