Basteln, Feuermachen, Lose verkaufen

Ferienspiele: Kinder genießen Freiheiten von Hüttenbach / Wenig Einsätze für DRK

Flörsheim (drh) - Über 100 Päckchen Streichhölzer hatten Ramon, Nils und Cedric gebunkert, denn es ist gar nicht so einfach, am Morgen eines Ferienspieltages ein Lagerfeuer in Gang zu bringen.

So waren auch gut fünf Päckchen Streichhölzer draufgegangen, bis die drei Jungen ein kleines Flämmchen zum Lodern gebracht hatten. Die Ferienspielkinder lernten schließlich auch erst in der zweiten Woche, wie ein Feuer ohne den Einsatz von Streichhölzern zu entfachen ist. Das Mobile Landschaftsmuseum aus Waldbrunn erklärte den Ferienspielkindern die Erd- und Evolutionsgeschichte und ging dabei ganz praktisch vor. So stellten die Kinder Erdfarben her, mit denen sie sich selbst, aber auch Gegenstände bemalen konnten. Auch Steinzeitkleidung galt es anzuziehen, um dann noch Bogenschießen und das Speerschleudern zu erlernen. In zwei Clans sollten dann noch Wettspiele ausgetragen werden.


Spiel und Spaß steht so oder so Tag für Tag im Vordergrund, es locken attraktive Angebote wie Kugelschreiber filzen, Pizza backen, töpfern oder Fellsäckchen nähen. Die Bastelplätze unter den Pavillons sind stets gut gefüllt und wem das alles in seiner Ferienzeit zu anstrengend ist, lebt einfach in seiner Hütte und genießt die Freiheiten von Hüttenbach. Fast an jeder Hütte wurde ein Kiosk oder ein Flohmarkt eröffnet, und ganz besonders beliebt ist auch das Losverkaufen. Die eifrigen Losverkäufer versuchten mit Gewinnen, wie einem Eis vom Eisverkäufer, Geschäfte zu machen. Auch ein Kosmetiklädchen fehlte in Hüttenbach nicht und so konnten sich die modebewussten Kinder für ein paar Cent von ihren Alterskameradinnen Strähnchen flechten oder die Nägel lackieren lassen.


Die Fußball-WM war auch Thema und so wurden eifrig Sammelbilder getauscht und Deutschlandfahnen gehisst. Ein Hüttenteam aber gab sich nicht dem Schwarz-Rot-Gold-Rausch hin, sondern strich seine gesamte Hütte im SV 09-Look: blau-weiß. Diese Hütte mit der Aufschrift SV 09 hätte als Vereinshaus durchgehen können. So werden auch die sportlichen Angebote, die oft auch von Vereinen angeboten werden, gern besucht. Über 30 Volleyballfans tummelten sich am Donnerstag schon früh am Beachvolleyballplatz. „Wir sind mit den Regeln nicht so streng und so klappt das Pritschen und Baggern auch bei den Kleinen“, erklärte das Team von der DJK, die auch selbst das Beachvolleyballfeld im Sommer ab und an für ein paar Duelle nutzen.


Slawa Rudek blickte nach der ersten Ferienspielwoche zufrieden zurück, hätten doch alle angekündigten Angebote stattfinden können. Sogar einige zusätzliche Angebote wie das Oldtimerfahren oder ein Fotoworkshop hätten sich ergeben. Gerade auch die Nachtwanderung sei ausgesprochen gut besucht gewesen, obwohl die Temperaturen doch eher kühl statt sommerlich waren. Das Rote Kreuz war ebenfalls zufrieden, mussten die Helfer nur die für die Ferienspiele üblichen Nageltritte, Schliffer, Brandblasen, Hammerverletzungen und Schürfwunden versorgen.

Juhu, Post!


Freund Ali gratuliert zum Geburtstag.


Der ist zwar schon ein paar Tage vorbei, aber wer freut sich nicht über ein „ich hab an dich gedacht“?


In dem Umschlag ist noch ein Umschlag. Während ich das Ganze in Augenschein nehme, wird mir klar, warum der Geburtstagsgruß nicht pünktlich sein konnte. Freund Ali hat daran keine Schuld.


Er ist dafür bekannt, dass er nicht nur „Herzlichen Glückwunsch“ schreibt, sondern stets mit einer Besonderheit überrascht. Diesmal ist es, außer den netten persönlichen Worten, eine bunte Karte mit Sommerblumen und dem Hinweis auf die UNICEF. „Der Kauf dieser Grußkarte hilft UNICEF, Kinder vor AIDS zu schützen und Waisen zu helfen. ...“ (In vier Sprachen!)


Ali denkt sozial. So kenne und schätze ich ihn.


Aber warum erzähle ich das?


Die Karte und ihr Umschlag sind quadratisch und nicht rechteckig.


Das passt unserer Post nicht! Auf dem Umschlag klebt ein gelber Zettel, der 90 Cent nachfordert und unmissverständlich die Maße vorschreibt, mit denen die Deutsche Post bereit ist, solche Teile zu befördern.


Ali hätte nachfrankieren müssen – und dann wäre die Post mit dem falschen Maß befördert worden!


Mein korrekter Freund hat aber alles zusammen in einen – nun vorschriftsmäßig rechteckigen – Umschlag gesteckt, und neu frankiert.


Vielleicht ahnte er, dass er damit Stoff geliefert hat für eine kleine Story von   Flora

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