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Freibeuter des Frohsinns

Hattersheimer Carneval-Club trotzt der klirrenden Kälte und heizt Narren kräftig ein

HATTERSHEIM (idl) – Unter das Motto „Piraten auf hoher See – Fassenacht beim HCC“ hatte der Hattersheimer Carneval-Club seine diesjährige Fastnachtssitzung gestellt. Schon der Einzug des Elferrats und der erste Auftritt der großen Showgruppe „Peperonis“ ließ keine Zweifel aufkommen – das Narrenschiff des HCC ging auf eine bunte und durchweg vergnügliche Seereise.

 

Gegen die klirrend kalten Außentemperaturen setzte der Club auf flotte Rhythmen und heizte mit der „Oldtimer Rhythmus Kompanie“ dem närrischen Auditorium gleich zu Beginn kräftig ein.
Das wollte sich auch Prinzessin Danica I. aus Bad Soden nicht entgehen lassen, die mit ihrem närrischen Hofstaat dem HCC einen Besuch abstattete und den Gästen einen karnevalistischen Gruß aus der Kurstadt übermittelte.
„Piraten und Hulagirls“ wirbelten im Anschluss beim Auftritt der „Hattersheimer Mini-Hopser“ über die Bühne. Der HCC-Nachwuchs unter der Leitung von Sandra Wollstadt gefiel mit einer tollen Choreografie und auch die von Irina Schellberg gestalteten Kostüme verdienten das Prädikat Extraklasse.
Seit Jahren eine Klasse für sich: Günter Zeier in seiner Paraderolle des „Schampes“, der sich in der Senioren-Bravo, sprich der Apothekenrundschau, über die neuesten Trends in Sachen Krankheit informiert und dabei herausfindet, dass es sich bei der Mode um die „teuerste aller Stoffwechselkrankheiten“ handelt.
Einen flotten Marsch zeigte im Anschluss die von Tanja Hennig und Sisko Heinemeyer trainierte Junge Garde „Dancing Stars“, bevor Helga Stöhr als „leidgeprüfte Ehefrau“ aus dem Nähkästchen der trauten Zweisamkeit plauderte. Ihr Tipp an den „kränklichen Ehemann“: er sollte sich in Öl malen lassen, „bevor die schönsten Teile flöten gehen“.
Verblüfft zeigte sich der Ehrenpräsident des Hattersheimer Carneval-Clubs Hans Schuch, als er von Bürgermeisterin Antje Köster auf die Bühne gebeten wurde. Der langjährige Vereins- und Sitzungspräsident des HCC wurde für seine Verdienste um die Hattersheimer Fastnacht mit dem Orden „Narr des Jahres 2012“ ausgezeichnet.
Das Männerballett zeigte sich ausgesprochen mode- und selbstbewusst und gefiel nicht nur den Närrinnen im Auditorium als „Desperate Cowboys“, die sich langsam aber sicher zu den Klängen von „Let me entertain you“ (fast) ihrer kompletten Kostüme entledigten.
Die Gesangsgruppe „Kekos“ aus Niedernhausen setzte auf gekonnt präsentierte Stimmungslieder und unterhielt mit einer höchst vergnüglichen Ode an die Vorzüge ebenso gesunder wie nahrhafter Ernährung. Leiter Ferdinand Siemon ließ dabei in einem kugelrunden Kochkostüm keinerlei Zweifel aufkommen: Essen hält Leib und Seele zusammen.
Nach der Pause ging’s nicht minder knallig weiter. Die „Crazy Hats“ aus dem benachbarten Kriftel waren bereits einige Male gern gesehene und gehörte Gäste beim HCC und kamen – passend zum diesjährigen Sitzungsmotto – als flott musizierende und singende Piraten daher, die reichlich Bewegung in die Narrhalla brachten.
Für Männer ist ein Baumarkt so etwas wie das Paradies auf Erden. Regale voller Werkzeuge und Maschinen, da kriegen nicht nur die „Hornbacher“ leuchtende Augen. Die beiden „Herren“ Chantal Wedel und Sisco Heinemeyer witzelten, mit reichlich Applaus bedacht, über die Heimwerkerei nebst ihren oftmals unvermeidlichen, kleinen Katastrophen. Ein Traummann ? Nun, Kurt Nüchter gab sich in dieser Frage ganz selbstbewusst und nahm sich bei seinem Vortrag gehörig und höchstvergnüglich selber auf die Schippe. Ein Highlight des Abends war ohne Zweifel der Showtanz der „X-Dreams“, die als „Musketiere“ über die Bühne wirbelten. Die Gruppe unter der Leitung von Sandra Herbarth gebührt das Lob, von Jahr zu Jahr besser zu werden. 
Ein Lob, dass gleichermaßen auf die „Majestäten aus dem Main Taunus Kreis“ ausgeweitet werden darf. Zugegeben, so mancher der von Helga Stöhr, Irmgard Wollstadt, Sandra Wollstadt und Inna Schellberg in einem munteren verbalen Schlagabtausch präsentierten Kalauer hat schon ein paar Tage auf dem Buckel. Wer es aber versteht, diese so augenzwinkernd und selbstironisch in Szene zu setzen wie die vier Majestäten bei ihrem „Festbieranstich Oktoberfest“, hat allemal die Lacher auf seiner Seite. Eine Nummer, die das Zeug zum Klassiker hat, ganz in Tradition der legendären „Hattersheimer Strickstubb“, die über viele Jahre zu den Glanzpunkten jeder HCC-Sitzung gehörte.
Die „Diamonds“ aus Okriftel bewiesen im Anschluss, dass auch Eskimos einen mitreißenden Showtanz draufhaben, beim großen Finale luden die Showgruppe „Peperonis“ und das Vizeballett des Clubs mit einer Gesangs- und Tanzshow noch einmal zu einem stimmungsvollen Abstecher in die bunte Welt von Piraten und Seeleuten ein.

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