Das Wasser im Weiher des Freizeitparks ist derzeit abgelassen. Grund dafür ist der zunehmende Algenteppich, der zuletzt bereits zu einer starken Geruchsbelästigung geführt hat. Da zudem die Fontäne ausgetauscht werden muss und zuletzt keine ausreichende Umwälzung des Wassers mehr möglich war, hat die Gemeinde den Weiher nun geleert. Das Becken wird gereinigt und bleibt bis zum geplanten Umbau im Winter ohne Wasser.
„Das sieht im Moment natürlich nicht besonders schön aus. Aber auch das stark grüne Wasser war kein schöner Anblick. So können wir zumindest weitere Kosten für Wasser und die Bekämpfung der Algen vermeiden“, erklärt Erster Beigeordneter Martin Mohr und bittet um Verständnis.
Der Weiher ist ein beliebtes Ausflugsziel, bereitet der Gemeinde jedoch seit Längerem Probleme. Das Becken ist marode und das Wasser neigt zunehmend zur Veralgung. Eine Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass eine vollständige Erneuerung des Beckens notwendig ist. Die Gemeindevertretung hatte die Erneuerung bereits im vergangenen Jahr beschlossen.
Erste Bodenuntersuchungen fanden im Mai statt. Mithilfe von Rammsonden wurden unter anderem die Zusammensetzung des vorhandenen Untergrunds, die Bodenklassifizierung und die Höhe des Grundwasserspiegels ermittelt. Die Ergebnisse sind unter anderem wichtig, um den später anfallenden Aushub fachgerecht behandeln und entsorgen zu können.
Wasserpflanzen- und Schilfzone zur biologischen Reinigung
Bei der Neugestaltung soll die bisherige Form des Weihers grundsätzlich erhalten bleiben. Das Becken wird jedoch tiefer und neu zoniert. „Mehr Wassertiefe bedeutet mehr Wasservolumen und damit eine geringere Aufheizung des Wassers. Das wirkt der Algenbildung entgegen“, erläutert Martin Mohr. Zusätzlich sind eine Wasserpflanzen- und Schilfzone zur biologischen Reinigung sowie ein Quelltopf zur kontinuierlichen Umwälzung des Wassers vorgesehen. Die Pflanzen sollen durch ihren Nährstoffverbrauch das Algenwachstum zusätzlich hemmen.
Für die künftige Abdichtung des Beckens wurden verschiedene Materialien hinsichtlich Dichtigkeit, Langlebigkeit, Pflegeaufwand, Frost- und UV-Beständigkeit, Kosten sowie Umwelt- und Klimafreundlichkeit miteinander verglichen.
Für die Erneuerung liegt der Gemeinde Kriftel bereits ein positiver Förderbescheid aus Mitteln des Klima- und Transformationsfonds des Bundes in Höhe von 246.480 Euro vor. Die eigentlichen Arbeiten sollen nach der Brut- und Nistzeit der heimischen Tiere im Dezember beginnen. Bis dahin bleibt der Weiher nach der jetzigen Reinigung leer.


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