Nach dem Eintreffen der 21 Wehrleute am vermeintlichen Einsatzort verschafften sich die Gruppenführer zunächst einen Überblick über die Situation, schickten dann Wehrkräfte, die über einen Absturzsicherungslehrgang verfügen, ins Gerüst, um den Verletzten Erste Hilfe zu leisten und sie in die stabile Seitenlage zu bringen. Vom Boden aus konnten die Einsatzkräfte zunächst nur zwei Personen ausmachen, doch in gut 30 Metern Höhe lag die dritte Übungspuppe. Vom Main her bauten die Einsatzkräfte zeitgleich eine Wasserversorgung auf. „Wir wollten einmal testen, ob die Pumpenleistung vom Main bis zum Dach der Galluskirche ohne Zwischenpumpe ausreicht. Wegstrecke und Höhe sind grenzwertig“, so Übungsleiter Oliver Renard. „Fehler gibt es heute nicht, denn schließlich ist es eine Übung, aus der wir alle lernen wollen“, meinte Renard, der das Treiben seiner Kameraden vom Boden aus beobachtete und wegen der Nässe stets zur besonderen Vorsicht mahnte.
Die Wehrkräfte hatten ihren Teleskopmast zum Einsatzort mitgebracht, doch da das Fahrzeug nicht wirklich nah herangefahren werden konnte, war es gar nicht so einfach, den Mast so zu positionieren, dass er bis zur Unfallstelle reichte. Das dritte Unfallopfer musste so oder so erst einmal ein ganzes Stück weit per Hand dem rettenden Fahrzeug entgegen getragen werden, da der Teleskoparm nur eine Reichweite von 40 Metern hat. Nach gut zwei Stunden Übungseinsatz waren vor allem die im Gerüst tätigen Wehrleute geschafft, zehre das Rauf- und Runterklettern in Schutzkleidung doch an der Kondition. „Gut aber, dass wir so etwas mal geprobt haben“, zogen die jungen Wehrleute aber dennoch Bilanz.

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