Sonderführung im Stadtmuseum zum Thema Zwangsarbeit

pm

Im Rahmen des städtischen Programms „Orte der Demokratie in Hattersheim am Main“ lädt der HGV am Sonntag, 17. Mai, um 11 Uhr zu einer Sonderführung ins Stadtmuseum ein. Im Mittelpunkt steht ein besonderer Zeitabschnitt der Firmengeschichte der Papier- und Cellulose-Fabrik Okriftel.

Bis 1938 hatte die jüdische Familie Offenheimer das Werk erfolgreich betrieben. Nach ihrer Enteignung war die Fabrik von Unternehmern mit guten Kontakten zur NS-Regierung weitergeführt worden. Ab 1942 wurde die Produktion mit Zwangsarbeitern aufrechterhalten. Über deren Einsatz, ihre Herkunft und Unterbringung wird während der Führung durch die Dauerausstellung sowie anhand von zusätzlichen Exponaten informiert.

Im Anschluss daran wird der Film „Lebenswege – Zwangsarbeiterinnen in Okriftel“ gezeigt, der den Besuch ehemaliger ukrainischer Zwangsarbeiterinnen im Jahr 2003 in Hattersheim dokumentiert. Der 35-minütige Film entstand im Rahmen eines von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ geförderten Begegnungsprojekts mit der Heinrich-Böll-Schule.

Die Veranstaltung im Museum versteht der Geschichtsverein als Beitrag zur Erinnerungskultur und Förderung des gesellschaftlichen Dialogs.

Die Führung ist kostenfrei. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Informationen auch über www.hattersheimer-geschichtsverein.de.

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