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Vom Örtchen die Elite

Bunt gemischtes Programm sorgt für Riesenstimmung bei Sachsenhäuser Saalfastnacht

 

HATTERSHEIM (idl) – Zu ihrer traditionellen „Hausfastnacht“ hatten die Sachsenhäuser am vergangenen Samstag in den Südringtreff eingeladen.
Sitzungspräsidentin Christine Martin-Pelaez präsentierte den Gästen in der bis auf den letzten Platz gefüllten Narrhalla ein buntgemischtes Programm aus Büttenreden, Gesang und Tanzvorführungen.

 

Es waren vor allem die Hobby-Fastnachter aus den Reihen der Sachsenhäuser, die beim nachmittäglichen, närrischen Stelldichein mit gelungenen Einlagen punkten konnten, steht doch bei den Sachsenhäusern in erster Linie die Liebe zu „ihrem“ Stadtteil in Hattersheims grünem Süden im Vordergrund.
So hatte Mechthilde Staab einige Anekdoten aus den frühen Jahren von „Dribb de Bahn“ gekonnt in Reimform gebracht und weckte damit höchstvergnüglich Erinnerungen an längst vergangene Zeiten. „Wir konnten schon immer etwas biete, war’n vom Örtche die Elite“, verkündete sie selbstbewusst und traf damit genau den Geschmack des alten Hattersheimer „Siedlungsadels“. Mechthilde Staab berichtete von nächtlichem Herumspuken mit aus Dickwurz geschnitzten Totenköpfen, von Mutproben, bei denen – Jahrzehnte vor dem Dschungelcamp – Regenwürmer verzehrt wurden und von chronisch miesgelaunten Nachbarn, die mit jugendlicher Ausgelassenheit so rein gar nichts anfangen konnten, ja, den Kindern sogar ihr Rodelvergnügen missgönnten und die mühsam präparierte Bahn mittels Asche unbrauchbar machten. „Und trotzdem war es eine wunderbare Zeit“, fasste die Sachsenhäuserin ihren Ausflug in die Jugendzeit zusammen und traf damit exakt den Geschmack des närrischen Auditoriums. Gerda Jost hatte bei ihrer Geschichte über einen gründlich in die Hose gegangenen nächtlichen Albtraum die Lacher auf ihrer Seite und Karl-Heinz Brand plauderte als „Vagabund“ süffisant aus dem leben eines „passionierten Schluckspechts“, der sein Geld lieber in Alkohol anlegt, statt es auf die Bank zu tragen, denn dort kriegt man bekanntlich keine „40 Prozent für sein Geld“.
Karin Schröder gefiel als Margit Sponheimer und Hildegard Voss sang auf die Melodie der „Schwäbischen Eisenbahn“ von den kleinen Wehwehchen im Alter.
Richtig klasse waren auch die beiden „Sachsenhäuser Deppe“ Christine Martin-Pelaez und Gerhard Neudert, deren launige Gesänge a la „Tramps vun de Palz“ für reichlich Lacher und beste Stimmung im Saal sorgten.
Eine gute und schöne Tradition der Sachsenhäuser Saalfastnacht ist die Teilnahme von Aktiven aus den Reihen befreundeter fastnachtstreibender Vereine.
Von der Hattersheimer Chorgemeinschaft waren Ruth Pfennig und Gundi Dey mit von der Partie und hatten eine Moritat über die „schändlichen“ Machenschaften der Männerwelt im Gepäck, CGH-Sitzungspräsidentin Gerda Bont gab sich als forsche Punkerin, Christel Käck vom Carneval Club Mainperle und Wille Britsch hatten bei ihren Vorträgen ebenfalls die Lacher auf ihrer Seite.
Als Piraten und Südseebewohner kamen die „Mini Hoppser“, das Kinderballett des Hattersheimer Carneval Clubs, daher und legten einen tollen Showtanz aufs Parkett.
Das große Finale gestaltete die Gesangsgruppe „Haste Töne“ des CCM, die seit vielen Jahren ein gern gesehener Gast bei Veranstaltungen der Sachsenhäuser ist.

 

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