Zur jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung richtete die Hattersheimer SPD-Fraktion eine Frage an den Magistrat bezüglich des aktuellen Stands der angekündigten "Tiny Forests" im hiesigen Stadtgebiet. Unter einem solchen "Kleinwald" versteht man eine Anpflanzung von Bäumen auf einer kleinen Fläche mit einer hohen Dichte.
Die SPD wies in ihrer Anfrage darauf hin, dass in den "letzten Monaten einige Bäume im Stadtgebiet gefällt" worden seien, so zum Beispiel am Südring und am Sportpark Hattersheim.
Der Magistrat verkündete in seiner Beantwortung die Entscheidung, dass die Idee der Tiny Forests nun mit dem sogenannten "1.000 Bäume-Projekt" verbunden werden soll. Demnach sollen zur Verbesserung des Kleinklimas in der Stadt 1.000 Bäume auf freien öffentlichen Flächen gepflanzt werden. Dem Magistrat zufolge verspreche diese Verknüpfung " im Hinblick auf den ökologischen Wert, die Unterhaltung und Verkehrssicherheit, als auch im Hinblick auf den notwendigen Flächenverbrauch, bessere Ergebnisse."
Das "1.000 Bäume-Projekt" befinde sich aktuell in der Vorbereitungsphase und soll noch in diesem Jahr gestartet werden. Nach dessen Abschluss wird die Zahl der neu gepflanzten Bäume in der Kommune die Anzahl der in den letzten Jahren gefällten Bäume übersteigen.
Starten soll das Projekt auf einer Pilotfläche zwischen dem Schwarzbachweg und der eingezäunten Hundewiese im Glockwiesenweg, dort sollen zunächst etwa 250 Bäume gepflanzt werden. Danach soll anhand von Erfahrungswerten entschieden werden, ob an anderen Stellen ebenfalls solche Tiny Forests entstehen sollen. Zudem soll auch beispielsweise zum Erhalt und der Wiederaufforstung des Wasserwerkswaldes, in Absprache mit Hessenwasser, beigetragen werden.
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