Ergänzend zum Verweis auf die Bewertung des Umweltbundesamts zum Thema E-Scooter aus dem Jahre 2020 im oben genannten Artikel stellt die Presseagentur von Lime in Deutschland fest, dass sich seitdem sowohl die Fahrzeuge und deren Betrieb als auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Umweltbilanz von E-Scootern deutlich weiterentwickelt haben.
Interessant sei in diesem Zusammenhang eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI aus dem Jahr 2022, die im Auftrag von Lime durchgeführt wurde. Die Wissenschaftler hätten untersucht, wie sich geteilte E-Scooter und E-Bikes auf die Treibhausgasemissionen in sechs Städten auswirken. Für E-Scooter ermittelten sie unter anderem in Düsseldorf eine durchschnittliche Nettoeinsparung von 22,1 Gramm CO2-Äquivalenten pro Personenkilometer, in Berlin waren es 14,8 Gramm. Dabei wurden auch die Emissionen der Fahrzeuge über ihren Lebenszyklus und die durch sie ersetzten Verkehrsmittel berücksichtigt.
Die Untersuchung zeige, so die Presseagentur von Lime, dass E-Scooter durchaus einen positiven Beitrag zur Klimabilanz des Stadtverkehrs leisten können. Entscheidend sei insbesondere, welche anderen Verkehrsmittel sie ersetzen.
Auch die Technik habe sich weiterentwickelt: Während die ersten Generationen von Leih-E-Scootern tatsächlich eine vergleichsweise geringe Lebensdauer hatten, setzt Lime inzwischen auf robustere, modular aufgebaute Fahrzeuge mit austauschbaren Akkus und reparierbaren Komponenten. Die aktuellen Modelle seien für eine Lebensdauer von mehr als fünf Jahren ausgelegt.
Dass die Umweltbilanz differenziert betrachtet werden muss, unterstreiche auch eine wissenschaftliche Studie aus dem Jahr 2025, die E-Scooter-Sharing in 100 europäischen Städten untersucht hat. Ihr zufolge hätten insbesondere die Auslastung der Fahrzeuge, deren Nutzungsdauer und die eingesetzte Energie einen entscheidenden Einfluss auf die Klimabilanz.
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