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Feiern an einem See im Gleichgewicht

Beim Seefest des ASV Bischofsheim im Wüsten Forst waren die gegrillten Fische blitzschnell ausverkauft

Der Zuspruch war beim Seefest des ASV so groß, dass die 300 Portionen Grillfisch schon am frühen Mittag vertilgt waren. Das Angebot hielt jedoch jede Menge Alternativen bereit.(Fotos: Enger)
 

BISCHOFSHEIM (me) – Das bisherige Fischerfest des ASV Bischofsheim 1924 heißt nun „Seefest“ und fand am vergangenen Sonntag, 15. Juli,  auf dem Vereinsgelände „Am Wüsten Forst“ statt. Beginn war für alle Gäste wie immer um 11 Uhr. Die Fischer der geladenen Vereine aus der Region trafen sich allerdings schon in den frühen Morgenstunden zum Freundschaftsfischen. Dabei waren der ASV Rüsselsheim, der ASV Königstädten, der ASV Bauschheim, der AV Erlensee, der ASV Trebur, der ASV Ginsheim, AV 1952 Groß-Zimmern und Forelle Bauschheim.

Das schöne Sommerwetter lockte viele Besucher an, die sich überwiegend im Freien aufhielten und die Zeit unter den Sonnenschirmen und Bäumen verbrachten. Es gab Zanderfilet vom Grill mit Remoulade dazu und selbst gemachtem Kartoffelsalat – die Frauen des ASV hatten dazu gemeinsam 100 Kilo Kartoffeln gekocht, gepellt und geschnippelt – bereits kurz nach 12 Uhr waren die 300 Portionen gegrillter Fisch ausverkauft. Wer später kam, musste entweder Fischbrötchen in verschiedenen Variationen oder Spießbraten und Würstchen essen. Man konnte sich aber auch auf das reichhaltige Angebot der Kuchentheke stürzen.

Die musikalische Unterhaltung hatten in diesem Jahr „Sigi Nachtmann und Freunde“ übernommen und sorgten bei den Besuchern mit aktuellen Hits und Evergreens für gute Laune. Die Verantwortlichen freuten sich über die vielen Besucher und die besonderen Gäste, zu denen der neue Oberbürgermeister der Stadt Rüsselsheim, Udo Bausch, Bürgermeister Ingo Kalweit und Sabine Bächle-Scholz, die „Chefin“ des Bischofsheimer Gemeindeparlaments, gehörten.

Angesichts des Erfolgs liegt es nahe, dass der ASV sein Seefest im kommenden Jahr wiederholen wird. Vielleicht entscheidet der Vorstand dann, ein paar Portionen Zanderfilet mehr zu grillen, damit alle, die Fisch essen möchten, auch welchen bekommen. Solch eine Veranstaltung ist jedoch immer sehr schwer zu kalkulieren, denn es ist ja auch nicht im Sinne des Vereins, zu viele Portionen übrig zu haben.

Die Organisation und Durchführung eines solchen Festes ist ein Kraftakt, vor allem aber ein zeitliches Problem, denn es ist ja nicht nur das zu tun, was die Besucher sehen. Vieles ist zu planen, zu organisieren und zu besorgen. Deswegen waren die Verantwortlichen René Makohl (1. Vorsitzender), Torsten Felling (Sportwart und Koordinator des Festes), Detlef Wehner (2. Vorsitzender) und Thomas Hof (Pressewart und 2. Vorsitzender des Verbandes hessischer Fischer), sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. Sie dankten allen Helfern für den reibungslosen Ablauf, denn ohne sie geht es in keinem Verein.

Mehrere Sponsoren halfen des ASV bei der Finanzierung des Festes. Das erwirtschaftete Geld wird für die Jugendarbeit, die sich im Aufbau befindet, verwendet. Zurzeit sind es zwölf Jugendliche, die gerne angeln. Der Verein würde sich über Hilfestellung von älteren Vereinsmitgliedern freuen, die den „Frischlingen“ mit Rat und Tat zur Seite stehen, wie Jugendwart Michael Maurer dem Lokal-Anzeiger berichtete. „Wir wollen, dass die Jugendlichen die Natur hautnah kennenlernen und dabei auch Verantwortung übernehmen, damit unser See noch viele Jahre der Lebensraum für Tiere und Pflanzen bleibt und so für die Vereinsmitglieder und Besucher ein Platz der Ruhe und Erholung im Ballungsgebiet Rhein-Main ist. Jugendarbeit ist für jeden Verein ganz wichtig.“

Besonders zu erwähnen ist auch, dass mit René Makohl einer junger 1. Vorsitzender an die Spitze des Vereins gewählt wurde. Wie er berichtete, ist es dem Verein wichtig, die Natur rund um den herrlichen See zu erhalten, denn nur so können die Mitglieder die Zeit auf dem Vereinsgelände genießen. Es kostet viel Zeit und Arbeit, die Wassergüte zu erhalten und zu verbessern, die Fischbestände zu pflegen und auch die vielfältigen Pflanzen auf dem Gelände zu erhalten, aber alle Mitglieder sind mit Herz und Seele dabei. „In unserem See schwimmen Giebel, Karpfen, Hechte, Rotaugen, Brassen und andere; zur Bestandspflege werden im Frühjahr und im Herbst neue Fische eingesetzt. So versuchen wir, das Gleichgewicht unter den Fischen zu erhalten.“

Die Öffnungszeiten des Vereinsheimes sind Dienstag von 18 bis 21 Uhr, Mittwoch von 14 bis 18 Uhr, Freitag von 18 bis 22 Uhr und sonntags von 10 bis 12.30 und 16 bis 20 Uhr. Die Verantwortlichen freuen sich über Zuspruch.

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