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André Schneider zum neuen Ehrensenator des Carneval Club Mainperle ernannt

Am Senats- und Ehrungsabend des CCM konnten viele langjährige Mitglieder Ehrennadeln aus den Händen des Vereinsvorsitzenden Frank Enders und des Sitzungspräsidenten Axel Knauber entgegen nehmen.
(Fotos: A. Kreusch)

OKRIFTEL (ak) – Auch in diesem Jahr war der traditionelle Senats- und Ehrungsabend des Carneval Club Mainperle (CCM) am Samstag, 9. Februar 2019, wieder ein prächtiges und närrisches Ereignis: Dem Gast bot sich im Haus der Vereine ein beeindruckendes Bild von schmucken weißen Sakkos und glitzernden rot-weißen Narrenkappen der vielen anwesenden Elferratsmitglieder und Senatoren des Okrifteler Vereins, bestens dekoriert mit ebenso festlich bekleideten Damen.

Nach einem leckeren gemeinsamen Abendessen begann für die geladenen Aktiven des CCM der offizielle Teil des Abends. Stephan Orban marschierte zum Narhalla-Marsch ans Mikrofon und begrüßte alle im Saal auch im Namen des Vereinspräsidiums zu einem wunderschönen Abend. Diesmal ging er dann nicht gleich zur Ernennung eines neuen CCM-Senators über, er hatte zunächst noch einen Glückwunsch zu überbringen: Ehrensenator Ernst Pauly feierte seinen 80. Geburtstag am Tag des Senats- und Ehrungsabends – genau der richtige Rahmen, um ihm zu gratulieren und für seine langjährige Vereinstreue Dank auszusprechen.

Dann begann Orbans „eigentlicher Job“: Er schilderte humorig, wie es dazu kam, dass André Schneider in diesem Jahr in den närrischen Olymp aufgenommen wurde – dabei spielte ein „schattiges Bergdorf im Taunus“ genauso eine Rolle wie ein in Okriftel praktizierender Allgemeinmediziner und ein „Senator aus den Bergen“. Auch dass der 50-jährige Eppsteiner Maschinenbau-Ingenieur mit Lebensstationen in Hofheim, München, Düsseldorf, Istanbul und Mexico-City nicht nur durch seinen familiären Rückhalt mit Gattin, Tochter und Hund „Gucci“, sondern auch durch deren „kulturelles Interesse“ und durch Hobbys wie Joggen, Ski fahren und Radfahren quasi prädestiniert ist, in den Ehrensenat des CCM aufgenommen zu werden, konnten die Zuhörer nur lachend bestätigen. Auch dass der neue Ehrensenator „nicht viel Schnickschnack braucht“, gerne über Badesalz lacht, die Musik der 80er Jahre liebt und von sich selbst behauptet, er „kann fast alles, aber nix richtig – außer Tanzen, zu jedem Beat und in jeder Lage“, wurde mit lobendem Beifall bedacht. Zum Bedauern der Damen im Saal wollte der neue Senator allerdings zu so früher Stunde der Aufforderung Stephan Orbans zu einer tänzerischen „Kostprobe“ doch noch nicht folgen. Aber: „Die Damen sind aufgefordert, das bei Gelegenheit mal auszuprobieren“, schlug Orban schmunzelnd vor.

Nachdem der neue Ehrensenator seine Kappe und seinen Orden in Empfang genommen hatte, übernahm der CCM-Vorsitzende Frank Enders den Platz im Rednerpult: Ehrungen langjähriger Mitglieder standen nun auf dem Programm. Vereinsnadeln in Bronze durften für 15-jährige Mitgliedschaft Gabi Böttcher und Horst Korte aus seinen Händen entgegennehmen. „Gabi Böttcher ist seit 2004 bei den Hexen dabei – und mit Nadeln kennt sie sich aus“, stellte Enders gut gelaunt fest, als er der Heilpraktikerin die Bronzenadel in die Hand gab, damit sie sie sich selbst anstecken solle. Horst Korte ist dem CCM seit der Okrifteler 900-Jahr-Feier treu, er war zehn Jahre Mitglied im Männerballett. Im Moment setzt er seine Freizeit dafür ein, dass es auf der „Ranch“ des CCM „ordentlich aussieht“. „Es gibt auf dem Gelände nichts, was er nicht weiß“, lobte Enders dessen Einsatz.

