Es sollte ein Befreiungsschlag im Kampf und den Klassenerhalt in der Hessenliga werden. Stattdessen steckt der FC Eddersheim nun als Tabellen-Dreizehnter mitten im Abstiegskampf, als Achtletzter in der Tabelle. Der bisherige Tabellenletzte Rot-Weiß Hadamar schob sich dagegen auf den drittletzten Platz vor, hat noch zehn Punkte Rückstand auf die Elf von der Staustufe. Am Ende stand vor rund 200 Zuschauern eine 2:3 (1:2)-Auswärtsniederlage bei den Mittelhessen, die sich nun wieder leichte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen.
Auf dem Kunstrasen in Hadamar machte der FC Eddersheim den besseren Eindruck, ging durch Matthias Hille (3.) sogar früh in Führung. Schlimme individuelle Fehler in der Abwehr ermöglichten Hadamar durch Dimter (6.) und Jan Vogel nur fünf Minuten später aber die 2:1-Halbzeitführung.
Die Eddersheimer vermissen den nach wie vor verletzten Kapitän Jörg Finger, der auch in dieser Woche noch nicht ins Training einsteigen kann. Außerdem fehlte letztlich die nötige Härte und Entschlossenheit in den Zweikämpfen. „Wir haben teilweise völlig kopflos agiert“, urteilte der zurecht saure Trainer Marcel Kaffenberger. Zur Zeit sind es noch sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang.
„Es war ein Nackenschlag der weh tut, aber klar ist auch: Es war ein Spiel, in dem es nur um drei Punkte ging, man muss die Ruhe bewahren. Die Mannschaft ist das zweitjüngste Team der Liga und noch sehr unerfahren“, meinte Kaffenberger, dessen Team erst kurz vor Schluss und zu spät den Anschlusstreffer zum 2:3 durch Marco Speck schaffte. Zuvor hatte Koch (70.) das 3:1 für die Gastgeber markiert.
Am kommenden Sonntag (15 Uhr) wartet eine weitere hohe Hürde auf die Eddersheimer, die sich nach wie vor mit großen personellen Problemen herumschlagen. Zuhause gegen den Tabellendritten Türk Friedberg, der gerade Tabellenführer Eintracht Frankfurt II auf eigenem Platz deutlich mit 4:2 besiegte und nur hauchdünn hinter Frankfurt und Gießen zurückliegt, gelten die Eddersheimer als krasser Außenseiter. Ob von den vielen verletzten und erkrankten Spielern auch nur ein Akteur zurückkehrt, ist mehr als fraglich. Sollte es erneut zu keinem Punktgewinn reichen, würde sich die Tabellensituation vor den letzten zehn Spieltagen weiter für den FCE zuspitzen.
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