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Friedliches und gutes Miteinander

18. Auflage des Hattersheimer Siedlungsfestes begeisterte mit vielen Attraktionen – Frühschoppen mit der „Doyle Lonnegan Band“

Auf ihn wurde mit viel Spaß den ganzen Nachmittag eingehauen: Der „Lukas“ der Hattersheimer CDU.
(Fotos: A. Kreusch)

HATTERSHEIM (ak) – Obwohl man in der Hattersheimer Siedlung auch schon hin und wieder „trotz des Wetters“ schöne Feste gefeiert hat – diesmal war Petrus wirklich gut gelaunt und sendete am Samstag, 1. September, allerbestes Feierwetter auf den Platz der Begegnung.

Um 14 Uhr begann auf der dortigen Bühne das Festprogramm mit den temperamentvollen kleinen und großen Tänzerinnen des Spanischen Elternvereins, ein musikalischer Auftritt der Chorgemeinschaft Hattersheim folgte. Anschließend unterhielt der hidden_club der Heinrich-Böll-Schule die begeisterten Festgäste mit Musik und Gesang. Moderator Ralf Maik konnte sich Erinnerungen an seine eigene Schulzeit nicht verkneifen: „Wenn ich damals so eine tolle Lehrerin gehabt hätte, dann wäre ich gerne noch mal in die Schule gegangen“, begeisterte er sich für Musiklehrerin Woo-Ri Song, die selbst auch mit auf der Bühne stand und kaum von ihren Schülerinnen zu unterscheiden war. „Und ihr hört euch so toll an, es wäre schade, wenn man euch nicht öfter hören könnte.“ Die Zuhörer verlangten eine Zugabe – und sie wurde trotz des vollen Programmes natürlich gerne erlaubt.

„Das Siedlungsfest ist jetzt 18 Jahre, also volljährig geworden“, freute sich auch Bürgermeister Klaus Schindling, bei strahlendem Wetter in der Siedlung mitfeiern zu können. Er wünschte dem Fest noch mindestens weitere achtzehn Jahre und dankte allen, die dabei mithelfen, dass so bunt gefeiert werden kann. „Das ist hier ein friedliches und gutes Miteinander, wir lassen uns verwöhnen mit kulinarischen Köstlichkeiten aus aller Welt und treffen uns bei spannenden Spielen“, hob er hervor, „so soll es in unserer Stadt immer sein.“

Hawobau-Geschäftsführer Holger Kazzer dankte allen Festgästen im Namen der Wohnungsbaugesellschaft für ihr Kommen und allen ehrenamtlichen Helfern für ihr großes Engagement, ohne das das Fest nicht so gelingen könnte. Er begrüßte nicht nur Klaus Schindling, sondern auch Stadtverordnetenvorsteher Günter Tannenberger und den Ersten Stadtrat Karl Heinz Spengler sowie viele weitere Vertreter aus Magistrat und Stadtverordnetenversammlung, aus Parteien und Vereinen. Ganz besonders freute es ihn, dass es in diesem Jahr gelungen war, eine große Tombola zu organisieren, bei der es unter anderem Einkaufsgutscheine, Restaurant- und Eintrittsgutscheine für Veranstaltungen und, was besonders die jugendlichen Festgäste freute, sogar fünf Jahreskarten für die nächste Schwimmbadsaison zu gewinnen gab. Der Hauptgewinn war ein Gutschein über 200 Euro für eine Shopping-Tour durch den Hattersheimer Globus-Markt. „Es freut mich besonders, dass der Erlös aus den 1000 Tombola-Losen für je 1 Euro der Hattersheimer-Hofheimer Tafel zugutekommen wird“, erklärte Kazzer.

Nach der Prämierung des diesjährigen schönsten Blumen- und Grünschmucks in der Siedlung zogen die Tänzerinnen und Tänzer der Griechischen Gemeinde in schönen Trachten tanzend auf die Bühne. Mit den strahlenden Farben ihrer Schürzen bot die dynamische Gruppe auch optisch einen Genuss für die Zuschauer. Im Anschluss wurde es so richtig bunt auf der Bühne: Der Chor L’espérance bot in bunten T- Shirts viele Highlights aus seinem Repertoire, aber auch einige neu eingeübte Lieder, die das erste Mal von den Sängerinnen und Sängern vor Publikum gesungen wurden. Auf eine ungewöhnliche, vor allem von der Jugend aber gleich besonders beachtete Art stellte sich der neue städtische Jugendpfleger René Glaser in der Siedlung vor: Er hatte seine E-Gitarre mitgebracht und spielte für das Publikum, was ihm viel Beifall einbrachte.

