Heimatkunde für die Jüngsten

Interessante Altstadtrallye für Kinder und Großeltern

Mit Opa und Oma durch die Altstadt - so erkundeten 14 Familien am Samstagnachmittag ihren Heimatort und lernten nebenbei etwas über das Leben der Vorfahren, als es noch keine Computer, Fernseher oder Handys gab.  	(Foto: Dörhöfer)

Mit Opa und Oma durch die Altstadt - so erkundeten 14 Familien am Samstagnachmittag ihren Heimatort und lernten nebenbei etwas über das Leben der Vorfahren, als es noch keine Computer, Fernseher oder Handys gab.   (Foto: Dörhöfer)

Flörsheim (drh) - „Wie hoch ist der Mainturm?“, fragten die Kinder Stadtarchivar Hans-Dieter Darmstadt bei der Rallye für Kinder und Großeltern am Samstagnachmittag. Genau konnte der Fachmann für die Heimatgeschichte diese Frage jedoch auch nicht beantworten und so wurde geschätzt.

Darmstadt brachte den Kindern das Leben vergangener Tage näher, stellte den Narr auf dem Mainstein ebenso vor wie den Standort des ehemaligen Wärmstübchens, wo heute das Kunstforum beheimatet ist. Einige der Sprösslinge entpuppten sich aber auch schon als echte Altstadtkenner und konnten gar die Herkunft des Mainzer Rades erklären. „Der heimatkundliche Unterricht wird gerade in der Riedschule vorbildlich gehalten“, lobte Darmstadt, der regelmäßig auch ganze Grundschulklassen durch Flörsheim führt. Darmstadt erklärte den Generationen den Verlauf der Stadtmauer und dass sich der Name „Grabenstraße“ tatsächlich vom Graben der ehemaligen Stadtbefestigung ableitet. Den Mainturm lernten die Kinder als Ort einer ehemaligen Zollstelle kennen und bei der Besteigung des Turmes freuten sich die Kinder vor allem auf den Blick aus den Fenstern. Der Mainturm ist das älteste noch erhaltene Flörsheimer Bauwerk und war Teil der Stadtbefestigung, die 1548 fertig gestellt wurde. Das Verhältnis zu den Nachbarstädten erläuterte Darmstadt indem er erklärte, dass früher bereits auf der anderen Mainseite das „Ausland“ begann. Er ließ auch die vielen Gasthäuser der Altstadt nicht außer Acht und die Kinder auch mal das mühsame Wasserholen vom Brunnen nachempfinden. Ein Brunnen mit Schwengelpumpe, wie er in der Obermainstraße zu sehen ist, war bis 1927 Alltag in Flörsheim. Erst 1927 wurde die zentrale Kaltwasserversorgung eingeführt.

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