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Ein Gartenauftakt zum Genießen

Frühlingsfest der Siedlung mit Suppenwettbewerb lockte wieder zahlreiche Besucher in die Alfred-Embs-Anlage

Die Köchinnen und Köche des Suppenwettbewerbs nach der Siegerehrung mit Heike Bülter und Holger Kazzer.
(Fotos: A. Kreusch)

HATTERSHEIM (ak) – Am Samstag, 21. April, feierte die Hattersheimer Siedlung wieder ihr traditionelles Frühlingsfest, diesmal zusammen mit dem „Gartenauftaktfest der essbaren Siedlung“. Und Petrus feierte ganz offensichtlich gerne mit, der Himmel strahlte blau und die Temperaturen waren sommerlich hoch. Wie im letzten Jahr waren in der Alfred-Embs-Anlage eine große Bühne und viele Tische und Bänke aufgestellt, und natürlich gab es eine lange Kuchentheke (wieder sehr lecker bestückt von den Damen des Runden Tisches), an die sich ein genauso langer Tisch mit den Warmhalteplatten und Töpfen des großen Suppenwettbewerbes anschloss. Vervollständigt wurde das kulinarische Angebot durch Grillwürstchen, Lachs- und Fischbrötchen sowie Kaffee und gekühlte Getränken.
 

Auch Stadtverordnetenvorsteher Günter Tannenberger und seine Vorgängerin Silvia Maeder, Bürgermeister Klaus Schindling sowie Erster Stadtrat Karl Heinz Spengler und seine Frau Ilona waren zu Gast auf dem Fest im Grünen zwischen den Häusern. Schindling richtete gut gelaunt ein Grußwort an die Veranstalter und die Festbesucher, in dem er sich bei allen herzlich bedankte, die dazu beigetragen hatten, dass dieses „schöne Fest“ zustande kam.

Spengler wies auf den Platz des Festes im Veranstaltungskalender von GartenRheinMain (GRM) hin, er begrüßte auch ganz besonders alle Gärtnerinnen und Gärtner der „Essbaren Siedlung“, die diese Veranstaltung über die Grenzen von Hattersheim bekannt gemacht haben. „Im Garten wächst mehr, als man ausgesät hat“, zitierte Spengler aus der Broschüre von GRM mit Blick auf die kulturellen Früchte, welche die Hattersheimer Siedlungsgärten mittlerweile in der Stadt tragen. In einer Broschüre des KulturForums Hattersheim kann man nachlesen, welche der insgesamt 199 Veranstaltungen in Hattersheim stattfinden. „Am 23. Mai können sie schon wieder an einer solchen Veranstaltung hier teilnehmen, dann wird im Südringtreff mit ‚Unkraut, Wildkraut, Heilkraut‘ gekocht. Es sind noch Plätze frei, melden sie sich an“, forderte er die Gäste auf. Auch auf den Workshop „Hattersheimer Mokka – koffeinfreier Ersatzkaffee“ am 3. Juni, die literarische Schifffahrt am 12. Juli und die Möglichkeit, am 27. Juli Europäische Bäume im Okrifteler Wäldchen kennen zu lernen, machte er aufmerksam.

Selbstverständlich begrüßte auch Hawobau-Geschäftsführer Holger Kazzer die vielen Gäste des „Doppelfestes“ in der Alfred-Embs-Anlage, auch die Band „Schall und Bauch“ hieß er herzlich willkommen. Er freute sich, dass das „Frühlingsfest, eines der ersten Projekte der sozialen Stadt“ nun zum 17. Mal gefeiert und um den Anlass „Gartenauftakt“ erweitert werden konnte. Dafür bedankte er sich besonders bei den Mitarbeitern des Stadtteilbüros, Heike Bülter, Eberhard Roth und Rabia Malik, aber auch beim Runden Tisch, bei den Hawobau-Mitarbeitern und bei den Teilnehmern des Suppenwettbewerbes. Er rief die Anwohner der Siedlung dazu auf, sich auch in diesem Jahr wieder am Blumenwettbewerb zu beteiligen. „Wir werden sie gerne wieder dabei unterstützen. Wir freuen uns jedes Jahr wieder über die tollen blühenden Beiträge, die der Jury präsentiert werden.“

Wie in jedem Jahr wurden beim Frühlingsfest in der Siedlung auch den Kindern viele Möglichkeiten zu Spiel und Spaß geboten. Ob beim Kinderschminken, beim Basteln, beim Hula-Hoop, beim wilden Schaukeln in Hängematten oder in der Hüpfburg (die wieder Michael Genthner zur Verfügung stellte) – Unterhaltung war genug da, da wurde keinem Mädchen oder Jungen langweilig. 

