Mit spielerischer Freude Roboter zum Leben erwecken

Digitales Ostercamp mit den Young Engineers Main-Taunus-Kreis: Nachwuchstüftler präsentierten ihre Arbeiten

mpk

Die Stadt Hattersheim hat sich schon seit einer Weile auf die Fahne geschrieben eine "Smart City" werden zu wollen. Auf dem Weg dorthin kann es sicher nicht schaden, sich auch einen entsprechend smarten Nachwuchs heranzuziehen, und deshalb bietet der vor sechs Jahren gegründete Taunus Innovation Campus e.V. seit 2022 immer wieder ein Digitales Ostercamp an. Damals wurde ein Digitales Ostercamp in der Hattersheimer Robinson-Schule in Zusammenarbeit mit der HABA Digitalwerkstatt Frankfurt angeboten, in diesem Jahr kooperierte man im Rahmen des digitalen Oster-Workshop-Formats mit den Young Engineers Main-Taunus-Kreis, die in Hattersheim in der Hauptstraße 45 beheimatet sind.

Die Kurse bei den Young Engineers basieren auf dem Ansatz von "Edutainment", also der Verknüpfung von Lernen mit Unterhaltung. Es werden verschiedene Programme angeboten, die den Kindern dabei helfen wichtige Themen des Alltags zu erlernen und verstehen. So werden Mathematik, Physik, Mechanik und Softwareentwicklung von den Kindern in den Programmen der Young Engineers mit der größtmöglichen Freude erlernt, und mit relevanten Geschichten, Experimenten und Demonstrationen können alle Teilnehmerinnen und Teilnemer viel Spaß beim Lernen haben, selbst wenn (oder gerade weil) es sich gar nicht wie Lernen anfühlt.

Beim DIGI-Ostercamp 2026 standen nun die Themenfelder Robotik und digitale Technologien im Vordergrund, und am vergangenen Freitag präsentierten die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen die Ergebnisse ihrer Arbeiten in Form von mit Lego erstellten Robotern und Maschinen.

Geschäftsführerin Svetlana Vetrova begrüßte hierzu die erschienenen Eltern und geladenen Gäste in den Räumlichkeiten der Young Engineers MTK. Während vor der Präsentation noch sehr gut (und laut) zu hören war, mit welcher Begeisterung und Freude die Kinder sich ihren Projekten und Aufgaben widmeten und welcher spielerische Spaß dabei vorherrschend war, verlief die Abschlusspräsentation wie auf Knopfdruck mit einer beeindruckenden Ruhe und Disziplin. Stolz führten die Nachwuchstüftlerinnen und -tüftler vor, was sie sich so hatten einfallen lassen: Eliah präsentierte beispielsweise sein fahrendes Polizeiauto, die Zwillinge Klara und Oscar eine automatische Bowlingbahn beziehungsweise ein funktionierendes Katapult und Fiona einen Roboter, der laufen kann.

Alexander Schwarz, Leiter der Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt Hattersheim am Main, freute sich sichtlich darüber, dass die Kinder so begeistert am DIGI-Ostercamp teilgenommen haben und dabei viel Spaß hatten. Überdeutlich bejahten die Kinder auch die Frage, ob es denn mehr Spaß gemacht habe als der normale Schulunterricht.

Man lege in Hattersheim großen Wert auf die frühkindliche Digitalisierung und das Vermitteln technologischer Kompetenzen, so Schwarz, der denkt, dass man damit heutzutage gar nicht früh genug anfangen kann. Unweigerlich wird den heutigen Nachwuchs das Thema Digitalisierung stets begleiten, auch später bei der Ausbildung, im Studium und im Beruf. Besonders schön fände Alexander Schwarz es freilich, wenn der eine oder die andere der heutigen Ostercamp-Absolventinnen und -Absolventen später auch in einem Hattersheimer Unternehmen tätig werden würde.

Abseits von Wirtschaft und Beruf nannte Schwarz aber noch ein weiteres Thema, das leider immer wichtiger wird: In Zeiten von Fake News und Cybermobbing sei es außerordentlich wichtig, der jungen Generation frühzeitig Medienkompetenz zu vermitteln und diese für schädliche Elemente der sich immer weiter digitalisierenden Welt zu sensibilisieren. Die jungen Menschen sollen die Fähigkeit erlernen, Falschinformationen als solche zu identifizieren und bereit sein, Mitschülerinnen und Mitschülern zu helfen, wenn diese Opfer von Cybermobbing werden oder Gefahr laufen auf Desinfomationskampagnen hereinzufallen. Als Schwarz diese Themen ansprach, merkte man den Kindern an, dass ihnen diese Problematiken nicht fremd sind.

Vier Tage fröhliches Lernen

Geleitet wurde der viertägige Kurs von der Studentin Iman Ilbouazzati, die den Kindern zum Abschied attestierte, dass sie ihr wirklich ans Herz gewachsen sind und diese unter Beweis gestellt haben, dass sie im Ostercamp viel dazugelernt haben.

Jeder der vier Tage stand unter einem bestimmten Motto. Los ging es mit dem Bautag, an dem die Kinder einen Freizeitpark erstellen durften. Beim Bauen der Attraktionen des Parks lernten sie die einzelnen Komponenten genauer kennen, wie den Motor oder den Batterieblock, und bei den Ideen zur Art der einzelnen Attraktionen ließ man der Kreativität der Kinder freien Lauf.

Tag 2 war dann der Codierungstag. Hier kamen nun auch die Tablets zum Einsatz, und die Kinder konnten erstmals ihre Modelle mit einer gewissen Robotik auch zum Leben erwecken. Sie lernten, wie man passend dazu auch Komponenten wie eine Musikbox ansteuern oder Lichteffekte codieren kann.

Der dritte Tag stand dann ganz im Zeichen der Roboter: Diese wurden gebaut und programmiert, so dass sie sich fortbewegen konnten. Und Tag 4 war dann der sogenannte Championtag, an dem die Kinder gemeinsam eine Bowlingbahn gebaut und programmiert haben.

Zum Abschluss bekamen alle jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nacheinander noch ein Zertifikat ausgehändigt, gepaart mit individuellen Worten des Lobes. So konnten die Kinder und ihre Eltern stolz ins letzte Wochenende der diesjährigen Osterferien gehen, in der Gewissheit, die letzte Ferienwoche gut genutzt zu haben: Denn was kann schöner sein, als mit großer Freude und in einer fröhlichen Gemeinschaft spaßige und wichtige neue Fertigkeiten zu erlernen?

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