Alleinunterhalter Holger Metschan heizte am vergangenen Samstagabend schon vor dem Beginn der dritten Sitzung der Wilden Weiber Okriftel in der aktuellen Kampagne dem vollen Saal ordentlich ein: Ein Fassenachts-Gassenhauer folgte auf den nächsten, so dass die Stimmung sogar schon vor dem Einmarsch der 22 Elferratsdamen bestens war.
Natürlich folgte mit dem Beginn der Sitzung um 19.11 Uhr noch eine Steigerung, die den ganzen Abend über fortbestehen sollte. Das Gemeinschaftsgefühl war in diesem Jahr besonders ausgeprägt, denn das Sitzungsmotto "Pretty in Pink" wurde von allen im Saal konsequent umgesetzt - von den Wilden Weibern ebenso wie vom kompletten Publikum. Sämtliche Pinktöne fanden sich dort wieder, was auch Sitzungspräsidentin Daniela Heislitz in ihrer Eröffnungsrede freudig feststellte: "Der ganze Saal erstrahlt in Pink - oder sollte ich vielleicht besser sagen: In '50 Shades of Pink'?" Und selbstbewusst stellte sie zudem fest: "Wenn Barbie hier wäre: Die wäre neidisch!"
Die Farbe Pink wurde von den Wilden Weibern freilich auch nicht zufällig ausgewählt: Heislitz stellte fest, dass Pink für Lebensfreude und Glücklichsein steht, ebenso für Power, Weiblichkeit - "und mal wieder Mädchen sein." Und Frauen in Pink sind selbstbewusst, charmant, ein bisschen verrückt (aber immer mit Stil!), und wer so vor dem Spiegel steht, der sagt: "Scheißegal, ich zieh' das jetzt an, und zwar mit Stolz!"
Damit war der Takt vorgegeben für eine etwa fünfstündige Sause im Haus der Vereine, die insgesamt 14 Programmpunkte zu bieten hatte, darunter Auftritte der Candy Girls vom Gesangsverein Liederkranz Eintracht Eddersheim unter dem Motto "Glamourween" sowie von "Mixed Motion" , einer gemischten Gruppe bestehend aus zwölf jungen Frauen und Männern des TV Okriftel, die tänzerisch eine waschechte Hüttengaudi darboten. Und auch die Diamonds, die Mädelstanzgruppe des TV Okriftel, zeigten sich in diesem Jahr als “Wahrsagerinnen”.
Dazu gab es noch viel mehr Akrobatik und natürlich auch Büttenreden auf der pinkfarbenen Bühne: So stattete beispielsweise das Fassenachts-Urgestein Hansi Greb als “Hobbes” ein letztes Mal den Wilden Weibern einen Besuch ab. Greb befindet sich gerade auf Abschiedstournee, nach dieser Kampagne geht der "Hobbes" in den wohlverdienten Ruhestand.
Maurice Müller aus Diedenbergen schlüpfte in die Rolle eines Amazon-Paketboten, und Sven Eberth aus dem benachbarten Kriftel, bekannt als Sänger der Band "Deja Vu", machte seinem Ruf als Stimmungskanone alle Ehre.
Die Wilden Weiber Okriftel gibt es mittlerweile seit 23 Jahren. Seit der Kampagne 2003/2004 gibt es Jahr für Jahr ein neues Motto, das sich in Dekoration und Kostümen widerspiegelt. Auch in diesem Jahr waren wieder alle drei Sitzungen der Wilden Weiber ausverkauft, und wieder traten neben ortansässigen Mädels-Tanzgruppen auch Künstler aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet auf.


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