Sepsis, umgangssprachlich auch Blutvergiftung genannt, ist die schwerste Verlaufsform einer Infektion. Sie entsteht, wenn die Immunabwehr des Körpers außer Kontrolle gerät und damit beginnt, die eigenen Organe zu schädigen. Nicht nur Bakterien, auch virale Infektionen der Atemwege, wie Covid-19 oder Grippe, können zu einer Sepsis führen. Über Möglichkeiten der Vorbeugung, Früherkennung und Behandlung und vieles mehr rund um diese Erkrankung spricht Marion Pfeiffer auf Einladung des Familienzentrums Kriftel am Donnerstag, 5. März, um 19 Uhr im Rat- und Bürgerhaus. Der Eintritt ist frei.
„Eine Sepsis ist ein Notfall wie ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall. Jede Verzögerung mindert die Überlebenschancen und verstärkt die Langzeitfolgen“, betont Marion Pfeiffer. Die Ehefrau eines Sepsis-Betroffenen möchte ihre persönlichen Erfahrungen teilen und darauf aufmerksam machen, wie schnell Sepsis das Leben verändern kann. Ihr Engagement soll dazu beitragen, das Bewusstsein für Sepsis zu stärken – denn frühzeitiges Erkennen kann Leben retten.
Dank ihres Engagements wurde der Main-Taunus-Kreis im Oktober 2024 „Sepsis-Vorreiterregion“. Das Modellprojekt wird unterstützt von Prof. Dr. Michael Booke, Chefarzt der Varisano-Kliniken, und der Sepsis Stiftung um Prof. Konrad Reinhart. In Deutschland sind jährlich fast 500.000 Menschen von Sepsis betroffen, von denen 140.000 versterben, teilt die Sepsis-Stiftung mit Sitz in Berlin mit. Die Mehrheit der Todesfälle sei jedoch durch Vorbeugung (Impfungen und Hygiene), Früherkennung und Behandlung als Notfall vermeidbar.
Weitere Infos unter: https://sepsis-mtk.de/
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