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Empörung über Brief aus dem Rathaus

Aufregung bei der Jahreshauptversammlung der Generationenhilfe Mainspitze um Mietforderung

BISCHOFSHEIM (pm/(hwf) – Am 17. April fand die gut besuchte Jahreshauptversammlung der Generationenhilfe Mainspitze im Bischofsheimer Rathaus „Palazzo“ statt. Nach der Begrüßung durch Vorstandssprecherin Gertraud Berg waren die Formalitäten schnell erledigt, es folgte der Rechenschaftsbericht. Hier war die Arbeit der aktiven‚ Mitglieder hervorzuheben.

 

Gegenwärtig werden 31 Personen regelmäßig und 16 Personen durch immer wiederkehrende Aufträge betreut. Darüber hinaus werden und wurden eine Vielzahl von Personen spontan und kurzfristig unterstützt. Insgesamt wurden 4080 ehrenamtliche Stunden geleistet. Im Trafohaus Bischofsheim und Rathaus Ginsheim finden regelmäßige Sprechstunden statt. Darüber hinaus besteht für Notfälle ein Telefondienst.
Die Projektarbeit war ein weiterer Schwerpunkt. Projektarbeiten erfolgen zum Beispiel in den Kindertagesstätten Klinker, Birkenweg und Parkweg in Bischofsheim, in der Georg-Mangoldschule und in der IGS Mainspitze. Im Seniorenheim Bischofsheim ist die Generationenhilfe schon von Beginn an tätig, in Kürze wird eine Zusammenarbeit mit dem Haus Mainblick in Gustavsburg anlaufen.
Hervorgehoben wurden zudem der wöchentlich stattfindende Kreativtreff im Mehrgenerationenhaus, der monatliche Kaffeetreff, die mehrmals stattfindende Veranstaltung „Film und Gespräch“, die Ausflüge, Besichtigungen, Vorträge und Fortbildungsveranstaltungen. Nicht zu vergessen der Einsatz der Riege der Nikoläuse.
Vom Kassierer wurde berichtet, dass die Generationenhilfe Mainspitze auf finanziell gesunden Füßen steht, insbesondere durch Spenden. Für viel Aufregung sorgte ein Brief der Gemeinde Bischofsheim, in dem von der Generationenhilfe Nutzungsgebühren für das Trafohaus gefordert werden. Sollte der Verein den Mietvertrag nicht innerhalb kurzer Zeit unterschreiben, müsste das Trafohaus im Juni 2013 geräumt werden. Einen kostenlosen Ersatzraum könne die Gemeinde Bischofsheim nicht anbieten.
Die Mitglieder der Generationenhilfe haben für diesen Vorgang kein Verständnis. Der Verein, der mildtätig und gemeinnützig ist, wurde auf Initiative des Landes Hessen und des Landkreises Groß-Gerau gegründet und finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Er leistet soziale Dienste, die die Gemeinden entlasten. Nach lebhafter Diskussion wurde von der Versammlung einstimmig beschlossen, den Vertrag nicht zu unterschreiben, sondern sich mit einem offenen Brief an die Fraktionen zu wenden, in dem die Sachverhalte nochmals dargestellt werden.
Bei den nachfolgenden Wahlen wurden Gertraud Berg, Roswitha Masek, Friedhelm Scholl und Margareta Wutz durch die Versammlung einhellig bestätigt. Wolfgang Förster wurde als Nachfolger von Reiner Rohr gewählt. Mit folgendem Zitat appellierte Gertraud Berg an alle, im Verein aktiv mitzuarbeiten „Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zu viel Zeit, die wir nicht nutzen!“. 
Weitere Infos unter www.gh-mainspitze.de.
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