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Kalender mit Kinderkunst

Für 2017 hat das „Treffpünktchen“ des Grünen Hauses einen Jahreskalender mit Bilder und Collagen gestaltet

Nicht nur Rita Becker, Kerstin Hebauf und Gerlinde Goldhausen, auch Kinder und Eltern sind sehr stolz auf den schönen Kalender für das Neue Jahr.
(Foto: A. Kreusch)

HATTERSHEIM (ak) – Die Kinder des „Treffpünktchens“ im Grünen Haus am Weiher, ihre Betreuerinnen und ihre Eltern sind stolz: für das Jahr 2017 gibt es einen Kalender, der mit Bildern gestaltet wurde, welche die Kinder mit der Sulzbacher Künstlerin Kerstin Hebauf gefertigt haben. Hebauf engagiert sich schon lange ehrenamtlich für Kinder, unter anderem betreut sie seit fast zwanzig Jahren eine Hausaufgabenhilfe, sie malt und stellt ihre Bilder erfolgreich aus, schreibt Gedichte und hat bereits einen Roman geschrieben.

Seit September diesen Jahres kommt Kerstin Hebauf einmal im Monat ins „Treffpünktchen“, um mit den Kindern zusammen Bilder und Collagen zu gestalten. Diese „Mal- und Klebenachmittage“ sollen auch im nächsten Jahr beibehalten werden, denn nicht nur den Kleinen gefällt‘s, auch Kerstin Hebauf hat dabei viel Spaß. Zum Einsatz kommen an diesen „Kunst-Tagen“ natürlich nur Naturmaterialien, sogar der Kleber ist eine Art Tapetenkleister aus Mehl, Wasser und sonst nichts.

Die Nassauische Sparkasse Hattersheim, der Familientreff Hattersheim und Fraport haben es möglich gemacht, dass Kerstin Hebauf aus den mittlerweile schon entstandenen Kunstwerken einen schönen, ausdrucksvollen bunten Kalender zusammenstellen konnte. Jedes der Kinder ist darin mit mindestens einem Bild vertreten. Und auch wenn sie diese noch nicht signieren können, anhand ihrer Stempel können die Bilder den einzelnen Kindern zugeordnet werden. „Dem ‚Treffpünktchen‘ sind keine Kosten entstanden“, freut sich Leiterin Rita Becker, „die Kalender werden nun für zehn Euro verkauft und die Hälfte des Erlöses werden wir in neue Materialien für die Kunst-Vormittage und in die Sprachförderung stecken oder auch neue Spielsachen, Bilderbücher und was wir sonst noch so brauchen, anschaffen.“

Eine Vorschau der Bilder kann man auf der Homepage von Kerstin Hebauf unter www.kh-kunst.de sehen, dort kann der Kalender auch bestellt werden. In Hattersheim wird der Kalender natürlich im „Treffpünktchen“ (montags, donnerstags und freitags von 9 bis 11.30 Uhr) zu erwerben sein.

„Lebendiger Adventskalender“ 
Für Mittwoch, 7. Dezember, lädt das „Treffpünktchen“ alle Hattersheimer ein, das siebte Türchen des Adventskalenders am Grünen Haus am Weiher aufzumachen. „Wir wollen gemeinsam inne halten, eine Geschichte hören, singen, beten, zur Ruhe kommen und den Abend gemütlich und friedlich in der Gemeinschaft bei Kinderpunsch und Glühwein ausklingen lassen“, erklärt Rita Becker. Sie bittet darum, der Umwelt zuliebe eigene Tassen oder Becher mitzubringen und „den Augen zuliebe“ an eine Taschenlampe zu denken. „Der Umtrunk findet im Freien statt, also bitte auch kuschelig warm anziehen“, rät die Leiterin des Treffpünktchens. Selbstverständlich wird es auch an diesem Abend die Kinderkunst-Kalender des Treffpünktchens zu erwerben geben.

Der „Lebendige Adventskalender“ ist eine ökumenische Veranstaltung der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden Hattersheims. Vom 1. bis 24. Dezember schmücken die angemeldeten Familien und Institutionen ihre Fenster und sind für den jeweiligen Abend die Gastgeber.

Weihnachtspäckchenaktion 
Die vier Spielgruppen „Kleine Strolche“ in Eddersheim, „Rasselbande“ in Okriftel, „Posthofzwerge“ und „Treffpünktchen“ in Hattersheim haben in diesem Jahr die gemeinschaftliche Weihnachtspäckchen-Aktion „Kinder beschenken notleidende Kinder“ gestartet. Sie möchten damit gerne notleidenden Kindern aus unserer Region eine Freude bereiten. Dass sich die Mitgliederversammlung der Spielgruppen bewusst dafür entschieden hat, Kindern aus deutschen Familien eine weihnachtliche Freude zu machen, liegt darin begründet, dass man dort ein bisschen das Gefühl hatte, dass die in Armut lebenden deutschen Familien momentan „in unserer Medienlandschaft etwas zu kurz kommen.“ 

„Das wurde mir dann auch bei der ziemlich schwierigen Suche nach einer Organisation, an die wir die Päckchen weiterleiten können, bestätigt. Die Dame vom Diakonischen Werk Frankfurt sagte mir, wir wären die ersten und einzigen, die mal an die benachteiligten deutschen Kinder denken“, resümiert Rita Becker, sehr zufrieden damit, dass die Zielgruppe der Weihnachtspäckchen offenbar gut ausgewählt wurde, „was aber trotzdem nicht bedeutet, dass wir nicht auch allen armen Flüchtlingskindern schöne Geschenke zu Weihnachten wünschen.“ Alle Päckchen, die etwa die Größe von einem Erwachsenen-Schuhkarton haben und deren Inhalt den Wert von 15 Euro nicht übersteigen soll (sehr gut erhaltene Sachen für Kinder sind natürlich auch willkommen), werden in den einzelnen Spielgruppen bis zum Stichtag am 15. Dezember gesammelt und bei Rita Becker gelagert. Danach werden sie an den Diakonischen Dienst übergeben, der die Verteilung übernimmt. Vor allem wohnungslose Kinder etwa in der Bahnhofsmission, auf dem Wohnwagenstandort Bonames, in der Beratungsstelle für Frauen, dem Tagestreff für Frauen – 17 Ost und bei MIA, der Beratungsstelle für EU-Bürger, die hier keinerlei Ansprüche haben, sollen dann damit überrascht werden. 

„Geteilte Freude ist doppelte Freude!“ – mit dieser Aussicht lädt Rita Becker alle, die genug haben, ein, sich der Weihnachtspäckchen-Aktion der Spielgruppen anzuschließen. Wer nähere Auskünfte haben oder sich an der Aktion beteiligen möchte, kann sich gerne an Rita Becker unter der Email-Adresse ritabecker[at]gmx[dot]de wenden.

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