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Einstimmung mit purpurnem Altarraum

Germania-Chöre und der Posaunenchor leiteten in voll besetzter katholischer Kirche das Fest ein

In purpurfarbener Beleuchtung war der Altarraum eingefärbt, als die Chöre ihr Liedgut vortrugen, hier die Happy Voices.
(gus/Fotos: Steinacker)
 

BISCHOFSHEIM (gus) – Die Weihnachtskonzerte des GV Germania sind ein wahrer Publikumsmagnet. Die Bänke in der Bischofsheimer katholischen Kirche waren am Dritten Advent, 16. Dezember, wieder bis auf den letzten Platz besetzt, als die beiden Germania-Chöre, der Gemischte Chor und die Happy Voices, zum Weihnachtskonzert luden. Zusammen mit dem Evangelischen Posaunenchor, der nach der Begrüßung durch den Hausherrn Pfarrer Karl Zirmer und die Germania-Vorsitzende Christa Hechler den Auftakt des Abends mit drei Stücken machte, wurde ein zweistündiges Programm mit enorm abwechslungsreichen weihnachtlichen Tönen geboten.

Natürlich begrenzt sich die Auswahl des Liedguts, wenn es um eine bestimmten Anlass wie nun das Weihnachtsfest geht. Aber wenn man über die meist romantisch veranlagten klassischen deutschen Stücke hinausschaut, entdeckt man schnell, dass Weihnachten in der Welt unterschiedlich besinnlich begangen wird. Der Evangelische Posaunenchor, unter der Leitung von Matthias Schütz blieb da eher bei seinen Leisten mit „Tochter Zion“ in der Bearbeitung von Anne Weckeßer, gefolgt von „Gabrielas Song“ nach Stefan Dan Nilsson und „Engel bringen frohe Kunde“, in der Bearbeitung von Matthias Schnabel.

Der Boden war damit bereitet, die Chöre traten auf die Stufen des Altarraums, der in purpurfarbenes Licht getaucht war und so eine heimelige Atmosphäre bot. Die „Happy Voices“, unter der Leitung ihrer neuen Leiterin Janina Hirsch und begleitet von Roxanna Littau, präsentierten sich als nächstes in ihrem ersten Block gewohnt multilingual wie stilvariierend, beginnend mit „All praise to thee“ und dem äußerst deutschen „O Tannenbaum“. Aber auch das finnische traditionelle Lied „Vem kan segla“ (Solistinnen hierbei: Renate Jost und Alexandra Rückert) kennen die Bischofsheimer nun.

Die Dirigentin des Gemischten Chores, Elena Bauer, ging dem Auftritt ihrer Sängerinnen und Sänger mit dem Solostück „Agnus Dei“ nach Georges Bizet voraus. Der Chor trug in seinem Block zunächst „Heilige Nacht“ nach J. Fr. Reichard vor, gefolgt von „Hör das Lied, das ich sing, Halleluja“ von Hans Weiß-Steinberg und „Wieder naht der heil‘ge Stern“ von Lorenz Maierhofer. Aus Frankreich stammt „Engel haben Himmelslieder“, den Abschluss bildete „Gloria, Gloria Gott in der Höh“ nach Gustav Rochlich.

Ein zweites Solo bot Mara Schindler anschließend mit „Stern über Bethlehem“ und leitete so auf den zweiten Block der „Happy Voices“ über, der Lieder in drei Sprachen enthielt. Wie im ersten Block vor allem englischsprachiges Gut wie „Silver Bells“ und das poppige „Merry Christmas, everybody“, aber auch der spanische Neuzeit-Klassiker „Feliz Navidad“, dazu das als ökumenisches Weihachtslied geltende „Ich steh an Deiner Krippe hier“ aus dem 17. Jahrhundert.

Zwei Chöre, ein Gesangverein Germania, das bewiesen die Happy Voices und der Gemischte Chor anschließend durch das gemeinsam vorgetragene „Tochter Zion“ und „Gelobt sei der da kommt“. Zum Abschluss kamen als Zugabe noch einmal alle Akteure zusammen: Posaunenchor, Happy Voices und Germania intonierten zusammen mit den Publikum „O Du fröhliche“, ehe Christa Hechler die Veranstaltung mit Dankesworten beendete.

Schade immer wieder nur, dass es hierzulande weiter als unschicklich angesehen wird, in einem Kirchenraum Begeisterung auch mit der dazugehörigen Lautstärke auszudrücken, sonst wäre der Applaus zwischendrin wie am Schluss angesichts der Leistungen der Beteiligten etwas tosender ausgefallen, als es zu hören war.

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