Neue Spielgeräte, hitzeresistente Pflanzen und ein Dirt-Trail

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Im Bereich der Grünflächen, Spiel- und Freizeitanlagen und der Friedhöfe wurden 2025 einige Maßnahmen umgesetzt, Renovierungen vorgenommen und das Projekt „Blühendes Hattersheim“ weitergeführt.

Auf den drei Friedhöfen im Stadtgebiet wurden gleich mehrere Projekte durchgeführt. So konnte der Umbau der Trauerhalle auf dem Friedhof in Eddersheim abgeschlossen werden. Es erfolgte eine Erneuerung der kompletten Elektrik und der Heizungsanlage. Darüber hinaus wurde die Halle mit einer neuen Beschallungsanlage versehen. Auf den Friedhöfen in Okriftel und in Hattersheim sind neue Urnenwände bzw. Urnenstelen errichtet worden. Dazu erfolgte eine Erweiterung der Baumgrabstätten in Okriftel und in Hattersheim wurde zusätzlich Sternenfeld neugestaltet.

Erste digitale Stele installiert

Eine digitale Stele auf dem Friedhof in Hattersheim hat vor kurzem die alten Schaukästen abgelöst. Nun können die Besuchenden auf dem Touchscreen wichtige Informationen abrufen. Neben den aktuellen Beisetzungsterminen sind dies Pläne aller Friedhöfe, die aktuelle Friedhofs- und die Gebührenordnung, öffentliche Bekanntmachungen und andere Neuigkeiten hinterlegt. Die Stadt Hattersheim geht damit einen weiteren Schritt in Richtung Digital-City. Neben einer stark verbesserten Darstellung bedeutet die Digitalisierung in diesem Bereich auch eine enorme Zeitersparnis beim Aktualisieren der Aushänge, die nun in der Verwaltung gepflegt und auf die Stele geschickt werden können.

Blühendes Hattersheim

Das Projekt „Blühendes Hattersheim“ wurde weiter vorangetrieben und angepasst. Neben den Standorten mit mobilem Grün und den vielen Staudenbeeten im Stadtgebiet wurde aus Gründen der Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und ökologischen Vielfalt mit der Umwandlung einiger Wechselflorbeete in Hattersheim begonnen. Zum Einsatz kommen nun mehr dauerhafte, hitzetolerante Pflanzen, mit Hilfe derer Gießwasser und jährliche Pflanzkosten eingespart werden. Durch die Pflanzenauswahl präsentieren sich die Beete zu jeder Jahresszeit in attraktiven Arrangements.

Ebenso wurde die Umgestaltung weiterer veralteter Grünflächen fortgeführt. So wählten Mitglieder des Kinderparlaments Okriftel für das Pflanzbeet in der Mainstraße gegenüber der Tankstelle insektenfreundliche Pflanzen aus, die von den städtischen Mitarbeitenden des Service Grün gekonnt in Szene gesetzt wurden.

Die Fläche am Dalles wurde auf Anregung und unter Mithilfe von Andreas Orbán sowie Bernd und Markus Caspari runderneuert, mit roten Sandsteinblöcken als Einfassung und einer modernen Pflanzgabione, welche die in die Jahre gekommenen Eisenbahnschwellen im Hintergrund ersetzen. Für das kommende Jahr ist bereits eine weitere Aktion geplant: Dann wollen die Akteure die Ehrenpforte in der Mainanlage Okriftel erneuern.

Am Ortseingang Eddersheim wurde in das Beet zwischen Neckarstraße und Kelsterbacher Straße zum 880-jährigen Jubiläum ein Blauglockenbaum gepflanzt. Die Grünfläche in der Ritterstraße wurde in ein farbenfrohes Staudenbeet verwandelt und auf Bürgerwunsch mit einer Sitzbank versehen.

Spielplätze und Freizeitanlagen

Im Bereich der Kinderspielplätze und Freizeitanlagen wurden viele neue Spielgeräte im Stadtgebiet aufgebaut. Highlight war ein neues, großes Spielgerät mit hohem Turm und 2 Rutschen auf dem Spielplatz in der Ankerstraße, dass unter Mitwirkung des Kinderparlaments Eddersheim ausgesucht wurde. Am Spielpunkt Tierpark Hattersheim ist für die kleinen Besucherinnen und Besucher eine große Libelle als neues Wipptier aufgebaut worden. Der Fitnessparcour am Wäldchen in Okriftel wurde um eine Calisthenics-Anlage erweitert, auf dem Spielplatz Schieferstein sind auf Wunsch des Kinderparlaments der Regenbogenschule eine neue Kletterkombination errichtet und die defekten Holzpalisaden am Kleinkinder-Sandkasten gegen Betonpalisaden ausgetauscht worden.

Angebote für Jugendliche

Auch für die Jugendlichen gibt es neue Entwicklungen in Sachen Treffpunkte. Auf Anregung des Jugendparlaments Hattersheim wurde am Pfuhlweg ein blauer Wetterschutzcontainer mit barrierefreiem Zugang errichtet, der von den Jugendlichen gut angenommen wird.

Zudem ist das Vorhaben, einen Dirt-Trail für Hattersheim zu bauen, in diesem Jahr gestartet worden. „Wir haben den erfahrenen Planer Günter Bracht von Turbomatik Bikeparks für das Projekt gewinnen können“, freut sich Bürgermeister Klaus Schindling und erläutert: „Bereits im Oktober gab es ein Treffen mit dem Planer, dem Jugendparlament und Interessierten. Dabei ist das Grundstück begutachtet worden und der Sportlernachwuchs hat seine Wünsche vorgetragen. Ein erster Entwurf liegt nun vor, und so kann es im Jahr 2026 an die Umsetzung gehen, bei der die Jugendlichen ebenfalls tatkräftig mitwirken dürfen. Die Idee für die Einrichtung des Dirt-Trail geht auf eine Anregung aus der Bürgersprechstunde zurück. Dies bestätigt mir wieder einmal, wie wichtig diese Sprechstunde für eine aktive und erfolgreiche Bürgerbeteiligung ist.“

Auch im Naturschutz und der Landschaftspflege gibt es erfolgreiche Maßnahmen, die im kommenden Jahr fortgeführt werden. So wurde das Igel-Projekt mit dem Vortrag durch die Expertinnen Bianca Menssen und Daniela Rasch gestartet. Das neue Wissen über die Tiere und ihre Lebensweisen soll die Hattersheimer Bürgerinnen und Bürger sensibilisieren und zum Mitmachen einladen. Geplant sind einige Aktionen rund um das Wildtier von 2024. Münden soll das Projekt im Rahmen eines Umweltpreises, der in 2026 zum ersten Mal vergeben werden wird.

Die Renaturierung des Schwarzbaches in Okriftel zeigt ebenfalls erste Erfolge. Der Biber ist zurück und hat bereits für Nachwuchs gesorgt. Dieser hat sich im Bereich der Bonnemühle niedergelassen. Ein weiterer Biber hat sich im Bereich des Ardelgrabens an der A3 eingenistet. Die Rückkehr der Wildtiere bringt aber auch einige Herausforderungen mit sich. Insbesondere die Errichtung der Dämme führt zu Überschwemmungen der angrenzenden Flächen.

Im Rahmen der Deichrückverlegung in Eddersheim erfolgte in diesem Jahr die Offenlage und eine Bürgerversammlung in der Stadthalle. Einige der dort vorgebrachten Vorschläge und Einwände wurden nach Prüfung in das Gesamtkonzept eingearbeitet. Im nächsten Jahr soll der Planfeststellungsbeschluss erfolgen.

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