Wenn jedes Foto zum Selbstporträt wird

Krifteler Fotograf Arno Kratky zeigt Porträts und Frankfurt-Impressionen

hb

Das Kulturforum Kriftel lädt gemeinsam mit Bürgermeister Christian Seitz am Mittwoch, 4. November, noch einmal alle Kunstinteressierten zu einer Ausstellungseröffnung ins Krifteler Rat- und Bürgerhaus ein: In der Krifteler Galerie präsentiert der Krifteler Fotograf Arno Kratky, auch Mitglied des Foto- und Filmclubs Kriftel, eine Auswahl seiner Porträts und Frankfurt-Impressionen.

Vernissage am Mittwoch, 4. November, 19 Uhr

„Mein Vater war ein begeisterter Fotograf. Von ihm habe ich wohl die Leidenschaft geerbt und das Handwerk gelernt – zu meiner Zeit sogar noch analog, in einer richtigen Dunkelkammer", blickt Arno Kratky zurück. Seit 45 Jahren begleitet ihn diese Leidenschaft; die Fotografie ist für ihn Beruf und Berufung zugleich. Sie ist sein Weg, Gefühlen und Emotionen Ausdruck zu verleihen und sie – mal mit anderen geteilt, mal ganz bewusst allein erlebt – nahezu meditativ zu erfahren. In seinen Bildern hält er fest, was ihn bewegt und berührt. Daher auch der Titel der Ausstellung: „Truly every photograph is a self-portrait" – jedes Foto ist ein Selbstporträt.

Zwei Schwerpunkte prägen sein Schaffen: Städte und Architektur, allen voran Frankfurt – und, ganz besonders, der Mensch. Die Arbeit mit jemandem gegenüber der Kamera, die Emotionen, die Kreativität, das Feedback: „Es gibt kein anderes Genre in der Fotografie, das dieses Zusammenspiel der Kräfte so zur Entfaltung bringt", ist Arno Kratky überzeugt.

Auch die digitale Bildbearbeitung gehört für ihn untrennbar zur Fotografie – wie die Gewürze zum Kochen: Beides muss man mit Bedacht einsetzen, sonst verdirbt man das leckerste Gericht oder das schönste Foto. Bewusste Inszenierung schätzt er sehr, doch manchmal ist für ihn der ungeplante Augenblick unschlagbar.

Dr. Frank Fichert, der Vorsitzende des Kulturforums, und Bürgermeister Seitz eröffnen die Ausstellung am Mittwoch, 4. November, um 19 Uhr. Besucht werden kann sie anschließend bis zum 30. November, und zwar montags bis mittwochs sowie freitags von 8 bis 12 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr.

Ein Einblick in sein Werk also – und, wenn man dem Titel der Ausstellung glauben darf, zugleich in die Person hinter der Kamera.

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