Für 25-jährige Mitgliedschaft im CCM wurden Ilona und Karl Heinz Spengler mit der silbernen Ehrennadel des CCM geehrt. „Ilona weiß als gelernte Schneiderin genau, welchen Stich sie im Nadel- und Faden-Team zu setzen hat. Sie ist sehr hilfsbereit und reist gerne nach Mallorca – nimmst du da den Karl Heinz eigentlich mit?“, fragte Frank Enders die Gattin des Ersten Stadtrats. Ihr bejahendes Schmunzeln wurde gleich mit einem „Bin ich beruhigt, dass du mitdarfst!“ an die Adresse von Karl Heinz Spengler kommentiert. „Es ist immer schön, wenn man bei einem Gläschen Wein von ihm etwas über die Okrifteler Geschichte erzählt bekommt“, verriet Frank Enders über seinen Kollegen vom Okrifteler „Bühnsche“.

„Es gibt noch andere, die die Narrenkappe schon lange aufhaben: Markus Caspari ist seit 25 Jahren Mitglied im CCM. Der Tischlermeister ist seit neuestem im Programmausschuss unsere Vereins. Er hat musikalisch einiges drauf und dort können nun vor allem die Musiker auf der Bühne von seiner Erfahrung profitieren“, erklärte Enders, bevor er seinem Taucher-Kollegen die silberne Nadel ans Revers steckte. Michaela Stäbe hat von klein auf alle Tanzgruppen des CCM „durchlaufen“, ist eine Weile bei der Garde „hängen geblieben“ und tanzt nun bei den „Estrellas“ mit – auf diese Weise kann sie nun schon auf eine 35-jährige Mitgliedschaft im CCM zurückblicken. Auch Peter Findeklee ist dem Verein schon so lange „immer treu gewesen“.

Traditionsgemäß wurden in der CCM-Fastnacht langjährig aktive Mitglieder, die beim Senats- und Ehrungsabend anwesend waren, persönlich von Sitzungspräsident Axel Knauber geehrt.

Knauber freute sich, zuerst Laura und Lena Stammer, die ihre Tanzkarriere einst bei den „Lollipops“ begannen, mittlerweile in der Garde tanzen und zum Helferteam des Sommerfestes gehören, für zehn Jahre Mitgliedschaft im CCM eine bronzene Ehrennadel verleihen zu dürfen. Petra Jarnagin, die „das närrische Gen schon mit der Muttermilch eingesogen hat“, war als Tochter von Günter Tannenberger zwar auch „schon in jungen Jahren aktiv“, sie ist aber „jetzt wieder im Verein durchgestartet“. Seit zehn Jahren wieder Mitglied, ist sie nun im geschäftsführenden Vorstand aktiv. Ute Becker ist diejenige, die „unsere Auftritts- und Umzugskostüme an die Astralkörper“ der aktiven Mitglieder anpasst und die damit „unschätzbare“ Arbeit im CCM leistet. Sie alle erhielten die bronzene Ehrennadel aus den Händen von Axel Knauber.

Rekordhalterin als jüngste Sitzungsteilnehmerin ist Isabell Stäbe, die schon im zarten Alter von drei Tagen im Narrentrubel dabei war. Auch sie hat – im jeweils richtigen Alter – alle Tanzgruppen des Vereins durchlaufen und kann mittlerweile auf 20 Jahre Mitgliedschaft im CCM zurückblicken. Das war eine silberne Ehrennadel wert.

„Oli und Mo“, Olrik Orzelski und Mohamed Almalqui, sind sonst immer „hinter dem Vorhang“ der CCM-Sitzungen aktiv. „Das ist aber ein sehr bekanntes Duo beim CCM, sie sorgen für den guten Ablauf der Sitzungen“, erzählte Axel Knauber, weshalb er an dieser Stelle nicht nur bronzene Nadeln, sondern auch einen „goldenen Oskar“ für die beste Bühnenregie vergab.

Bei ihrer an die Ehrungen anschließenden Ernennung zu neuen Elferrats-Mitgliedern hatten Markus Stammer und Jan-Philipp Schmidt dann ein „knallhartes Auswahlverfahren“ zu durchlaufen. Und eines war dabei natürlich schon zu Beginn sicher: am Ende waren beide – ganz egal, ob sie die angespielten Karnevallieder erkannten oder nicht – diejenigen, die dem Elferrat in Form von sechs Flaschen Asbach einen noch vergnügteren Abend bescheren würden. Nebenwirkung dieses Ablaufs waren allerdings auch, dass viel gemeinsam gelacht und gesungen werden konnte, egal, ob eine der den beiden ausgehändigten Hupen, die beim Erkennen eines Liedes zum „Möpen“ gebracht werden mussten, tatsächlich ertönten oder nicht.

Im Anschluss an den offiziellen Teil des Senats- und Ehrungsabends standen noch zwei „Appetit-Happen“ aus dem Programm der kommenden Kappensitzungen an – über die an dieser Stelle allerdings natürlich noch nichts verraten wird. Nur so viel: Es lohnt sich, auch die diesjährigen Kappensitzungen des CCM zu besuchen, es wird viel zu lachen und zu bewundern geben.

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