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Kinder stürmen in den „SchokoLaden“

Neue Kindertagesstätte im Sarotti-Quartier offiziell eröffnet

Kita-Leiterin Marianne Folgnand und Bürgermeisterin Antje Köster enthüllten das neue Namensschild für die Kindertagesstätte im Sarotti-Quartier: „SchokoLaden“ heißt die Kita nun, der ehemalige Sarotti-Schornstein spielt nicht nur neben dem neuen Haus, sondern auch in dem Wortspiel eine „herausragende“ Rolle.
(Fotos: A. Kreusch)

HATTERSHEIM (ak) – Hattersheim hat einen neuen, großen und bunten „SchokoLaden“! Bunte Wimpel luden die Besucher am Samstag, 19. September, in das neue Gebäude im Schokoladenviertel ein, zur Feier des Tages war der vom ausführenden Architektenteam der Kita geschenkte Kirschbaum im Innenhof mit vielen dicken roten Luftballons geschmückt. Die zum Eingang strömenden Kinder wurden froh lächelnd mit einem Glas Saft, ihre Eltern und Besucher mit einem Glas Sekt empfangen: Endlich – nach einigen Monaten in der „Interimsunterkunft“ Nassauer Hof – konnte nun die offizielle Eröffnung der Kindertagesstätte im Hugo-Hoffmann-Ring in Hattersheim gefeiert werden. Kita-Leiterin Marianne Folgnand und ihre Stellvertreterin Luisa Pandura begrüßten alle kleinen und großen Gäste strahlend. Sie freuten sich sichtlich sehr darüber, allen die großzügigen, schönen neuen Räume, das Kinderbetreuungskonzept des Trägers Verein zur Unterstützung berufstätiger Eltern (in Hattersheim schon durch die Kinderkrippe „Kartoffelkiste“ am Markt bekannt) und – endlich – auch den Namen der neuen Einrichtung vorstellen zu können.

Wie sich in ihrer Einrichtung alles ums Kind drehen wird hatten die Erzieherinnen noch einmal verdeutlicht durch einen Kreis von Blättern an einer Glasscheibe, in dem sie verschiedene Prinzipien um ihr „Bild vom Kind“ anordneten: Sie erzählten von Kinderrechten, die ernst genommen und geschützt werden, von kindlichen Bedürfnissen, auf die man eingehen wird, davon, wie die Fähigkeiten der Kinder bei ihnen ausgebaut werden, dass nur mit dem Kind gemeinsam Bildung stattfinden kann, vom eigenen, individuellen Tempo jedes Kindes, auf das Rücksicht genommen wird und davon, dass Kinder als gleichwertige Partner immer mitentscheiden werden. Dass in der neuen Kita Inklusion und Gleichbehandlung obligatorisch sein werden, bedarf so gar keiner besonderen Erwähnung – es wurde während der Feier schon an den vielen verschiedenen Sprachen, die zwischen Eltern und Kindern gesprochen wurden, deutlich.

Der Tagesablauf gestaltet sich für die Kindergartenkinder in der neuen Einrichtung „teiloffen“, er beginnt am Morgen in einer festen Gruppe, welche die Kinder aber im Verlauf des Tages verlassen können, um ihren Interessen nachzugehen, sei es im Musikraum, im Kreativraum oder auch im Experimentierraum. „Es war im Vorfeld schon eine große Aufgabe, die Räume nach unserem Bild vom Kind einzurichten“, berichtete Marianne Folgnand zufrieden, „auch die Suche nach Betreuerinnen war nicht einfach, wir haben die ersten Bewerbungsgespräche in leeren Räumen hier geführt. Aber trotz der allgemeinen Personalkrise in der Kinderbetreuung haben wir inzwischen ein beachtliches Team zusammengestellt, welches aber noch aufgestockt werden muss, bis alle Gruppen gefüllt werden können.“

Bevor das mit einem roten Tuch verhüllte Schild mit dem Namen der neuen Kita „enthüllt“ wurde, wandte sich auch Bürgermeisterin Antje Köster noch einmal an die Festgäste: „Nun ist es endlich soweit – die Kinder sind schon seit einer Woche hier und genießen sicher die neuen Räumlichkeiten. Ich erinnere mich noch gut daran, wie die Architekten von „Raum Z“ rund um Professor Zimmermann schon gleich nicht nur von Plänen und Zahlen gesprochen haben, sondern auch davon, wie es den Kindern und Eltern in so einer neuen Kita gehen soll, das hat mich damals sehr beeindruckt und schon deshalb war es sozusagen ,Liebe auf den ersten Blick' mit dem schließlich ausführenden Architekten-Team. Besonders schön ist hier, dass die Räume alle sehr großzügig und mit viel Licht gestaltet sind. Die Stadt Hattersheim hat 4 Millionen Euro in den Bau dieser Kindertagesstätte investiert, es war uns wichtig, eine moderne Kita für große und kleine Kinder hier anzubieten“, erklärte Köster, „und schließlich hat uns das Konzept des Trägervereines schon im ersten Gespräch total überzeugt! Liebe Frau Folgnand, wir vertrauen Ihnen das Haus gerne an!“
Marianne Folgnand war anzusehen, welchen Spaß es ihr machte, mit Antje Köster und einem kleinen Mädchen zusammen den Namen der neuen Einrichtung zu enthüllen, beweist die Namenswahl doch nicht nur ein Gefühl für den Bezug zum Standort, sondern auch eine große Portion Humor: „SchokoLaden“ wird die Kita im Schokoladenviertel in Zukunft heißen, das große „L“ hat die aufstrebende Form eines großen Schornsteines, so wie er als Erinnerung an die früher in Hattersheim beheimatete Schokoladenfabrik noch immer direkt neben dem Eingang der Einrichtung steht.

Bei den von der Kita-Leitung anschließend angebotenen Rundgängen durch die Einrichtung konnte man an den zufriedenen Gesichtern der Kinder, die sich schon ganz selbstverständlich in den neuen Räumen bewegten, erkennen, dass sie schon gerne Besitz von ihrem „SchokoLaden“ genommen haben – und das hat den Eltern ganz offensichtlich sehr gut gefallen.
Besonders zu erwähnen ist sicher noch das tolle, umfangreiche „Eröffnungs-Buffet“, zu dem ganz viele Eltern leckere, gesunde und auch hübsch anzusehende Dinge beigetragen hatten und an dem sich Erwachsene und Kinder gleichermaßen gerne bedienten und miteinander ins Gespräch kamen.

Schade war es für die Kinder, dass es bis kurz vor der Feier so stark geregnet hatte, dass sich das große Freigelände der Kita an diesem Nachmittag nicht zum Spielen eignete, dennoch waren die Eltern sicher beeindruckt von dem „Freiraum“, der ihren Kindern dort in Zukunft zur Verfügung stehen wird.

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