Ein festlicher Auftakt zur Adventszeit

Flörsheimer Weihnachtsmarkt lockt mit festlicher Stimmung und zahlreichen Attraktionen

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Am ersten Adventswochenende öffnete der Flörsheimer Weihnachtsmarkt seine Tore und verwandelte den Platz an der St.-Gallus-Kirche in ein winterliches Paradies für Jung und Alt. Über 50 Stände mit weihnachtlichen Geschenkideen, kulinarischen Köstlichkeiten und einer festlichen Atmosphäre lockten zahlreiche Besucher in die Flörsheimer Altstadt.

Der Weihnachtsmarkt hatte auch in diesem Jahr einiges zu bieten. An den festlich geschmückten Ständen fanden die Besucher nicht nur traditionelles Handwerk und Weihnachtsdekoration, sondern auch eine Vielzahl kulinarischer Leckerbissen. Glühwein, gebrannte Mandeln und Bratwurst standen ebenso auf dem Programm wie Spezialitäten aus der Region.

Zum ersten Mal dabei waren auch Seibert Wohnambiente mit Ofenkartoffeln, der Wickerer Kerbeborsch mit Raclettebrot und Sandra Danisch mit Secondhand-Kleidung. Besonders beliebt war der Stand des Flörsheimer Angelsportvereins „Gut Fang“, der nach längerer Pause wieder geräucherte Forellen sowie Matjes- und Lachsbrötchen anbot. „In diesem Jahr haben wir rund 450 Forellen vorbereitet“, erklärte Jens Etzelsberger, Pressesprecher des Vereins. „Der Verkauf von Forellen zu Ostern und vor Weihnachten läuft seit Jahren hervorragend und die Nachfrage nach geräucherten Forellen ist vor allem in der Vorweihnachtszeit riesig. Für uns ist es daher eine tolle Gelegenheit, wieder Teil des Weihnachtsmarktes zu sein.“

Auch 2025 gehörten die bewährten Stände unter anderem des Weinguts Mitter-Velten, der Kolpingfamilie Flörsheim und der Old Company wieder zum festen Bestandteil des Marktes. Ein Abschied stand jedoch auch an: Simeon Dimitriadis, der mit „Cocktails & More“ seit 25 Jahren ein fester Bestandteil des Weihnachtsmarkts war, verabschiedete sich mit seinem letzten Stand. Dimitriadis, der zugleich stellvertretender Vorsitzender des Flörsheimer Narren Clubs ist, wurde für sein langjähriges Engagement von den Marktbesuchern herzlich verabschiedet. „Es ist eine bittersüße Entscheidung“, so Dimitriadis. „Die Rückmeldungen aus der Flörsheimer Gemeinschaft waren immer sehr positiv, aber aus beruflichen Gründen musste ich meine Tätigkeit nun etwas kürzen.“

Nicht nur kulinarisch und kulturell hatte der Weihnachtsmarkt einiges zu bieten: Auch im Bereich des Fairen Handels war Flörsheim erneut aktiv. Die Stadt, die sich als „Fairtrade Town“ etabliert hat, bot faire Produkte an, etwa am Stand des Eine-Welt-Kreises. Hier konnten Besucher nicht nur fair gehandelten Kaffee genießen, sondern auch andere Spezialitäten aus dem globalen Süden entdecken.

Der Weihnachtsmarkt bot auch in diesem Jahr ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Für Kinder und Familien gab es zahlreiche Angebote, die die festliche Atmosphäre des Marktes wunderbar ergänzten. Besonders die Miniatur-Eisenbahn mit Dampflok zog die kleinen Gäste in ihren Bann. Die Eisenbahn, die eine malerische Rundfahrt rund um die St.-Gallus-Kirche ermöglichte, versetzte die Kinder in eine weihnachtliche Märchenwelt. Auch in diesem Jahr sorgte die Fahrt wieder für viel Begeisterung bei den jungen Besuchern.

Zusätzlich gab es ein Kinderkarussell, das den kleinen Besuchern viel Freude bereitete und die Familien zum Verweilen einlud. Die Technik-AG des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums hatte rund um die St.-Gallus-Kirche eine festliche Beleuchtung installiert, die die Kirche in warmes, farbiges Licht tauchte und sie stimmungsvoll illuminierte. Zusammen mit der Dekoration und der Atmosphäre des Marktes entstand so eine harmonische Kulisse.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Nikolaus am Samstagnachmittag. Pfarrer Friedhelm Meudt, der die Rolle übernahm, verteilte gemeinsam mit Bürgermeister Bernd Blisch Weckmänner an die Kinder und stimmte mit ihnen Weihnachtslieder an. Musikalisch ging es weiter: Der Flörsheimer Musikverein bot am Sonntagabend festlich weihnachtliche Klänge, und die ukrainische Gemeinde sorgte mit Tanz- und Gesangseinlagen für ein internationales Flair.

Die Neuheit der „Lebkuchenhäuserausstellung“ stieß auf großes Interesse. Am Samstagnachmittag konnten die Besucher in der Alten Kirchschule die kunstvoll gestalteten Lebkuchenhäuser bewundern, die mit viel Liebe und Geduld von Kindern und Erwachsenen erschaffen wurden. Die Ausstellung war Teil einer Bastel-Aktion des Mehrgenerationentreffs, bei der Lebkuchenhäuser für die bevorstehende Weihnachtszeit gestaltet wurden. „Es war eine wunderbare Gelegenheit, generationsübergreifend zusammenzukommen und etwas Kreatives zu schaffen“, sagte Corinna Allendorff, Leiterin des Mehrgenerationentreffs.

„Der Flörsheimer Weihnachtsmarkt bekommt jedes Jahr eine eigene Note“, sagte Carsten Lehmann vom städtischen Kulturamt. „Er verbindet Bewährtes mit frischen Ideen und bietet eine warme, familiäre Atmosphäre. Man trifft Nachbarn, genießt gutes Essen und spürt das Gemeinschaftsgefühl der Stadt in der Vorweihnachtszeit.“

Der Flörsheimer Weihnachtsmarkt zeigt, dass auch kleine, lokale Veranstaltungen ihren ganz eigenen Charme haben. Mit einer gelungenen Mischung aus Altbewährtem und neuen Akzenten setzte der Markt in diesem Jahr einen gelungenen Auftakt in die Adventszeit. Wer noch nicht dabei war, bekommt im nächsten Jahr wieder die Gelegenheit, das winterliche Flair auf dem festlich geschmückten Platz zu erleben.

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