Der Einsatz beim diesjährigen Hattersheimer Fassenachtsumzug hat sich im wahrsten Sinne des Wortes ausgezahlt: Eine Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger hat dem Hattersheimer Freibad eine Spende in Höhe von 1.300 Euro zukommen lassen. Das Geld stammt aus dem Erlös eines Würstchenstandes, den die Gruppe vom „Bierschutz Verein“ während der närrischen Tage ehrenamtlich betrieben hat.
Mit dieser finanziellen Unterstützung konnte das Freibad-Team ein modernes Spineboard (Rettungsbrett) anschaffen. Das neue Arbeitsgerät erhöht die Sicherheit der Badegäste ab sofort erheblich. Ein Spineboard ist ein unverzichtbares Hilfsmittel für den Rettungsdienst. Es dient in erster Linie dazu, verunglückte Personen mit Verdacht auf Verletzungen der Wirbelsäule extrem schonend und stabil aus dem Wasser zu retten. Durch die Fixierung auf dem Brett wird verhindert, dass sich bestehende Verletzungen während des Transports verschlimmern.
Neben der klassischen Wasserrettung bietet das Board im Freibad-Alltag vielseitige Anwendungsmöglichkeiten:
- Schonende Umlagerung: Sicherer Transport von Verunglückten vom Beckenrand in den Sanitätsraum oder den Rettungswagen.
- Versorgung bei Badeunfällen: Stabile Unterlage für die Herz-Lungen-Wiederbelebung direkt am Unfallort, da das Brett eine harte, unnachgiebige Oberfläche bietet.
- Rettung aus unwegsamem Gelände: Transport bei Stürzen auf der Liegewiese, Rutschenanlage oder im sandigen Beachvolleyball-Bereich.
Intensive Vorbereitung für das Freibadpersonal
Damit das neue Rettungsgerät im Ernstfall fehlerfrei und in Sekundenschnelle zum Einsatz kommen kann, läuft derzeit die intensive Vorbereitung des Personals: Ein erfahrener Mitarbeiter schult die Rettungsschwimmer des Bades aktuell im richtigen
Umgang mit dem Spineboard. Die besondere Herausforderung dabei liegt in der Koordination den Verunglückten noch im Wasser auf dem Rettungsgerät zu
positionieren. Die Retter müssen daher lernen, das Brett mit der richtigen Technik kontrolliert unter den Körper des Verunglückten zu manövrieren, ohne dabei zusätzlichen Druck auf die verletzte Wirbelsäule auszuüben. Jeder Handgriff und das exakte Zusammenspiel im Team werden deshalb so lange trainiert, bis sie blind sitzen.
„Ich und das gesamte Team des Hattersheimer Freibads möchten uns herzlich bei der Gruppe für ihr Engagement bedanken, sowie auch bei allen hungrigen Gästen des Würstchenstandes. Diese Spende aus dem Erlös vom Fastnachtsumzug ist ein tolles Beispiel für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserer schönen Stadt. Sie leistet einen direkten und wertvollen Beitrag zur Sicherheit aller Badegäste in dieser und den kommenden Freibadsaisons“, freut sich Bürgermeister Klaus Schindling.

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