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„Gell, du hast mich gelle gern“

Neue Redner und Nachwuchstalente bei der Fastnachtssitzung der KAB

Die „Dollbohrer“ – Marc und Patrick Elsener – sind ein großer Gewinn für die KAB-Sitzung. Erstmalig traten die gebürtigen Flörsheimer bei der Fastnacht im Gemeindezentrum auf.
(Fotos: R. Dörhöfer)

FLÖRSHEIM (drh) – Zwei neue Rednergesichter setzten bei den Fastnachtssitzungen der KAB neue Akzente. Die beiden Brüder Marc und Patrick Elsener, Apollonia's Söhne, begeisterten mit ihrer Bewerbung als Hessentagspaar für Rüsselsheim. Mit stehendem Applaus und Zugaberufen wurden die beiden Flörsheimer, die schon bei der Schwarzen Elf in Rüsselsheim aufgetreten waren, gefeiert. Für die KAB-Sitzung ein großer Gewinn.

Die beiden jüngsten Talente der KAB, Luca Pavone und Simon Schleidt, 6 und 7 Jahre alt, lassen jedoch auch auf eine vielversprechende Zukunft hoffen, brillierten die beiden doch als Ernst Neger und Margit Sponheimer. Dem „Gell, du hast mich gelle gern“ stimmten alle Narren im Saal aus vollem Herzen zu.

Daniel Schleidt, der Vater des kleinen Simon, führte zum fünften Mal durch die Sitzung und begrüßte im Laufe des Abends alle FNC-Tanzgruppen auf der KAB-Bühne. Die Gruppe „Mancomania“ zeigte sowohl ihren Modern- als auch ihren Gardetanz und die Teenies kamen mit ihrer Zaubershow ins Gemeindezentrum. Die Fun Factory heizte als Saloon-Girls am späten Abend ein.

Mindestens genauso viele Tanzschritte legte allerdings auch Manfred Weber aufs Parkett. In der Rolle der Jungfrau des Flörsheimer Dreigestirns tanzte und sang Weber auf der Bühne, dass ihm die Schweißperlen nur so liefen. Ein Fanclub des Dreigestirn verlangte den drei Fastnachtsgrößen auf der Bühne alles ab, und Engelbert Hammer wurde als Bauer gar mit feurigen Dessous verwöhnt, die er sich stolz an seine Mistgabel hängen konnte.

Himmel und Hölle war das Thema von Los Chaos, und wie nah das Himmlische am Teuflischen liegen kann, zeigte schon das zweiteilige Kostüm von Jutta Schlosser. Los Chaos holte Freddy Mercury aus dem Fegefeuer und verwehrte Helene Fischer und Barbara Schöneberger ganz und gar den Zutritt zur anderen Sphäre.

Nach der Pause eröffnete die Gruppe Mainstein die erste Flörsheimer Mautstation auf der Opelbrücke, um zum einen den Verkehrslärm zu senken und gleichzeitig Einnahmen zur Senkung der Grundsteuer zu generieren. Die zehnköpfige Männertruppe ließ die gesprengten Flörsheimer Geldautomaten sprechen, holte mit Barack Obama wieder ein wenig „schwarze Politik“ nach Flörsheim und ließ auch den Bürgermeister an der Mautschranke ins tiefe Loch der Baustelle des neuen Rathauses blicken. Mit dem „Flerschemer Michel“ (Michael Schleidt) besang Mainstein zudem, was von Nöten ist, um ein Flerschemer zu werden, und so gehöre das Schauen von sieben Spielen der „Schwarze“ beispielsweise dazu.

Die junge Gruppe „Kaleidoskop“ gab mit ihrer Tanz- und Playbackshow eine Flörsheimer Antwort aufs Dschungelcamp, und als „Aische“ fand Jutta Schlosser ihre Paraderolle auf der KAB-Bühne. Was im vergangenen Jahr als einmalige Aktion angedacht war, entpuppte sich schon am 11.11. auf der Bühne des FCV als ein Erfolgsschlager, der auch den Gästen der KAB-Sitzung viel Freude bereitete.

Sitzt einmal der Kaiser persönlich im Publikum, zögert Sitzungspräsident Daniel Schleidt auch nicht, den langjährigen KAB-Aktiven Simon Keller auf die Bühne zu holen und ihn zu einer kleinen Stand-Up-Comedy über Kaiser Franz zu animieren. In diesem Jahr trug Beckenbauer allerdings kein sportliches Outfit, sondern einen Sträflingsanzug.

Die zehn Herren des Männerballetts trugen in diesem Jahr einen klassischen Schulmädchen-Look, zeigten aber schnell, dass sie so brav gar nicht sind und fegten mit viel Spaß und guter Laune über die Bühne.

Als weitere Büttenredner standen Ute Breckheimer und Melanie Wallenwein auf der Bühne. Breckheimer fand in einem Auto die passende Partnerin für ihren Herrn Vater, und die Eddersheimerin Melanie Wallenwein berichtete erstmals auf der KAB-Bühne aus dem Leben einer Beamtin. Pfarrer Sascha Jung setzte mit seinen Erzählungen über ein pelziges Schinkenbrot und Alkohol den Schlussakkord der Sitzung, die im Finale mit den Sängern des Dreigestirns und allen Aktiven zu später Stunde ausklang. Im Anschluss feierten Gäste und Akteure noch lange an der Sektbar des Gemeindezentrums.

 

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