Zwei Punkte gegen den Abstieg Bezirksliga A: MSG Niederhofheim/Sulzbach II – HSG MainHandball 32:37 (15:16)

Bezirksliga A: MSG Niederhofheim/Sulzbach II – HSG MainHandball 32:37 (15:16)

Ein großer Schritt in Richtung Klassenerhalt gelang den Mainhandballern zum Rückrundenauftakt. Der Aufsteiger festigte durch einen relativ ungefährdeten und dennoch nicht einfachen 37:32-Auswärtssieg beim Abstiegskandidaten MSG Niederhofheim/Sulzbach II seinen Platz im gesicherten Mittelfeld der Bezirksliga A. Allerdings fiel die Leistung der Gäste nicht durchweg überzeugend aus, was zu einem phasenweise unnötig engen Spielverlauf führte. „Wir haben teils elementare Dinge falsch gemacht, es hat schlichtweg noch einiges gefehlt. Beim ersten Auftritt nach längerer Pause ist das aber zu verschmerzen, zumal das Ergebnis stimmt“, befand HSG-Trainer Hans-Jürgen Hübner.

Die Fahrt nach Niederhofheim war durchaus eine wichtige für MainHandball. Durch drei knappe Niederlagen in Serie kurz vor der Weihnachtspause hatte der Verbund aus Flörsheim, Raunheim und Kelsterbach seine gute Ausgangslage, die man sich mit einem bis dato gelungenen Rundenverlauf geschaffen hatte, ein wenig verspielt. Dass Duell bei der Männerspielgemeinschaft aus dem Taunus sah man daher bereits als „Vier-Punkte-Spiel“ an, denn bei einer Pleite wäre der Vorsprung gegenüber den Abstiegsplätzen weiter geschrumpft. „Es ist nicht unser Anspruch, gegen den Abstieg zu spielen und das tun wir nach aktuellem Stand ja auch nicht. Trotzdem ist es natürlich ein erstes Minimalziel, das wir nach unserem letztjährigen Aufstieg erreichen müssen. Deshalb war es wichtig, dem Tabellenvorletzten Niederhofheim nicht die Punkte zu überlassen. Dadurch befinden wir uns jetzt in sicherem Fahrwasser“, kommentierte Hübner die Situation.

Spielerisch hatte sich der HSG-Übungsleiter das Ganze jedoch etwas anders vorgestellt. Sein Gästeteam ließ – im Gegensatz zum Kantersieg in der Hinrunde - dem Außenseiter zwischenzeitlich immer wieder Luft zum Atmen und verpasste es durch ungewohnte, fast anfängerhafte Fehler mehrfach, sich klar abzusetzen. Erst im Verlauf der zweiten Halbzeit sorgte der Favorit ab einer 22:20-Führung (35.) schließlich für klarere Verhältnisse, zog auf 28:21 davon und legte in der Spitze bis zu acht Treffer vor. Die mit neun Feldspielern recht schmal besetzte Bezirksoberligareserve aus Niederhofheim und Sulzbach schaffte es in der Schlussphase nicht mehr, die nötige Gegenwehr zu erzeugen und konnte lediglich durch ein paar Leichtsinnsfehler der Mainhandballer noch zu etwas Ergebniskosmetik kommen. „Wir haben mit dem sicheren Sieg vor Augen einige Bälle hergeschenkt. Die MSG hat dadurch ein paar einfache Kontertore bekommen, was nicht weiter schlimm, aber schon ein bisschen ärgerlich war, denn wir hätten hier eigentlich locker mit zehn bis fünfzehn Toren Vorsprung aus der Halle gehen müssen“, urteilte der HSG-Trainer.

Trainer Hübner kündigt Abschied an

Während es sportlich mit zwei gewonnenen Punkten zufriedenstellend lief, gab es abseits des Spielfeldes indessen schlechte Nachrichten für die HSG MainHandball: Coach Hübner kündigte seinen Rückzug zum Saisonende an. Grund ist ein Umzug des Übungsleiters und ein damit verbundener zu hoher Fahrtaufwand. „Das hätte in der Regelmäßigkeit, in der ich als Trainer vor Ort sein muss, keinen Sinn mehr gemacht. Ich hoffe aber, dass es hier erfolgreich weiter geht und dass ich der HSG auch nach dem Sommer noch in irgendeiner Funktion erhalten bleiben kann“, sagte Hübner.

Bis zum Saisonende wird der routinierte Übungsleiter alles daran setzen, eine erfolgreiche Runde mit der HSG MainHandball hinzulegen. Schon am kommenden Sonntag (18 Uhr) wartet allerdings ein harter Brocken auf die Untermainstädter und zwar in Form der HSG BIK Wiesbaden. Der Zusammenschluss aus der hessischen Landeshauptstadt stürzte jüngst Langzeittabellenführer Eltville mit einem knappen 24:23-Überraschungssieg und wird in der Kelsterbacher IGS-Sporthalle kein geringeres Ziel haben als direkt an diesen Erfolg anzuknüpfen. Genau das wollen die Mainhandballer aber verhindern. Wie das geht, wissen sie auch, denn das Hinspiel gewann das Hübner-Aufgebot mit einer Differenz von sechs Toren. „BIK wird bei uns erst einmal zeigen müssen, ob der Sieg gegen Eltville nicht eine Eintagsfliege war. Wir gehen respektvoll in die Partie, rechnen uns aber durchaus Siegchancen aus“, so Hübner.

Es spielten: Wietschorke, Majura; M. Steinmetz (12/7), Dubravcic, Grund, L. Steinmetz (je 5), Ben Frej (4), Prus (3), Redlich (2), Eberbach (1), Gericke, Mätzke, Karwath, Popp.

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