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Standort- und klimagerecht

Neuanpflanzung von acht Tulpenbäumen und vier Säulen-Hainbuchen in der Riedstraße

Acht Tulpenbäume werden an den Standort der gefällten 13 Tulpenbäume in der Riedstraße gepflanzt. Insgesamt pflanzt der Bauhof in diesen Tagen 31 Bäume im Stadtgebiet, weitere folgen dann im Herbst.
(Foto: R. Dörhöfer)

FLÖRSHEIM (drh) – Ein Haufen voller Toilettenkeramik hatte einem Baggerfahrer, der die Pflanzlöcher für die neuen Bäume der Riedstraße ausheben sollte, einen gehörigen Schrecken eingejagt. „Er dachte, er hätte Knochen ausgebuddelt“, erklärte Ralph Tschirner. Letztendlich kamen jedoch nur die Hinterlassenschaften zum Vorschein, die in den Nachkriegsjahren auf dem Gelände verscharrt worden waren.

So erhalten die Neuanpflanzungen, die zwischen sechs und acht Jahre alt sind, auch reichlich neue Erde, um unter möglichst guten Bedingungen zu wachsen. Die kurz vor Fastnacht gefällten 13 Tulpenbäume werden auf dem Gelände durch acht Tulpenbäume ersetzt, die nun in artgerechtem Abstand für neues Grün in der Riedstraße sorgen sollen. Fünf weitere Bäume sollen auf dem Flörsheimer Friedhof einen Platz finden, um auf die gleiche Anzahl an Bäume zu kommen. Die drei besonders jungen Tulpenbäume, die ursprünglich auf dem Gelände als Ersatz gedacht waren, wurden auf eine benachbarte Wiesenfläche nahe der Hertie-Unterführung verbracht. 

„Insgesamt werden wir jetzt 31 neue Bäume pflanzen. Doch die Grünpflege muss vom Bauhof auch bewältigt werden. Wir kommen kaum nach“, erklärte Forstwirt und Landschaftsarchitekt Ralph Tschirner, der seit drei Jahren als städtischer Mitarbeiter den Baumbestand im Auge hat und schaut, wo welcher Baum ersetzt werden muss oder einer besonderen Pflegemaßnahme bedarf.

In der Riedstraße werden neben den Tulpenbäumen noch vier Säulen-Hainbuchen als Straßenbäume gepflanzt, außerdem auf dem dortigen Spielplatz eine für den Eichenprozessionsspinner unattraktive Sumpf-Eiche und eine Blasen-Esche gesetzt. 

„Ich achte bei der Auswahl der Bäume auf die Standortbedingungen. Im Stadtgebiet sind die Platzverhältnisse beengt und das Stadtklima ist eher warm und trocken“, so Tschirner, der so beispielsweise auch nach südlicheren Arten Ausschau hält. In den vergangenen Jahrzehnten seien oftmals Modebäume wie Silberahorn oder Säulen-Hainbuchen gepflanzt worden, die eigentlich nur für Parkanlagen geeignet sind. Heutige Neuzüchtungen der Säulen-Hainbuchen seien für das Stadtklima geeigneter. 

In der Weilbacher Keltenstraße werden vier Ahorne und sieben Säulen-Robinien gepflanzt. Ein Ahorn kommt in die Industriestraße. Die 31 Bäume kosten 6000 Euro in ihrer Anschaffung. „Es werden nicht die letzten Bäume sein, die wir dieses Jahr pflanzen. Im Herbst werden weitere Bäume gesetzt“, versprach Tschirner, der sich künftig vor allem noch des Baumbestands entlang der Gräben und Bäche annehmen möchte. „Da gibt es noch viel zu tun“, sagte der Baumexperte.

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