Ihn deshalb aber als notorischen Nörgler zu bezeichnen, würde Charly Winnerl nicht gerecht werden. Das belegt unter anderem die Tatsache, dass viele seiner Vorschläge und Anregungen von städtischer Seite umgesetzt wurden. Dazu gehört unter anderem die Idee, am Hattersheimer Friedhof einen zusätzlichen Parkplatz für Behinderte auszuweisen. Hintergrund: Die zwei bisher ausgewiesenen Behindertenparkplätze befinden sich an der Mainzer Landstraße. „Die sind zwar nahe am Haupteingang, aber für Rollstuhlfahrer keine wirkliche Erleichterung“, erklärt Winnerl seine Forderung nach einem zusätzlichen Behindertenparkplatz im Eingangsbereich Hölderlinring, „denn wer den Haupteingang des Friedhofs benutzen will, muss erst einmal Treppen steigen.“
Auf seine Anregung wurde inzwischen eingegangen, doch trotzdem ist Charly Winnerl nicht recht glücklich. „Der Parkplatz befindet sich im Hof des Friedhofgeländes. Das wäre noch nicht das Problem, obwohl man bei einem vollen Parkplatz ganz schön rangieren muss, um rückwärts aus dem Hof hinauszufahren“, sagt er. Was ihn nach wie vor stört: „Der Parkplatz ist nicht vernünftig ausgeschildert. Man sieht das Hinweisschild erst, wenn man in den Hölderlinring eingebogen und ein Stück weitergefahren ist.“ Deshalb macht sich Charly Winnerl für ein Hinweisschild im Eingangsbereich des Hölderlinrings stark, das man bereits von der Mainzer Landstraße aus sieht. „Das wäre gerade für ortsunkundige Autofahrer von Vorteil“, argumentiert er und hat damit sicher nicht Unrecht.
In den nächsten Tagen wird Charly Winnerl gemeinsam mit Bürgermeisterin Antje Köster einen Ortsrundgang machen und die Rathauschefin persönlich auf weitere Anliegen hinweisen. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass sich die Bürgermeisterin Zeit für seine Verbesserungsvorschläge nimmt. „Ich weiß, dass ich mit meiner Beharrlichkeit vielleicht den einen oder anderen nerve“, gibt er zu, „aber sich ärgern oder wundern und dann nichts unternehmen, das ist einfach nicht mein Ding.“

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