Vom Korn zum Brot Hattersheimer Kinder besuchten mit der KulturWerkstatt den Lernbauernhof Armada in Frauenstein

Hattersheimer Kinder besuchten mit der KulturWerkstatt den Lernbauernhof Armada in Frauenstein

Einen ganz besonderen Nachmittag erlebten 16 Hattersheimer Kinder in der letzten Woche, als sie mit Ute Gillmann und Daniel Neumann vom Hattersheimer KulturForum im Rahmen der KulturWerkstatt den Lernbauernhof Armada in Wiesbaden-Frauenstein besuchen konnten.

Unter der Überschrift „Vom Korn zum Brot“ konnten die Mädchen und Jungen dort nicht nur viele Bauernhoftiere hautnah kennen lernen, sondern auch viel darüber erfahren, aus was Brot gemacht wird, schließlich durften sie sogar selbst Getreide mahlen, Brotteig bereiten, Brot backen und natürlich dann frisch gebackenes Brot gleich probieren.

Nachdem auf einem Rundgang durch den Hof Armada zunächst Respekt vor den laut die Gäste anzeternden Gänsen aufkam, durften dort Hühner aus der Hand gefüttert werden, die ungewöhnlich aussehenden Truthähne konnten betrachtet werden und freundliche Schafe freuten sich über Streicheleinheiten. Direkt hinter der Wiese auf der die Schafe standen, zeigte Claudia Stäbe vom Hof Armada den Kindern ein riesiges Feld, auf dem kleine grüne Pflänzchen standen. Wie aus diesen Getreidepflanzen schließlich leckeres Brot wird, das wollte sie den Kindern an diesem Nachmittag zeigen. Dass auf dem Rückweg zum Hof auch noch zwei Esel und zwei Schweine betrachtet werden konnten, machte allen viel Spaß.

In drei kleinen Gruppen durften die Mädchen und Jungen dann alle ganz praktisch erleben, wie die Körner von den Getreidehalmen gelöst werden. Durch Nachschauen zu erfahren, dass sich in den Ähren tatsächlich Körner verstecken und dass diese innen weiß sind, war für die Kinder schon ein Erlebnis: „Juhu, ich hab‘ ein Korn!“ war da zu hören. Auf dem großen Tisch standen nicht nur reife Getreidehalme bereit, sondern auch verschiedene Arten von „Ausgangsstoffen“, aus denen dann Mehl gemacht werden kann: etwa Gerste, Roggen und auch Mais. Auch ein Korb mit Stroh war da zu sehen. „Die Halme werden dann nämlich noch als Einstreu in Ställen benutzt“, erzählte Jenni den aufmerksam lauschenden Kindern. Mit kleinen Getreidemühlen machten sie sich selbst daran, den Grundstoff für’s Brotbacken, das Mehl, selbst zu erzeugen – wie mühsam das ist, stellten die Kinder schnell fest.

Kein Wunder also, dass sie in der zweiten Station in der Keltereiküche des Lernbauernhofes gar nichts dagegen hatten, für die Zubereitung des Brotteiges Mehl aus der Tüte zu nehmen. Während in einer großen Schüssel genau nach dem auf dem Tisch liegenden Rezept eifrig ein Brotteig aus verschiedenen Mehlsorten, Hefe, Honig, Salz, Brotgewürz und Wasser zusammengerührt wurde, zeigte Claudia auf der großen Arbeitsfläche an schon fertig vorbereitetem Teig, wie man Brotlaibe formt. „Immer schön falten und umschlagen“, erklärte sie den Mädchen und Jungs, die sich dann selbst daran versuchen konnten, schön gleichmäßig aussehende Teigkugeln zu formen. Stolz wurden diese dann nach nebenan in den Raum mit dem schönen Steinbackofen getragen. Dort wartete Stefan auf die Kinder und half ihnen, Teigfladen, die schon lange genug gegangen waren, in den Ofen zu „schießen“. Weil so ein Brot dann aber erst mal noch lange im Ofen bleiben muss, war auch hier schon frisch gebackenes Bauernbrot für die Hattersheimer vorbereitet. Während Stefan ein frisches Brot aufschnitt, durften sich die Kinder darin probieren, aus frischer Milch in verschlossenen Gläsern selbst Butter zu „schütteln“. Sehr zum Erstaunen der Stadtkinder funktionierte das tatsächlich. „So schmeckt frisches Brot nämlich am besten: mit Butter und vielleicht noch mit ein bisschen Salz“, meinte Stefan lachend. Die Kinder überzeugten sich mit Appetit selbst davon, dass dies stimmt.

Nicht nur mit vielen tollen Eindrücken und Informationen darüber, woher die Rohstoffe für unser Grundnahrungsmittel Brot kommen und wie sie verarbeitet werden, sondern sogar noch mit einer ganz frisch gebackenen Brotkostprobe für die Eltern und Geschwister kamen die Kinder glücklich und zufrieden am Abend wieder nach Hause. Sie hatten viel erlebt an diesem Nachmittag und konnten bestimmt jede Menge darüber erzählen.

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