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Auf neuem Hallenboden turnt es sich besser

Der TV 1883 Bischofsheim nutzte die Ferienzeit für eine grundlegende Sanierung der alten Sporthalle – Hoher Eigenanteil-Arbeiten

Noch sieht die TV-Halle wie eine richtige Baustelle aus, doch die Arbeiten neigen sich dem Ende entgegen. Der neu verlegte Boden wird derzeit noch durch eine Abdeckung geschützt.
(gus/Fotos: Steinacker)

BISCHOFSHEIM (gus) – Ohne Eigeninitiative und ehrenamtliches Engagement geht im Vereinsleben nicht viel. Beim TV 1883 Bischofsheim ist derzeit zu sehen, was alles möglich ist, wenn die Gemeinschaft funktioniert. Zwar wird die seit Ferienbeginn laufende Sanierung der alten Sporthalle an der Rheinstraße eine Woche später abgeschlossen, als ursprünglich geplant, dennoch darf der Verein sich dann zu einem gelungenen Beispiel eines nachhaltigen Sanierungsprojektes am Vereinsbestand gratulieren, das keine größeren finanziellen Belastungen für die Kasse und die Mitglieder mit sich bringen wird.

Der Boden erneuert, die Glasbausteine durch Fenster ersetzt, die Wandverkleidung erneuert, die Elektrosteuerung auf der Bühne neu geordnet, Neonlampen durch Strahler ersetzt, Heizkörper modernisiert und Leitungen neu geordnet, elektrisch zu öffnende Fenster samt Kabel auf der Westseite eingebaut und natürlich Tapezier- und Malerarbeiten an den Wänden: Das Projekt ist durchaus als umfassende Sanierung des altehrwürdigen Baus zu werten. Vor mittlerweile zwölf Jahren erweiterte der Verein seine Hallenfläche durch den Anbau, doch die alte Halle wird weiter für die zahlreichen Gymnastikangebote benötigt.

Vorstandssprecher Ulrich Kühlburg beziffert die Kosten für die Aufhübschung mit 50.000 Euro. „Nach 50 Jahren war das jetzt einfach notwendig“, betont er. Da es aber Zuschüsse vom Land und dem Landessportbund gibt – wenn wohl auch erst im kommenden Jahr – sowie Hoffnung auf Fördermittel aus der Gemeindekasse bestehen, wird der Verein nicht allzu sehr an der Finanzierung zu knabbern haben. Das ist durchaus wichtig für den TV 1883 – schließlich muss die neue Halle noch abbezahlt werden.

Nicht alles konnte ohne den Einsatz von Fachfirmen erledigt werden. So beim Herzstück der Sanierung. Das ist natürlich der Boden, auf dem der Sportbetrieb stattfinden soll. Statt den Belag auf ein Holzgerüst aufzulegen, was Hohlräume ergibt, wird der Untergrund heute komplett aufgebaut, wie Kühlburg erläutert. „Auf einer zehn bis zwölf Zentimeter hohen Schüttung wird eine Platte gelegt, dann eine Schaumstoffschicht und nochmal zwei Lagen Platten, ehe der Linoleumboden drüberkommt.“ Letzterer ist nunmehr hellgrau statt braun wie vorher. Entscheidender ist freilich, dass die Sportler nun einen stabilen, gleichmäßig festen und federnden Untergrund zur Verfügung haben werden.

Der Treppenaufgang am linken Bühnenrand wurde abgebaut und wird nicht mehr wiederkehren. Auf der rechten Seite wird die Steuerungselektronik so umgebaut und nach vorne verschoben, dass sie künftig bequem auf dem Hallenboden stehend bedient werden kann. Das TV-Handwerkerteam war vor Überraschungen nicht sicher, „wir haben Leitungen entdeckt, von denen wir nicht wissen, wofür sie gedacht sind“, nennt Kühlburg als Beispiel. Nichts freilich, dass sich nicht klären ließe, wenn auch durch solche Unwägbarkeiten der Zeitplan etwas außer Fugen geriet. Eine „Baustelle“ an der Halle wird bei diesem Projekt nicht erledigt, das Dach ist nämlich nicht wärmegedämmt, jedenfalls nicht so, wie es sein sollte. „Das ist ein Thema, an das wir in ein paar Jahren rangehen könnten“, sagt der Vorstandssprecher.

Die Holzverkleidung an der Decke aufzumachen und eine Dämmung einzufügen, hätte eine ganz andere Dimension der Arbeiten ergeben. Doch der Sportbetrieb soll ja wieder losgehen nach der Sommerpause, und das wird er nun auch, wenn auch zumindest bei einigen Kursen eine Woche später als vor den Ferien angekündigt. Manches kann aber durch die neue Halle aufgefangen werden. Die Helfergruppe des TV 1883 soll beim Weinfest des Vereins am 20. September geehrt werden, dann gibt es auch die offizielle Einweihung der neuen alten Halle, auch wenn in der dann längst der Sportlerlalltag eingekehrt sein wird. 
 

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