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Großes Fest bei großer Hitze

Mitreißende Musik, leckere Spezialitäten und natürlich guter Wein: 45. Wickerer Weinfest voller Erfolg

Die drei Majestäten: Links Weinkönigin Madeleine Venino, in der Mitte die erste Weinkönigin Sibille Forney und rechts Weinprinzessin Isabel Koscielski.
(Foto: gib)

WICKER (rix/gib/mpk) – Dass man das diesjährige Wickerer Weinfest kaum besuchen konnte ohne ernsthaft ins Schwitzen zu geraten, zeichnete sich bereits bei der Eröffnung am frühen Freitagabend, 3. August, ab: Bei hohen Temperaturen deutlich oberhalb der 30°C- Marke begrüßte viel Prominenz das erwartungsvolle Publikum: Da waren zunächst gleich drei Majestäten: Madeleine Venino, die Wickerer Weinkönigin, wurde begleitet von Prinzessin Isabel Koscielski und Sibille Forney, die vor 45 Jahren zur ersten Wickerer Weinkönigin gekrönt worden war.

Bürgermeister Michael Antenbrink hielt ebenso eine kurze Ansprache wie Peter Flick vom gleichnamigen Weingut. Ebenfalls zu Gast waren unter anderem Landrat Michael Cyriax, der kommende Flörsheimer Bürgermeister Bernd Blisch, der Wickerer Ortsvorsteher Christopher Willmy sowie Thomas Schmidt, Ortsvorsteher von Flörsheim-Weilbach.

„Sauberer Keller, sauberer Wein...
... klarer Kopf – so muss es sein.“ So lautete einer der Trinksprüche, die die Weinmajestäten aus dem Wein-Kulturland Rheingau nacheinander auf der Bühne zum Besten gaben, bevor dann die Besucherinnen und Besucher nach den Eröffnungsfeierlichkeiten damit begannen, entspannt und erwartungsfroh über das Weinfest zu flanieren. Das einzige, was dem Genuss etwas im Wege stand, waren die insbesondere am Samstag äußerst hohen Temperaturen.

Am Sonntag, 5. August, herrschte auf dem Wickerer Weinfest reges Treiben. Der „Swingende Frühschoppen“ war vormittags eher weniger besucht, was vor allem an den hohen Temperaturen gelegen haben dürfte. Gerade das ältere Publikum sollte hiervon angesprochen werden, den meisten Senioren war es aber wahrscheinlich zu heiß. Trotzdem umgingen einige Besucher die Sonne, suchten sich ein schattiges Plätzchen unter den Bäumen und genossen „Woi unn Worscht“ zu den Liedern der Band „Comitee“. Gegen Mittag füllte sich allmählich der Ortskern. Neben Senioren, die mit dem Fahrrad eintrudelten, kamen auch einige Familien, die auf dem Weinfest einkehrten und zu Mittag aßen.

Lauter wurde es, als die Wickerer Kerbeborsch ihre traditionelle Weinstandstour antraten. Von Stand zu Stand gingen sie über das Weinfest, um sich jeweils ein Glas Wein ausschenken zu lassen. Als Dankeschön wurde stets ein Ständchen gesungen. Bei den Temperaturen und bei so viel Wein schaffte es allerdings nicht jeder Kerbeborsch bis zum letzten Stand. Neben den Kerbeborsch war auch Bürgermeister Michael Antenbrink gekommen und spazierte gemütlich mit einem Glas Wein über das Weinfest. Zu Mittag wurde überwiegend in den Straußwirtschaften eingekehrt und gegessen. Die meisten Wirtschaften hatten extra eine Speise- und Getränkekarte nur für das Weinfest mit guter deutscher Kost erstellt. Es herrschte eine entspannte, gesellige Betriebsamkeit. Das sommerliche Wetter ließ die meisten Besucher zu Fuß oder mit dem Fahrrad anreisen.

Viele flüchteten sich in die Weinberge in den Schatten und genossen dort das abgelegene Plätzchen. Neben der Wiese am Steinweg, wo der Stand von Joachim Flick mit vielen schattigen Plätzen steht, kam auch der neue Stand von Stefan Allendorff sehr gut bei den Besuchern an. Neben dem üblichen Weinstand in der Taunusstraße hatte er einen weiteren im Feld Richtung der Warte aufgebaut. Dort wurde ebenfalls Wein ausgeschenkt, aber es gab auch Wildspezialitäten. Viele Besucher konnten somit einen weiteren ruhigen Ort finden, etwas abgelegen vom Trubel des Weinfests.

Mit der untergehenden Sonne wurde es noch einmal voll auf dem Weinfest. Durch die Lichterketten, die im Ortskern und in den Weinbergen leuchteten, wurde eine idyllische und einladende Atmosphäre erzeugt. Mit den orangenen Farben am Himmel entstand eine schöne abendsommerliche Kulisse. Wer am Wochenende noch nicht genug getanzt hatte, bekam am Abend von der Band „Backtrip“ noch einmal die Möglichkeit dazu geliefert. Sowohl Pop- als auch Rocklieder tönten durch das Weinfest. Obwohl der nächste Tag ein Montag war, viele arbeiten gehen mussten und auch die Schule wieder losging, feierten die Besucher ausgelassen und tanzten vor der Bühne. So kam richtig Stimmung auf.

Etwas Besonderes hatten sich die Wickerer Winzer für den Montag einfallen lassen: Es gab ein Gewinnspiel, für das die Weinmajestäten auf dem Fest Lose verkauften. Als Gewinne gab es Gutscheine zum Weineinkauf von den am Weinfest teilnehmenden Winzern und Imbissständen. Der Erlös der Verlosung wird einem guten Zweck zugeführt. Alles in allem war es wieder einmal ein erfolgreiches Weinfest, auch wenn es einigen Besuchern zu heiß war und sich das Fest deshalb stets erst mit der untergehenden Sonne noch einmal merklich füllte.

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