40 Jahre Beständigkeit, Zusammenhalt und Erfolg

Großer Tag der offenen Tür zum Firmenjubiläum bei der Hattersheimer Hilscher GmbH am vergangenen Samstag

mpk

Großer Bahnhof am vergangenen Samstag in der Okrifteler Rheinstraße Nummer 15: Die Hilscher Gesellschaft für Systemautomation mbH hatte dort anlässlich ihres 40-jährigen Firmenjubiläums zum Tag der offenen Tür eingeladen, und bei bestem spätsommerlichem Wetter strömten erfreulich viele interessierte Besucherinnen und Besucher bereits zur Eröffnung um 10 Uhr auf das Firmengelände.

Und dort wurde auch einiges geboten: Aktivitäten für alle Altersklassen warteten auf die Gäste, von der Hüpfburg bis hin zum Glücksrad. Es wurden Führungen durch das Unternehmen samt Produktion angeboten, die einen spannenden Einblick hinter die Kulissen des Firmenhauptquartiers boten. Und natürlich blieb auch niemand hungrig oder durstig, dank des reichhaltigen Angebots an Foodtrucks und Getränkeständen. Kostenlos konnte dort jeder Bratwurst, Burger, Limonade oder auch einen Cocktail genießen.

Und selbstverständlich gab es auch Sekt und Orangensaft, denn zu Beginn des offiziellen Teils mit Reden von Hans-Jürgen und Sebastian Hilscher sowie lokalen Vertretern aus Politik und Wirtschaft wurde gemeinsam auf das Unternehmen und dessen Geburtstag angestoßen. Und dabei wurde natürlich ausführlich in die vergangenen vier Jahrzehnte zurückgeblickt, aber auch die Zukunft ins Visier genommen.

"Kleine" Anfänge 1986

Los ging alles vor 40 Jahren im Keller eines Hattersheimer Reihenhauses. Dort gründete Hans-Jürgen Hilscher sein Unternehmen zunächst als „Einzelkämpfer“. Schon recht früh verspürte er den Drang, Unternehmer werden zu wollen, Verantwortung zu übernehmen und auch mal ins Risiko zu gehen. Anfangs hatte er hier ein eigenes Ingenieurbüro mit vielleicht zehn bis 15 Mitarbeitern vor Augen - letztendlich führte ihn sein Unternehmertum dann in ganz andere Dimensionen.

Sebastian Hilscher, der mittlerweile in die Fußstapfen seines Vaters als CEO des Unternehmens getreten ist, erinnerte sich daran, dass für ihn die Firma Hilscher mit fischertechnik angefangen hat, jenem Konstruktions-Baukastensystem für Kinder, das Bauelemente wie Achsen, Getriebe, Motoren, Statikteile, Zahnräder oder Sensoren enthält und nicht zufällig auch bei der technischen Aus- und Weiterbildung und im Bereich von Forschung und Entwicklung zum Einsatz kommt. Baukästen von fischertechnik lagen in früheren Jahrzehnten besonders gerne als Präsente unter dem Weihnachtsbaum, und auch Sebastian Hilscher verbrachte in seiner Kindheit viel Zeit damit, gemeinsam mit seinem Vater fischertechnik zu bauen. Erst später dämmerte ihm, dass seine Spielzeit für seinen Vater in gewisser Weise auch Arbeitszeit war: Das damals Erbaute diente bei der Hausmesse als Anschauobjekt, anhand dessen den Kunden die Technologie von Hilscher erklärt wurde. "Das heißt, ich habe schon relativ früh für Hilscher gearbeitet", stellte Sebastian Hilscher mit einem Augenzwinkern fest.

Hilscher als "Hidden Champion"

Der Hilscher-CEO hob in seiner Rede auch die Berührungspunkte hervor, die jeder im Alltag mit seinem Unternehmen hat. Wer Auto fährt oder ein Smartphone benutzt, kommt dabei auch stets mit Hilscher-Technologie in Kontakt. Hilscher ist dort, wo Automobile und Mobiltelefone hergestellt werden: In den Fabriken, in den Anlagen auf der ganzen Welt. Dort sorgt Hilscher dafür, dass Sensoren, Motoren und Steuerungen erfolgreich miteinander kommunizieren können.

Die Kernkompetenz von Hilscher ist die Entwicklung und Produktion von industriellen Kommunikationslösungen für die moderne Fabrikautomation. Und der Erfolg stellte sich zum Glück schon recht bald ein: Bereits zehn Jahre nach der Gründung zog das mittlerweile auf 60 Mitarbeiter angewachsene Unternehmen um in das heutigen Firmenhauptquartier in der Rheinstraße 15. Heute hat die Hauptstelle in Okriftel eine Größe von 6.000 Quadratmetern erreicht, und weltweit sind über 450 Beschäftigte für Hilscher tätig, darunter auch an internationalen Standorten wie Italien, den Vereinigten Staaten, Japan, China und Indien. Bei der fortschreitenden Digitalisierung von Produktionsprozessen (Stichwort: Industrie 4.0) spielen Produkte und Dienstleistungen von Hilscher heute rund um den Globus eine enorm große Rolle.

Besonder stolz ist man bei Hilscher auf die eigene Chip-Herstellung. Mittlerweile sind über 25 Millionen dieser Computerchips weltweit in Fabriken im Einsatz. Dabei versteht man sich als klassischer "Hidden Champion": Kaum jemand wird jemals ein Produkt in den Händen halten, auf dem der Firmenname "Hilscher" zu lesen ist - aber "versteckt" ist man überall auf der Welt in den großen Produktionsanlagen präsent.

Vater und Sohn pflanzen Ziereiche

Im Vorfeld des kleinen "Rede-Marathons", bei dem auch Firmengründer Hans-Jürgen Hilscher, der Stadtverordnetenvorsteher Georg Reuter und Alexander Schwarz von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt Hattersheim am Main zu Wort kamen, wurde auf dem Firmengelände anlässlich des 40-jährigen Jubiläums bereits im Rahmen einer kleinen Zeremonie eine Ziereiche gepflanzt - natürlich von Vater und Sohn gemeinsam, also Gründer Hans-Jürgen und Geschäftsführer Sebastian Hilscher. Sie soll als Zeichen für Beständigkeit, Zusammenhalt und eine erfolgreiche Zukunft dienen - und damit die Firma Hilscher mindestens über weitere 40 Jahre hinweg begleiten.

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