Auf großes Interesse ist die Öffnung des Eddersheimer Kraftwerks im Rahmen des bundesweiten Tags des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September, gestoßen. Unter dem diesjährigen Motto „NETZwerke – Denkmale und Infrastruktur“ hatten interessierte Besucherinnen und Besucher gleich dreimal die Gelegenheit, das eindrucksvolle Industriedenkmal an der Eddersheimer Staustufe aus nächster Nähe kennenzulernen.
Die Eddersheimer Staustufe mit ihrem Kraftwerk ist ein bedeutendes Zeugnis für die Entwicklung des Mains und den Ausbau seiner technischen Infrastruktur. Die Staustufe entstand im Zuge der letzten Stauregulierung des Flusses zwischen 1929 und 1934, das Wasserkraftwerk wurde 1941 fertiggestellt. Die Anlage steht, so wie auch die ab 1928 entstandene Wohnkolonie für die Beschäftigten der Schleuse und des Kraftwerks, heute unter Denkmalschutz.
Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Main ermöglichte mit den Führungen um 10, 12 und 14 Uhr spannende Einblicke in die Geschichte und Funktionsweise des Kraftwerks. Dabei wurde anschaulich vermittelt, welche technische Leistung hinter
der historischen Anlage steckt und welche Bedeutung die Staustufe und das Wasserkraftwerk bis heute für die Infrastruktur und die Energiegewinnung haben.
Die Besucherinnen und Besucher zeigten sich beeindruckt von der besonderen Atmosphäre des Kraftwerks und der Möglichkeit, einen Ort zu besichtigen, der sonst nicht öffentlich zugänglich ist. Die fachkundigen Erläuterungen machten die Geschichte des Bauwerks lebendig und verdeutlichten zugleich die spannende Verbindung von Denkmalschutz, technischer Entwicklung und nachhaltiger Energiegewinnung. Dabei stießen auch aktuelle Themen rund um das Kraftwerk und seine Umgebung auf großes Interesse. Zahlreiche Fragen drehten sich um die Fischtreppe, die Auswirkungen des Niedrigwassers in den Sommermonaten sowie die damit verbundenen Herausforderungen für die Energiegewinnung oder aber die ökologische Situation des Gewässers. Im Anschluss entwickelte sich ein reger Austausch, bei dem neben fachlichen Fragen auch persönliche Erfahrungen und Anekdoten zur Sprache kamen. So wurde die Führung nicht nur zu einer informativen, sondern auch zu einer lebendigen und bereichernden Begegnung mit einem besonderen Ort.
Erste Stadträtin und Kulturdezernentin Heike Seibert zeigt sich erfreut über die große Resonanz: „Es ist schön zu sehen, wie groß das Interesse an diesem besonderen Ort und an unserer Industriekultur ist. Mein Dank gilt dem Wasserstraßen- und Schiff-fahrtsamt Main für die Öffnung des Kraftwerks. Insbesondere möchte ich der Kraftwerksleitung, Herrn Jungfer, und seinem Mitarbeiter, Herrn Liedtke, danken, die mit großem persönlichem Engagement, viel Fachwissen und Begeisterung dazu beigetragen haben, dass die Führungen zu einem so gelungenen Erlebnis für die Besucherinnen und Besucher geworden sind.“



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