Kindertheater mit Apfelkuchenduft Figurentheater Unterwegs zeigte das Stück "Die Sachenfinderin"

Die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer bekamen am Ende des Theaterstückes alle tatsächlich ein leckeres, noch warmes Stückchen Apfelkuchen auf die Hand.
Die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer bekamen am Ende des Theaterstückes alle tatsächlich ein leckeres, noch warmes Stückchen Apfelkuchen auf die Hand.

Figurentheater Unterwegs zeigte das Stück "Die Sachenfinderin"

Kari ist sauer. Davon erzählt schon Karis Mama den Kindern, die ihr im Kutschersaal des Alten Posthofs beim Apfelkuchenbacken zuschauen. Und zwar ganz „in echt“: Im kleinen Theatersaal des „Kinderkellers“ des KulturForums Hattersheim steht ein richtiger Herd mit einer Arbeitsplatte, auf der Karis Mutter ein Backblech mit einem Hefeteig belegt, während der Ofen vorheizt. Kari ist so sauer, sie mag noch nicht mal beim Apfelkuchen backen helfen, obwohl sie das sonst immer besonders gerne macht. Sie hat natürlich einen ganz gewichtigen Grund: ihr großer Bruder Ole durfte mit Opa zum Angeln, sie durfte nicht mit, weil sie erst vier Jahre alt ist. Sie muss der Mutter (und den Kindern im Zuschauerraum) beweisen, dass sie sich gar nicht ärgert, sondern ganz taff einfach etwas viel besseres als Angeln macht: sie ist nämlich eine „Sachenfinderin“, verkündet sie, sie findet immer ganz tolle Sachen.

Genau in der Zeit, in der der Kuchen schön aufgeht und langsam leckeren Apfel-Zimt-Duft im Kutschersaal verbreitet, erleben die Kinder, wie spannend so ein „Sachenfinderinnen- Leben“ tatsächlich ist. Kaum ist die Mutter aus der Küche, findet Kari schon ein Messer und Apfelschalen hinter der Mehltüte – und bald danach eine tolle Schnecke auf der Arbeitsplatte. „Kaum gefunden, schon verschwunden“ kommentiert Kari, die gerade noch von anderen Schneckenfunden geschwärmt hatte, das plötzliche Verschwinden des kleinen Tieres. Aber natürlich können die Kinder helfen: „Die Schnecke ist auf dem Boden, sie frisst Apfelschalen!“ wird Kari gleich informiert. „Lass es Dir schmecken!“ wünscht Kari der Schnecke und macht sich weiter auf die Suche. Begeistert fiebern sie mit, als Kari einen „Fund“ hinter der Mehltüte macht: „Schaut her, ein Auto!“ Aber sie müssen lachen, als Kari das „Auto“ nach vorne schiebt – das ist der Eierschneider, den Karis Mutter zum Apfelschneiden benutzt hat. „Mein Name ist A. Schneider“ stellt der sich vor, Kari nimmt die Tipps der kleinen Zuschauer auf: „Ah- ein Apfelschneider!“

Vor lauter wildem Herumhüpfen verschwindet Kari in der Mehltüte und kommt hustend wieder heraus – das auch die Tüte schwer hustet, bringt die Zuschauer zum Lachen. Sie lachen noch mehr, als die Tüte schließlich den Grund für ihren Hustenanfall „ausspuckt“: zwei klitzekleine gelbe Gummistiefel, in genau der richtigen Größe für Kari. „Was hab‘ ich für ein Sachenfinderglück“ freut sie sich darüber, „sogar in meiner Lieblingsfarbe!“

Welche Abenteuer Kari mit dem „Fisch“ erlebt, wie sie ihm hilft und dabei wieder zu ihren Gummistiefeln kommt, warum dabei auch ihre gute Laune wieder zurückkommt – all das erleben die kleinen Zuschauer im Kutschersaal gespannt und mit viel Freude, sie gehen voll in der Geschichte mit auf, geben Kari „gute Ratschläge“ und amüsieren sich köstlich. Als am Ende alles gut ist, Opa mit Ole vom Angeln zurück ist und sogar zu Kari sagt, die müsse nächstes Mal unbedingt mitkommen, genau dann ist auch der Apfelkuchen im Ofen fertig. Weil das Backwerk viel zu groß ist für Kari, Ole, Opa und Mama, die sich beim Kuchen essen natürlich viel zu erzählen haben, bekommen alle Kinder im Kutschersaal, die gerne Apfelkuchen mögen, natürlich auch ein Stück davon ab.

Das dieses Stück den Preis der Kinderkulturbörse 2017 erhalten hat, konnten alle großen und kleinen Zuschauer ganz sicher nachvollziehen – schließlich hat es einen ganz besonderen Duft und endet beim glücklichen gemeinsame Apfelkuchen genießen.

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