Umrahmt wurde das wunderbare Fest von der Musik der sympathisch-dynamischen Frankfurter Band „Schall und Bauch“ mit aktueller Deutsch-Rock/Pop-Musik, wie etwa von Revolverheld, Frida Gold, Christina Stürmer, Wir sind Helden, Andreas Bourani oder Joris. Da wurde gerne mitgesungen und geklatscht, die Stimmung unter den Gästen war nicht nur eines tollen Sommerfestes würdig – sie reichte samt großartigem Wetter auch locker für das diesjährige „Doppelfest“ in der Siedlung.

Europäische Suppen im Wettbewerb
Passend zum GartenRheinMain-Thema „Europa im Garten“ hatte man in der Hattersheimer Siedlung auch den beliebten alljährlichen Suppenwettbewerb unter das Motto „Europäische Suppen“ gestellt. Dass die Rezepte diesmal auch ganz ohne Fleisch auskommen sollten, verminderte den Genuss der Jury, zu der alle Besucher des Frühjahrsfestes in der Siedlung zählten, nicht im mindesten.
Zeitweise bildeten sich lange Schlangen vor der Suppentheke in der Alfred-Embs-Anlage. Diejenigen, die schon eine Tasse mit einer Suppen-Kostprobe in der Hand hielten, lobten mit verzückten Gesichtern das, was sie gerade verkosteten. „Eigentlich kann man gar keinen Sieger küren – die Suppen waren alle so lecker“, meinte auch Heike Bülter vom Stadtteilbüro, bevor es dann doch zur Preisverteilung kam.

Zu verkosten waren etwa die „Dansk Rodfrugt-Suppe“, für die Ruth Hinsinger drei verschiedene alte Kartoffelsorten – auch lila-farbene – mit drei verschiedenen alten Karottensorten (gelbe, rote und violette) und roter Beete veredelte. Natürlich waren alle Zutaten frisch vom Markt. Die Tomatensuppe „á la Mama“ von Margritt Kupfer war nicht nur fruchtig aromatisch, sie war auch sehr lecker pikant gewürzt. Thomas Kettenbach hatte seine Vichyssoise, eine wunderbar cremige, gut gekühlte Kartoffel-Lauch-Suppe, mit dem elektrischen Lastenfahrrad von Wiesbaden nach Hattersheim gebracht; und er krönte jede Probiertasse mit Schnittlauch und Croutons. Hanni Jauerneck bot eine kräftige Böhmische Kartoffelsuppe an, die Köche vom Psychosozialen Zentrum hatten eine vollwertige, cremige Spargelsuppe mit vielen knackigen Spargelstücken und einem sonnengelben Klecks Mangopüree gezaubert. Gabriele Janda brachte mit ihrer aromatisch duftenden Ratatouille einen Hauch Provence in die Siedlung. Mit kräftigen grünen Kräuterstipseln lockte die sahnige Petersilienwurzelsuppe von Chris Savage die Feinschmecker an, Gloria Gotzhein bot zu ihrem Russischen Borschtsch in der typisch kräftigen Farbe der roten Beete wahlweise einen Klecks Schmand mit oder ohne Knoblauch an.

Nicht alle Suppentester schafften es angesichts dieser großen Anzahl verschiedener köstlicher Verlockungen, tatsächlich alle acht Wettbewerbssuppen zu probieren – die meisten gaben sich dazu aber doch große Mühe; so lange noch ein bisschen Platz im Magen war, wollte man nicht freiwillig einen der Töpfe auslassen.

Vor der Siegerehrung gönnten sich die Suppenköchinnen und -köche zusammen mit Heike Bülter schon mal ein Glas kühlen Sekt. Der große Erfolg der Suppenbar, an der jeder dem anderen kollegial aushalf, wenn mal „Not am Topf“ war, wurde gerne und fröhlich gemeinsam gefeiert.

Schließlich kam es dann zur Prämierung: Auf den dritten Platz wurde die Tomatensuppe á la Mama gewählt, den zweiten Platz erreichte die „Vollwertige Spargelsuppe mit Mangopüree“ und den ersten Platz belegte die kalte Vichysoisse – alle Wettbewerbsteilnehmer erhielten natürlich kleinere oder größere Präsente.

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