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Brandmelder retten Leben

Tag der offenen Tür bei der Jugendfeuerwehr Wicker

Wicker (drh) - Mit Georg Weilbächer konnte die Wickerer Feuerwehr am Sonntag einen der ersten Jugendfeuerwehraktivisten des Kreises für 60-jährige Vereinsmitgliedschaft ehren.

1949 machte sich Georg Weilbächer auf, wie auch Josef Langer, der ebenfalls für 60 Jahre geehrt werden sollte, aber nicht anwesend war, eine Jugendfeuerwehrgruppe ins Leben zu rufen. Im Kreis war der Feuerwehrnachwuchs jedoch noch nicht anerkannt, und so hatten die neun jungen Burschen 1950 auf einem Feuerwehrfest einen noch eher inoffiziellen Auftritt, als sie ein selbst gebautetes Strohhäuschen in Brand setzten, um es mit einem Schlauchwagen zu löschen. Die Idee für eine Jugendfeuerwehr wurde im Kreis dennoch aufgegriffen und so hatte sich bald auch in Hochheim eine anerkannte Jugendgruppe gegründet. „Die Idee stammt aber aus Wicker“, stellte der rüstige Senior fest, der bis zum Übertritt in die Alters- und Ehrenabteilung aktiver Feuerwehrkamerad war.

Seit vier Jahrzehnten halten Heinz Caprano, Rolf Fichna, Karl-Josef Fuchs, Karl-Heinz Kaunzner, Ottmar Matus, Otto Schöffer und Hans-Ewald Wolf der Wickerer Wehr die Treue und die silberne Ehrennadel gab es für 25jährige Mitgliedschaft für Dr. Ernst Eschborn, Hubert Hartmann, Wilfried Heinenbruch, Dr. Dieter Janzen, Dr. Sigrid Oestreich-Janzen, Richard Nilius und Herbert Weil.

Vereinsvorsitzender Stephan Predikant stellte auch das Engagement der passiven Mitglieder heraus, würden viele doch gerade auch bei Großaktivitäten wie dem Tag der offenen Tür mithelfen oder hätten auch schon Vorstandsämter begleitet. Alle Geehrten wurden mit einem Rauchmelder beschenkt, könne solch ein Melder im Brandfall doch Leben retten. „Wir haben schon mehrfach erlebt, dass ausgelöste Rauchmelder Großbrände verhindert haben“, erklärte Predikant, der der Meinung ist, dass noch viel zu wenig Haushalte über diese einfach anzubringenden und nicht unbedingt teuren technischen Hilfsmittel verfügen. Gute Rauchmelder seien schon für 15 Euro zu haben. Die Simulation eines Zimmerbrandes in einem Pavillon sollte die Besucher des Tages der offenen Tür zusätzlich vor den Gefahren warnen und die einzelnen Schritte bei einem Einsatz verdeutlichen. So zogen die Wehrleute vor den Augen der Besucher auch ihre Schutzkleidung an und zeigten, wie schnell sie in ihre Brandkleidung schlüpfen können. Zudem warben die Rettungstaucher des Main-Taunus-Kreises, wo neun von 17 Tauchern aus Wicker kommen, für ihre Arbeit.

Bereits am Samstag war das Fest vor der Fahrzeughalle gut besucht, denn gut 400 Gäste waren gekommen, um die Wehrleute zu unterstützen. Im Laufe des Jahres soll ein neuer Mannschaftswagen beschafft werden, unter anderem finanziert mit dem Erlös des Festes.

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