Selbstverständlich spielte sich das Siedlungsfest nicht nur auf der Bühne ab – auch rund um die Zuschauerpavillons und auf der gegenüberliegenden Straßenseite gab es viel zu sehen, zu entdecken und zu genießen. So wurde in diesem Jahr auch wieder eine internationale Palette an Speisen von verschiedenen Vereinen und Gruppen angeboten: etwa Calamari und gegrillte Sardellen vom spanischen Elternverein, Wurst und Pommes von der DJK, pakistanische Spezialitäten am Stand der Ahmadiyya-Gemeinde, Lahmacun, Gözleme oder auch Baklava mit türkischem Mokka bei der Alevitischen Gemeinde, Focaccia und Arancini (gefüllte frittierte Reisbällchen) von der italienischen Gemeinde sowie gegrillte Leckereien der afghanischen Gruppe. Alles wurde von den Festbesuchern gerne probiert. Natürlich darf die wunderbare Kuchentheke, für die wie immer beim Siedlungsfest die Damen des Runden Tischs gesorgt haben, auf keinen Fall unerwähnt bleiben, zahlreiche Süßmäuler nahmen die Gelegenheit wahr, dort so richtig zu schlemmen. Und gleich daneben hatte man dann auch noch die Möglichkeit, heiße Waffeln zu kosten, die von Mitarbeitern des Psychosozialen Zentrums des DRK an Ort und Stelle frisch gebacken wurden. Welches andere Fest kann schon mit solch einer Fülle an verschiedenen kulinarischen Eindrücken aufwarten? Ein Besuch des Siedlungsfestes lohnt sich eben immer.

Während gegen Abend die Band „Friday Nights“ ihre Instrumente und Verstärker auf der Bühne aufbaute, war auch auf der anderen Straße immer noch ein buntes Treiben zu sehen. Zwar hatten die Vertreter der CDU ihren „Lukas“, auf den den ganzen Nachmittag mit viel Spaß kräftig scheppernd eingehauen wurde, ebenfalls schon abgebaut wie die SPD ihr immer von langen Reihen von Kindern belagertes Glücksrad, auch der Stand der Grünen war schon eingepackt und abtransportiert – aber das Bullriding, die Hüpfburg und vor allem der Clown Filou zogen die Jugend der Siedlung noch immer in ihren Bann. Auch während die Band „Friday Nights“ schon spielte, zog der Clown noch immer mit einem Rudel lachender Kinder im Schlepptau auf Stelzen über das Festgelände. Mit Songs von den Beatles, Otis Redding, den Drifters, den Kinks, Manfred Mann, den Monkeys und Elvis Presley wurde noch bis kurz nach Mitternacht gesellig gefeiert und getanzt. „Das war ein schöner Abend“, freute sich auch die Band über den Erfolg ihres ersten öffentlichen Auftrittes beim Siedlungsfest 2018.

Doch auch der Frühschoppen, der auf das Hattersheimer Siedlungsfest folgte, war am Sonntag morgen trotz des bedeckten Himmels sehr gut besucht. Das KulturForum Hattersheim hatte auch in diesem Jahr Musiker im Rahmen der Reihe „…die Post geht ab!“ zu einem „Auswärtstermin“ auf das Siedlungsfest geschickt und so konnte zu Tönen der Frankfurter/Eschborner „Doyle Lonnegan Band“ bei klassischem internationalem Rock, Blues, Funk, Soul und sogar Rap aus den Sechzigern, Siebzigern und Achtzigern in englischer und deutscher Sprache zum Abschluss noch mal getanzt und gefeiert werden. Dazu gab es frisch gezapftes Bier und kühle Getränke, gegrillte Würstchen, Pommes und leckere Fischbrötchen und natürlich beste gesellige Stimmung. Wie könnte ein Sonntag besser beginnen?
 

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Kommentare

Siedlungsfest

Hallo lieber Stadtanzeiger İhre bericht Erstattung ist sehr schön und ausführlich aber das vom Ausländerbeirat Hattersheim der zum erstenmal mit einem Infostand dabei war nicht ein einziges Wort erwähnt wird finde ich sehr schade !!!

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