Auch alte Bäume haben Durst

Angesichts der Hitzeepisode hatte Baubetriebshof Vorgaben gelockert

gus

Die Zeichen sind eindeutig: Nicht nur die Gartenbesitzer, auch die Grünämter der Kommunen müssen sich darauf einstellen, dass sich die Bedingungen ihrer Arbeit verändern, wenn die Grünanlagen auch künftig erhalten werden sollen. Teilweise ist dies bei der Stadt Flörsheim in diesem Jahr schon geschehen, weitere Anpassungen werden in den kommenden Jahren wohl unvermeidlich sein.

Zunächst gilt es beim Gang durch die Grünflächen und Anlagen festzuhalten: Angesichts der teilweise wochenlangen Trockenphasen haben sich die Anpflanzungen noch recht akzeptabel gehalten. Aber der Baubetriebshof, der in Flörsheim für die Bewässerung der Bäume zuständig ist, hat bisher ein klar umrissenes Aufgabenfeld, das sich nicht um alle in einer Hitzeperiode leidenden Bäume kümmern kann.

Auf die Gemarkung mit seinen tausenden Bäumen bezogen kann sowieso kein Bewässerungsprogramm eine Hitzewelle bekämpfen. Mit Wasser versorgt werden bisher nur die Jungbäume bis fünf Jahre, teilt die Stadtverwaltung auf Anfrage der Flörsheimer Zeitung mit. Das sind derzeit genau 72 Bäume. Danach sollten die Pflanzen ihre Wurzeln weit genug ausgefahren haben, um auch längere Trockenzeiten zu überstehen.

Daneben gibt es das „Mobile Grün“. Es bezeichnet die 13 Blumenkübel im Stadtgebiet, besonders zu finden am Rathausplatz. Verteilt über die Stadt gibt es schließlich „Pflanzbeete“ mit Gehölzen, zum Beispiel die Grünfläche (die alte wie neue) in der Wickerer Kirschgartenstraße.

Die Stadt hat inzwischen angefangen auf die Entwicklung zu langgezogenen Trockenphasen zu reagieren. In den vergangenen Jahren schon wurden immer wieder Altbestände von Bäumen in das Bewässerungsprogramm aufgenommen. Dazu zählen etwa die Linden am Rathenauplatz. Auch ist der Baubetriebshof dazu übergegangen, die Blumenkübel in kürzeren Intervallen zu bewässern als bisher.

Der jüngste Wetterumschwung hat den großen Druck auf die Kräfte im Bauhof inzwischen weggenommen. Das kam gerade recht. „Aufgrund der Hitze erforderte die Bewässerung in den vergangenen Wochen insgesamt einen hohen Einsatz von Seiten des städtischen Baubetriebshofes“, hält die Stadt fest. Technisch verfügt der Baubetriebshof über alle Optionen, um die Arbeiten ohne Unterstützung von außen – mancherorts kommt in Trockenepisoden die Feuerwehr als Bewässerer zum Einsatz – bewältigen zu können.

„Dadurch besteht Sicherheit, dass die Bäume und Flächen entsprechend des Bedarfes mit der richtigen Menge an Wasser bewässert werden.“

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